IRON MAIDEN - Hannover


Konzert vom 02.06.2026
Support: MEGADETH 

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IRON MAIDEN
MEGADETH

Wir schreiben den 2. Juni 2026 – Iron Maiden auf dem II. Teil ihrer erfolgreichen Run For Your Lives Jubiläumstour zum 50. – machen lediglich einen Abstecher nach Deutschland. Niedersachsens Landeshauptstadt Hannover wurde auserkoren. Gleichzeitig findet die Hannover-Messe statt, wodurch Unterkunft-Preise zur Übernachtung in Hannover geradezu horrende Summen erreichen – Manager und Firmenbosse können ab 400 – 500 Euro aufwärts deren Höchstgrenze bei circa 1.500 Euro liegt, nur müde lächeln, einfaches Volk muss in die Röhre schauen., hier entpuppt sich die Entscheidung auf ein günstigeres Hotel in Göttingen als passende Alternativlösung. Wegen des großen Ticket-Ansturms entschieden sich IRON MAIDEN zurück zu kehren und weitere Konzerte für ihre zahlreichen Fans in Europa zu geben. Dadurch, dass es sich um den einzigen Deutschland-Gig 2026 handelt, wird diesem Auftritt noch einmal speziell gesonderte Bedeutung zu Teil.

MEGADETH
Zunächst dürfen MEGADETH knapp 60 Minuten mit knallharter Mischung aus Heavy und Thrash Metal anheizen, die schon vor dem Headlier mächtig viel Stimmung in die Location bringt. Einen perfekteren Anheizer als MEGADETH hätten sich IRON MAIDEN nicht ins Vorprogramm holen können! Alles läuft fließend wie aus einem Guss. Neben Dave Mustaine stehen WINTERSUN-Gitarrist Teemu Mäntysaari an der zweiten Axt, James Lomenzo als Bassist sowie der in zahlreichen Bands aktive und ehemals aktive Dirk Verbeuren auf der Bühne.

Einsteigend mit „Tipping Point“ über das fulminant fesselnd heavy groovende Sahnebonbon „Hangar 18“, „Take No Prisoners (nur speziell auf der Tour gespielt) sowie das von Dave Mustaine während Früh-METALLICA-Zeiten mitkomponierte „Ride the Lightning“ geben MEGADETH mächtig Vollgas. Auf die Wirkung des besonderen Stücks durfte man also gespannt sein. Wie sich dabei herausstellt, funktioniert es in der Live-Version krachend in der Location einschlagend besser als auf Studiotonträger. Die Frage, ob sich unter den Gästen aktive Gitarristen befinden, beantwortet „Let There Be Shred“ im Schredderhobelthrashgewand quasi ganz wie von selbst. „Eye Of The Tornado“, „Peace Sells... but Who's Buying“ und das im kommerziellen Breitbandformat groovend gegen Ende erneut mächtig den Stimmungspegel in der Fanmasse hochschraubende Hymnenbonbon „Symphony of Destruction“, heizen MEGADETH fett in kampferprobter Location ein! Spätestens wenn Rotschopf Dave soliert ist der MEGADETH-Bandkopf in seinem Element.
Riesenapplaus und ein dankbar vom Auditorium sich verabschiedender, von der Resonanz gerührter MEGADETH-Bandboss Dave Mustaine sprechen Bände.

IRON MAIDEN
Nach erstklassigem Supportauftritt der Mustaine-Crew gibt das englische Heavy Metal-Flaggschiff IRON MAIDEN um 20:50 Uhr Ortszeit beginnend seinen auf dieser Tour einzigen Deutschlandgig für 2026, (Rock am Ring/Rock im Park-Festivals in Nürnberg ausgenommen), - die Heinz-von-Heiden-Arena kocht!Spätestens wenn der berühmte Schlachtruf von Bruce Dickinson laut durch's Rund innerhalb der Heinz-von-Heiden-Arena schallt: „Scream For Me..., - Hannover!“ weiß auch der letzte was Fakt ist - Vier Worte – megagigantische Wirkung. Von Iron Maiden 1980 bis Fear of the Dark 1992 reicht die vielseitige Songauswahl.

Setlist ist fast die gleiche wie auf der Run for Your Lives World Tour 2025 Teil I zum 50jährigen Jubiläum. Einzige Änderung: „Infinite Dreams“ rutschte hinein, „The Clairvoyant“ und „Can I play With Madness“ wurden dafür gestrichen. Schleppend gesteigerte Spannung verbunden mit dem  tierisch langgezogene Schrei von Bruce wenn das Tempo abrupt zur Mitte hin forciert, ist diesen Wechsel vollauf berechtigt wert gewesen! Herrliche Bühnenbackdrops und Sir Bruce Dickinson der sich in verschiedenster Kostümierung Soldat, als Pharao, Nachtwächter oder Pilot zeigt, darüber hinaus hervorragend bei Stimme. Die Gitarrenfraktion Dave Murray/Adrian Smith/Janick Gers brennt inklusive zugehöriger Posen ein Mächtiges Feuerwerk packender wie harmonischer Leadsoli und schwerer Riff-Breitseiten ab! Janick Gers, der seine Axt auch schon mal hoch in die Luft werfend auffängt oder demonstrativ im Kreise drehend herumwirbelt richtet derartig Signal gebende Nachricht an das Publikum;– Das hier ist eine Heavy Metal Show (!) Simon Dawson macht seinen Vorderleuten mächtig Dampf unterm Hintern, bildet mit BRITISH LION-Bandpartner und Boss Steve Harris in dessen Sideprojekt er als Drummer aktiv mitwirkt eine perfekt zusammen aufeinander abgestimmte Rhythmusabteilung. Simon kommt bestens mit dem neuen Job zurecht, hat sich erstklassig ins Band Line Up integriert - ein echter Gewinn für IRON MAIDEN!

Hannover erlebt zwei unmvergessliche Sternstunden in Sachen purer Heavy Metal-Nostalgie auf allen Ebenen, egal ob ganz hinten, auf den Rängen im Rund, im Innenraum, in der Golden Circle-Area oder wie bei mir fast an der Pole Position – die gesamte Arena bebt! Vielseitigkeitskünstler Bruce Dickinson gibt sich bestens gelaunt, über soviel Charisma gepaart mit immenser Leidenschaft wie Sir Bruce Dickinson, dieser einzigaritge Künstler zugleich Poet, Stimmbandmagier und Barde verfügt wie kein zweiter Heavy Metal-Sänger, - das Gitarren-Triple in bewährter Kombination Dave Murray/Adrian Smith/Janick Gers brilliert brennend vor Energie verpackt in pfundschwere Dynamik auf höchstem Niveau,Bandmastermind Steve Harris dessen Bassspiel zigfach kopiert, unterreicht bleibt und Neuzugang Simon Dawson auf dem Drumhocker legen ein dichtes zugleich variables Rhythmusfundament auf dem alles fußt.Stimmbandkoryphäe Bruce Dickinson wechselt immer mal die Seiten pusht das Publikum Fäuste und Hände zu erheben.

Nach dem ersten die Masse bereits mächtig auf Touren bringenden Songtriple „Murders In The Rue Morgue“, „Killers“ und „Wrathchild, das in die verstaubten vor Verrruchtheit müffelnden Seitengassen Londons führte, wo IRON MAIDEN im 'Ruskin' Arms' einer Kneipe erste Live-On-Stage-Erfahrungen sammelten, folgt mit dem ersten Longtrack „Phantom of the Opera“, gleich das nächste Highlight, dem sich der ultimative Gassenhauer „The Number of the Beast, „Infinite Dreams“ vom 1988er „Seventh Son of a Seventh Son“-Album folgen, ehe sich der zweite Epic-Longtrack von vieren „Powerslave“ in gigantischer Version zum Headbangen, Mitsingen, Faustrecken und Momente voller Spannung erleben- anschließt. Auch Pharaonen sind nicht unsterblich. „Two Minutes To Midnight“ hält die Spannung aufrecht. Dann ist mal kurz Durchatmen angesagt. Bruce kommt mit Whiskyflasche auf die Bühne in der sich Wasser befindet, reisst zunächst lockere Jokes, gaukelt vor, was passieren könnte, wenn hochprozentiges in der Pulle drin wäre, hält sie mit ausgestreckten Arm demonstrativ in die Luft, bis er das Geheimnis lüftet: in der Pulle ist nichts als Wasser drin (!) um danach folgende Texpassage zu zitieren: “Water, water, everywhere and all the boards did shrink, Water, water, everywhere nor any drop to drink“ Gestandene IRON MAIDEN-Fansemester kennen die Bedeutung, wissen, was jetzt als nächstes kommt.
 

Im von wechselhaft gruseligen Filmaufnahmen gespeisten Düster-Epic- Opus Magnum „Rime Of The Ancient Mariner“ werden Gänsehautmomente in Serie ausgelöst. Die Adaption der 1798 vom englischen Dichter Samuel Taylor Coleridge entworfenen Gruselballade „Rime of the Ancient Mariner“ ist gehaltvoll spannend unterlegt. Der alte Seemann, der einen Albatros abschießt, was eine Kette an Katastrophen verbunden mit Flüchen auslöst, weil den Gesetzen der Natur zu wider gehandelt wurde, Geisterschiffe, unheimliche keineswegs friedliche Kreaturen und ein mittels Leichen gezierter Ozean und zwei erzählerische dem Orginal entlehnte von Bruce gesprochene Parts bilden Grundlage für dieses schrittweise bis zum ultimativen Höhepunkt gesteigerte Drama. Staunen als auch Faszination und Begeisterung gehen durch die Heinz-von-Heiden-Arena. Exzessiver Höhepunkt eines vor solchen geradezu strotzend gewaltigen Konzerts. Auch die berühmten Harris-Shots wenn Steve den Bass hebend, andeutungsweise ins Publikum feuert, (wie MOTÖRHEAD-Lemmy dies ebenso u. a. nach „Overkill“ allzu gerne tat), dürfen begleitet vom frenetischen Jubel der durchdrehenden Masse nicht fehlen!

Licht und Sound sind Top eingestellt und wer sich dann immer noch beschweren will, war im falschen Konzert, - an diesem Abend passt alles einschließlich superber Performance der englischen Heavy Metal-Legende, deren Klassiker schlichtweg zeitlos magisch in keiner Weise zu toppend unerreicht sind. Die Begeisterung in der durchweg steil gehenden Fanmasse kennt keine Grenzen! Es bestätigt sich mal wieder: IRON MAIDEN sind und bleiben die Macht in Sachen Heavy Metal – wer jemals daran zweifelte, dürfte spätestens nach der gigantischen Show einschließlich Bühnensession gemerkt haben: Das ist einfach nur Gigantisch in Sachen Professionalität durch überhaupt nichts mehr zu toppen! Gewaltige Massenansammlungen die weit über Normalmaß hinausgehen und sich dabei kaum bewegen (siehe bei einem anderen Heavy Metal-MegaTobact kürzlich in Frankfurt!) sind obsolet, allein was zählt ist der weit über das Hard Rock-Zentrum Hannover hinaus getragene Spirit einer großen Legende – und wenn nicht IRON MAIDEN – wer dann?

„Run To The Hills“ setzt die Fanmassen erneut mächtig in Bewegung. Nach dem Klassiker folgt in „Seventh Son of a Seventh Son“ erneut Monumental Epik-Kino vom allerfeinsten, dass alle Anwesenden in der Heinz-von-Heiden-Arena fesselt. Magische Momentaufnahmen zum Spüren, Fühlen, Auskosten, Erleben und genießen. Bühnenbackdrop, Sprechpassagen von Mr. Dickinson traumhaft inszeniert, eine herrlich posende alles gebende Gitarrenfraktion. Bandchef Steve Harris bearbeitet seinen Bass in unnachahmlichem Stil präzise taktgenau jeden einzelnen Ton zelebrierend, Schlagzeuger Simon Dawson haut mit sattem Punch auf Kessel und Becken, dass es nur so knallt. „The Trooper“ zeigt sich wie dessen Inhalt kämpferisch da gibt’s galoppierende Gitarrenwellen, treibende Rhythmen, fulminante Leadsoli, Bruce Dickinson schwingt in Soldatenmontur Englands Union Jack!
 
Bis dahin ist Wettermäßig noch alles im Grünbereich, spätestens zu Halloweed Be Thy Name“ setzt heftiger Regenguss ein. War das Hallendach undicht? Scherz*  Trotz Regengusses hallen lautstarke „Maiden, Maiden, Maiden“-Srechöre durch's Ambiente! "Halloweed by the Name wird gebührend fett abgefeiert, Headbangen, Faustrecken,Mitsingen bei kollektivem Gruppenausklinken sind Pflicht! Restlos überzeugte  Fans wie meinereiner können von IRON MAIDEN grundsätzlich nie genug bekommen. Die Band ist enorm routiniert den schweren Regenguss locker zu kompensieren, weiß aber ebenso sicher - jetzt heißt es sich sputen, legt entsprechend eine dicke Schippe nach. Mit den zwei nächsten Hymnen wird es schnell, das Gaspedal heftig durchgetreten! Bandsignatursong „Iron Maiden“ und „Aces High“ zum Gedenken an die Luftschlacht von England, das dank der leichter motorisierten Spitfire-Flugzeuge im Vorteil als Sieger hervorging, zeigen die speedigere Seite der Maidens, bringen die Masse ausnahmslos mächtig in Bewegung, erneut gibt's kein Halten mehr! 

Bei „Fear Of The Dark“ wo Bruce den Nachtwächter mimt, wird es nocheinmal Düsterepisch, die Gitarrenfraktion darf sich nach allen Regeln der Kunst austoben. „Wasted Years“ zum Gedenken an die Somewhere in Time-Ära einschließlich imposanter Bühnenhintergrund-Bilderdeko bringt das Gesamtvenue erneut zum kollektiven Ausrasten, danach pfeift sich Monty Python eines, um die Fans unmittelbar aus dem Ambiente zu geleiten, während es draußen in Kübeln schifft als hätten sich sämtliche Schleußen des Himmels geöffnet. Trotz heftiger Regengüsse feiert das Gesamt-Ambiente IRON MAIDEN auf ganzer Linie. Mit Einsetzen der Monty Python-Berieselung „Always Look On The Bright Side Of Life“ nach Ende der Show, sollte auch der Letzte wissen: Die Show ist aus!

Schlußbetrachtung:
Soviel Nostalgie vor restlos ausverkaufter Location auf einem Haufen, das kommt so schnell nicht wieder. 50 Jahre IRON MAIDEN gaben mehr als reichlich genug Anlass zum Feiern. 

Noch besser als vor zwei Jahren zeigte sich Englands Heavy Metal-Flaggschiff von allerbester Seite, fuhr ein erlesenes Klassikerprogramm, und entläßt die Fanmasse von 45.000 glücklichen nach 120 Minuten restlos erledigten Fans gegen 22:55 Uhr, während es in Strömen gießt. Auf dem Gelände herrscht mächtig viel Chaos. 45.000 Leute wollen zügig heim. Kein leichtes Unterfangen... vor der Straßenbahn haben sich bereits Riesenschlangen gebildet. - Zeit für uns, eiligen Schrittes im strömenden Regen rechtzeitig Straßenbahn und Anschlußzuverbindung zu erreichen... Wir wollen lieber nicht bis sieben Uhr morgens in Hannover „übernachten“... - Brrr!

0 Doctor Doctor (UFO-Song vom Band)
0 The Ides of March (Intro)
1. Murders in the Rue Morgue
2. Wrathchild
3. Killers
4. Phantom of the Opera
5. The Number of the Beast
6. Infinite Dreams
7. Powerslave
8. 2 Minutes to Midnight
9. Rime of the Ancient Mariner
10. Run to the Hills
11. Seventh Son of a Seventh Son
12. The Trooper
13. Hallowed By The Name
14. Iron Maiden
15. Aces High
16. Fear Of the Dark
17. Wasted Years
Always Look On The Bride Side Of Live
(Monty Python Song)

IRON MAIDEN haben ihren Status Quo mit Mega-Gigantischer Show inklusive phantastischer Bühnendekovielfalt und atemberaubend vorlegendem Supportact MEGADETH auf geradezu astronomisches Level geschraubt! Phantastisch, einzigartig, traumhaft, unerreichbar, grandios, nostalisch und mit jeder Note zeitlos m a g i s c h ! 45.000 restlos begeisterte Heavy Metal Fans in Hannover können sich nicht irren... Ganz großes Kino. - Up, The Iron's! Was für ein Fest! Dankbar, diesen Live-Event der Königsklasse mitgenommen zu haben träume ich jetzt noch die nächsten Tage davon... „Oh Well, wherever, wherever you are,Iron Maiden's gonna get you, no matter how far..!“

Bericht und Fotos: Michael Toscher