TRVEHEIM Festival Vol 9. - Hallbergmoos


Konzertbericht vom 21. und 22.08.2026
mit ALIEN FORCE, STORMWITCH, CENTURY, TYRANN u.v.m.

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Abriss eines früher als erwartet beendeten Konzerts...
Was hatte sich meinereiner auf's TRVEHEIM in Hallbergmoos genauer 9. Festival Auflage gefreut, und erlebte dann erstmalig dort, eine sehr unangenehme Überraschung mittels höherer Gewalt, weshalb nur ein als Nachlese gedachter Kurzabriss drin ist, die ich unserer Leserschaft aller schwierigen Umstände trotzend nicht vorenthalten will. Dort angekommen obwohl mir eine Person aus nächster Ortschaft noch den Tipp gab, eine Station vorher auszusteigen, was ich tue... und falsch damit liege! Macht nix, denk' ich mir... und gerate zunächst in allmählich stärker zunehmenden Regen, der bis zu einer bestimmten Grenze zu verkraften ist, mitten unterwegs in Sturmregenfall und Gewittter. Jetzt heißt es sich neu orientieren, mit aller Kraft im erhöhten Tempo bei rhythmisch gleichbleibender Schrittfrequenz zurück ins REWE das fast genauso weit mindestens 2 Km entfernt liegt, Fußmarsch zum wetterbedingt unerreichbaren  Gelände abgebrochen, Taxi genommen und noch einigermaßen zeitig hinkommen...

Nach gewaltigem Sturzbachregenfall am heftigen Gewitterwochende des 21. und 22. August, wo das TRVEHEIM Festival Vol. 9 auf dem Hausler Hof (einem landwirtschaftlichen Gehöft) stattfindet völlig durchnässt, führt es mich umgehend auf den Camper, - Zelt aufbauen! Zunächst geschaut, wo kann ich hin? Der Zeltplatz ist groß, übersichtlich, das Gras nass, die Erde vom Regen aufgeweicht. Die Entscheidung sich unterzustellen, an Leute wenden mich einer Gruppe anschließen, statt bei weiterem Regen mein Zelt einzeln irgendwo am Rand aufzubauen, stellt sich als richtig heraus. Eine schon auf dem Zeltplatz befindliche Gruppe aus Süddeutschland angeführt von Vanessa, einer hilfsbereit freundlichen Metallerin aus Bayern, die mit Wohnwagen, Pavillon und anderem dort waren sage ich an dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank für die Hilfe die ich gern annahm. Daran zeigt sich: Metaller sind eine Familie, - kein Konkurrenz-Unternehmen) sie helfen sich wenn erforderlich gegenseitig. Unter dem Pavillion konnte ich mein Camouflage-Tarnzelt aufstellen. So mancher staunte nicht schlecht über das aufffällige BW-Tarnzelt unterm Pavillon. Da eine Mitkomparsin, die einen Schlafsack hätte mitbringen können, ausfiel und ich somit sackenass durchnässt erst einmal mich auf eine als Stuhl umfunktionierte Kühlbox setzen zu Kräften kommen muss und es in der Nacht ziemlich kalt ist, heißt es durchmachen, soweit möglich.

Nach getanem Zeltaufbau gilt es zunächst Orientierung auf dem für mich bisher (noch) unbekannten Gelände zu finden. Durch bereits angesehene Videos kannte ich mich ein wenig mit dem Festivalgelände aus, doch bei Sturzflutartigem Unwetter herrschen andere Bedingungen als im Normalfall. Laut Setlist sind als nächstes die Dänen ALIEN FORCE dran, d. h. die Dänische Oldschool-Combo steht bereits auf der Bühne, also später Essen um Hunger zu stillen, auf, - nichts wie rein und noch etwas davon mitgenommen!

Randnotizen:
Dass ich Veranstalter Lenny vom TRVEHEIM-Festival treffe freut mich sehr. Zuvor noch heftig auf einige Songs im Rahmen der Nacht-Metal Disco abgerockt wird es Zeit sich mal zu erholen und Kraft zu Tanken und wer kommt an den Tisch, dreht sich erstmal ein Getränk dabei, gemütlich ne Zigarrette? Lenny! Wir begrüßen uns und kommen gut ins Gespräch. Die Metaldisco macht richtig Laune, weil es echter Undergorund-Metal ist, - nicht das Zeug aufgelegt wird, was schon tausendfach anderweitig irgendwo läuft, sondern viel mehr ausgefallenes für Kenner. Da biste richtig, denk' ich mir. Bis etwa kurz nach 3:00 Uhr hält es mich dort, dann wird es Zeit, sich allmählich auf die Socken zu machen und schauen, ob es überhaupt noch möglich ist in meinem Zelt zu schlafen. Da mein Handyakku Wetterbedingt Ladehemmung entwickelt, weswegen ich nicht mehr viel prozent%ual nur noch minimalen Saft (14 %) drauf habe, lässt sich kaum etwas machen. Versuche mehr Saft draufzubekommen scheitern, weil das Ladegerät bei dem Wetter einfach nicht so richtig funktioniert, zumal der schwere Regenfall fast alles eingenässt hat. Gut, dass ich zuvor noch sicherhaltshalber einen bewährten Kapuzensweater einpackte, der mich vor dem Schlimmsten (fürchterlich schwerer Erkältung) bewahrt.

Da mir meine Gesundheit wichtiger ist und ich nach durchnässter Nacht dringend Ruhe und Schlaf brauche, um wieder Kraft tankend einer sich gesundheitlich bedingt ankündigenden schweren Erkältung vorzubeugen, nehme ich den Festival-Samstag nicht mehr mit, begebe mich umgehend in aller Frühe gegen 6.00 Uhr auf die Heimreise. Die Fahrt geht mit dem Taxi geht nach München Flughafen, danach steige ich in den Zug nach Hause. Im Nachhinein war es die richtige Entscheidung, auch wenn es mir traurigen Herzens wirklich schwerfiel, auf den Samstag zu verzichten. Merke: Gesundheit und Arbeit gehen in jeder Hinsicht vor!

Als positiv nehme ich den KurzDialog zwischen TYRANN-Frontmann Tobias Lindqvist und meinereinem durch kräftigen Händedruck nach dem Gig sowie Unterzeichung meines Kuttenpatches zwecks Bestätigung mit, ebenso das freundliche Gespräch mit dem AMETHYST-Bassisten und einigen anderen gleichgesinnten wo man bereits nach wenigen Augenblicken durch den Blick auf Patches, Shirts, Fachsimpelei usw. mit topfitten Leuten ins Gespräch kommt, weitweg von jedwedem Spießertum, die einen wirklich verstehen. Ein ganz dickes Extralob an dieser Stelle für das höflich, freundlich zuvorkommende Personal an Einlass und Getränkebar (Jungs und Mädels – das rockte... - ihr habt's drauf!)

Zum Festival:
ALIEN FORCE
bekomme ich nur noch fünf Minuten mit und was ich sehe gefällt, es bestätigt den starken Eindruck vom KEEP IT TRUE wo ich fast den gesamten Gig der Band mitnahm, diesmal aufgrund Wetterkapriolen und erschwerter Anreise deutlichen Abstrich in Kauf nehmen muss. An der Spielfreude der sympathischen Dänen ändert es nix. ALIEN FORCE gehen auf jedem Undergroundfestival. Ein mehr als Ordentlicher Einstieg ins Resprogramm des stark besetzten TRVEHEIM Freitags.

STORMWITCH
Nach kurzer Umbaupause müssen die Barock-Metaller STORMWITCH auf die Bühne. Zunächst kommt ein Intro, danach kann der Hexentanz beginnend mit dem Dark Romantik-Speedknaller „Dance with the Witches“ einsteigend folgt die von HAMMERFALL erfolgreich gecoverte Rabengekrächz und Sturmrauschen voraus schickende durch galoppierenden Riffkaskaden getragene Überhymne 'Ravenlord', die sowohl sattelfestes Teutonenstahlvolk wie auch treue NWOBHM-Fans in Ecstaserausch versetzt. Weitere Edelperlen der Sorte „Wooden Drum“, „Stronger Than Heaven“ oder auch „Russia On Fire“ passt die Stampfnummer mit aktuell gegenwärtigem Themenbezug mehr denn je ins Programm... werden vor beherzt mitgehender Fankulisse abgefeiert – STORMWITCH sind selbst anno 2026 weiterhin angesagt – worüber sich Bandleader Andy Mück immens gewaltig freut, der sich selbst für altmodisch – oldschool erklärt, warum er immer noch an Bands wie IRON MAIDEN, JUDAS PRIEST und SAXON festhält, weil er sich darüber freut, das es noch Leute gibt, welche diesen 80er Oldschool-Sound nach wie vor mögen... hierzu gehört das kräftig Faustreckende und stillschweigend im Takt mitsingende zu den Schreiberlingen zählende Underground-Metal-Individuum, dass noch Wochen danach Bilder vom feinen STORMWITCH-Auftritt im Kopf hat.

Der neue Gitarrist Johnny 'Amon' Kröner (u. a.bei den seit 2019 bestehenden Power-Speedmetallern als Gitarrist/Sänger aktiv, kennt sich top in der Szene aus, fügt sich als Ergänzung zu Martin Heusinger hervorragend ins Team ein, während Bassist Pietro Raneri mit Alex Sauer hinter'm Schlagzeug eine ungemein harmonische Rhythmusabteilung bildet. Bandgründer Andy Mück in Gewandung mit Rose am Mikroständer steht erwartungsgemäß im Fokus der packenden Show. Das Gitarristenduo wirk wie eine Frischzellenkur, der eine rifft wie verrückt, der andere reißt öfter die Leadgitarre beim solieren hoch. Weiter geht’s mit „Tears By The Firelight“ dem sich der fließenden Groove-Ohrwurm „Rats in the Attic“, „Trust in the Fire“, die Bandsignaturhymne „Stormwitch“, „Eye Of The Storm“ und „Walpurgisnight“ als umjubelter Zugabe anschließen. Das mit viel Feuer vorgetragene Hymnenmaterial der Dark Romantik-Metal-Institution weiß heftig im zahlreich gefüllten TRVEHEIM-Stall, dessen Ambiente wirkt einschließlich landwirtschaftlicher Geräte wie ein umgebauter Geräteschuppen) zu begeistern.

CENTURY
füllen trotz gelungener STORMWITCH-Vorstellung das Ambiente gewaltig, an fast durchweg flottem Hymnenmaterial mangelt es den Schweden dank zwei bären starker mächtig in der Traditionellen Heavy Metalszene Funken schlagender Alben keineswegs. Heavy/Speed-Hymnenhämmer vom Format „Children of The Past“, „Master of Hell“, „Possessed By The Night“ und „The Fighting Eagle“ bringen mächtig Stimmung ins Ambiente, das Publikum tobt sich nach allen Kräften aus.

Stageacting technisch müssen CENTURY sich ganz besonders anstrengen, da ihre nach ihnen kommenden Landsleute TYRANN exzessives Posen inklusive quirligem Stageacting ebenso beherrschen. Angeführt von ihrem sich vermehrt als Leadsologitarrist beweisenden, bis in die Haarspitzen motivierten Frontmann Staffan Tengnér legen CENTURY einen erstklassigen Auftritt hin, der zahlreich geschwitzte Shirts hinterlassend für regen Ansturm auf die Getränketheke sorgt. Ab 22:40 bis Open End folgt schließlich die Headlinerband...

TYRANN
der kürzeste Festival-Headliner auf dem TRVEHEIM ever (50 Minuten Gesamtspielzeit) mit imposanter die fleißig Faustreckend, tanzend, Headbangende Oldschool/True-Metalfraktion durch die Bank zum Kollektiven Gruppen-Ausklinken bringendem Set.

Mit einem packend solierenden Joseph Tholl, bei druckvollem Sound, Bandleader Tobias Lindqvist am Tieftöner kraftvoll bei Stimme, Top Lichtverhältnissen und gekonntem Bühnenposing setzen die schwedischen True Metaller TYRANN das ultimative Highlight unter einen trotz verkorkster Anreis tollen TRVEHEIM-Freitag der durch „Djävulens Musik“, „Brin Med Mig“, „Don't Make „Face The Tyrant“, Fashion, „Born For Hell“, „Transylvanien“, With Our Heavy Metal Passion“ und „Tyrann“ glanzveredelt wird. Unter den eingeschworenen TYRANN-Fans auch das verfassende Individuum dieser Zeilen: - No School is like Oldschool! Ein Gig der überhaupt keine Fragen aufwarf - hier nocheinmal schwarz auf weiß zur Bestätigung speziell für Leute, die den Platz auf dem Gelände mit  Pseudoplastikgeschwurbe beschallen (zumüllen, trifft es da sinngemäß haargenau)  der nichts mit echtem HEAVY METAL zu tun hat, - am Rande vom Festival gab's tatsächlich Chaoten und innen, die meinten völlig daneben liegende Musik und anderes Gedöns nahe der Konzertlocation laufen lassend in bierseelig bekiffter Laune anzupreisen  -  nicht mit mir -  I don't give a Fuck... -  auf solchen Schrott!

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