MARIANAS REST – Würzburg

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Konzert vom 25.04.26
Support: AEONIAN SORROW, WOODEN VEINS, SUFFER YOURSELF

Homepage:
MARIANAS REST
AEONIAN SORROW
WOODEN VEINS
SUFFER YOURSELF

Das Tour-Package MARIANAS REST und AEONIAN SORROW hatte ich bereits auf deren letzter Tour im November 2024 im Club From Hell in Erfurt gesehen. Neu für mich diesmal die Location, der Würzburger B-Hof (Jugendzentrum Bechtolsheimer Hof) und die beiden Vorbands SUFFER YOURSELF und WOODEN VEINS. Der Konzertsaal im B-Hof, zentral gelegen in der Altstadt mit ausreichend Bezahl-Parkmöglichkeiten, befindet sich im zweiten Untergeschoss und ist ein ausgebauter Gewölbekeller. Durch die ebenerdige Bühne bist du vorne auf direkter Tuchfühlung mit den Musikern, nach hinten raus siehst du aber durch zwei gemauerte Säulen, zwischen denen sich die Bühne befindet recht wenig. Mit gut 150 Besuchern war der Laden dann auch rappelvoll, aber nicht ausverkauft.

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SUFFER YOURSELF, eine Funeral Doom/Death Metal Quartett aus Schweden und der Ukraine waren recht kurzfristig in das heutige Billing gerutscht. Aus nicht gesicherter Quelle war vor Ort zu erfahren, dass auf deren eigentlicher Tour Konzerttermine weggebrochen sein sollen und man sich diesem Konzerttross hier habe anschließen können. Musikalisch konnten die vier mich nicht hinter dem Ofen hervorlocken. Ganz im Gegenteil. Vier Songs über 40 Minuten Spielzeit und soooo langsam gedoomt, dass der Schall aus den Boxen auf dem Weg zum Ohr vorm Erreichen gefühlt einfach abbrach. Diese Art von Musik muss man wirklich mögen, meins war das jedenfalls nicht. Sorry Jungs. Meinem Weg an die frische Luft folgten noch ein paar Gäste mehr, deren musikalischem Empfinden meinem gleichkam.

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Bei WOODEN VEINS handelt es sich um ein Quintett, dass ursprünglich aus Chile stammt, aber mittlerweile wohl in Europa ansässig sein soll. Mit Keyboard ausgestattet, spielen sie einen melodischen Post Doom Metal, der durch progressive und Gothic Metal, aber auch rockigen Parts durchzogen ist. Auf ihrer Habenseite stehen zwei, noch relative neue Alben, aus denen sich auch die 35-minütige Setlist zusammensetzte. Im Prinzip finde ich es ja gut, wenn man auf solchen Konzerten die Möglichkeiten der Genre-Sparten kennen lernt, aber beim Doom ist das alles schon recht schwierig. Und so traf ich oben an der frischen Luft erneut auf diejenigen, die schon bei der ersten Kombo Reißaus nahmen, wobei, und das sei hier angemerkt, mein Durchhaltevermögen diesmal doch deutlich länger war.

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Die Finnen AEONIAN SORROW haben in den Bereichen Funeral Doom bzw. melodischem Death/Doom Metal ihr musikalisches Zuhause, wobei man Gothic Einflüssen sich nicht abgeneigt zeigt. Stand auf der letzten Tour noch der Klargesang der griechisch stämmigen Sängerin Gogo Melone im Vordergrund, klang das hier in Würzburg mehr auf die männlichen Growls ausgelegt. Vielleicht lag es aber auch nur am Sound, der von Band zu Band recht unterschiedlich klang. Im Line Up gab es ggü. 2024 offensichtlich Zuwachs. Aus dem Quartett von damals wurde durch einen weiteren Gitarristen ein Quintett. Ob es sich hierbei gerüchteweise um den gebürtigen Schweizer und finnischen Landsmann Jani Mikkänen handelte, der als Tourbooker/-manager zudem auch noch der Gatte der Sängerin sein soll, ließ sich abschließend nicht klären. Würde aber erklären, warum in fast perfektem Deutsch angekündigt, der Song “The Voices” als bislang unveröffentlichter Song auf dieser Tour seine Premiere feierte. Dieser war neben den mir bereits bekannten Stücken wie "My Solitude", "Ashes and Death" und natürlich "Forever Misery" meine Highlights der 50-minütigen Show. Diese hatte ich mir übrigens komplett gegeben, den auch optisch hatten die Nordmänner durch ihr öfters mal die Matten kreiseln lassen einiges zu bieten.

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MARIANAS REST sind definitiv nicht für kleine Bühnen geschaffen. Im B-Hof konnte man von Glück sagen, dass das finnische Melodic Death/Doom Sextett auch auf dieser Tour wieder ohne ihren Keyboarder Aapo Koivisto (OMNIUM GATHERUM) tourte, denn einer der Musiker performte, bedingt durch die beiden Deckenbögen rechts und links an der Bühne, immer abseits des Geschehens. Tja, und da musste ich mir leider eingestehen, dass ich diesmal auf den falschen Club gesetzt hatte, denn auch ihre atmosphärische Musik konnte bei mir die Wirkung nicht so entfalten, wie noch in Erfurt vor zwei Jahren. Da fehlte es u.a. auch an der entsprechenden Bühnenausleuchtung und auch der heutige Sound ließ etwas zu wünschen übrig. Den hauptsächlich für das Quintett angereisten Fans machte das alles aber wenig aus. Die Stimmung war über die erneut nur 1-stündige Show durchweg gut. Sieben von insgesamt 10 Songs vom neuen Album “Bereaved” bestimmten die Setlist. Da ich ein Freund der endgeilen Soli der beiden Gitarristen bin, bestanden meine Highlights entsprechend aus Stücken wie “Divided” und “Pity The Living”. Aber auch “Burden”, bei dem sich die emotionalen Screams von Sänger Jaakko Mäntymaa einem förmlich unter die Haut gruben und dem offensichtlichen Publikums-Highlight “Diamonds In The Rough” stieg auch mein Freudelevel deutlich an. Der Opener „Rat in The Wall” fiel leider dem Auspegeln des Sounds zum Opfer, was aber zu verschmerzen war. Tja und wie das oftmals bei Tourabschlüssen ist, quetschten sich zum letzten Song nahezu alle Musiker der abendlichen Veranstaltung auf die Bühne, um mit Drumsticks bewaffnet das Drumkit zu malträtieren.

Setliste MARIANAS REST:
Thank You for the Dance
Rat in the Wall
Divided
Again Into the Night
Glow from the Edge
Light Reveals Our Wounds
Burden
The Colour of You
Diamonds in the Rough
Pity the Living

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