WARRANT - Kassel


Konzert vom 29.03.2026
KNIFE und WARRANT,
Support: TASKFORCE TOXICATOR

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KNIFE
WARRANT
TASKFORCE TOXICATOR

Etwa 180 Anwesende hat es in die Kasseler Szene Kultlocation Goldgrube verschlagen. Diesen bereits im vergangenen Jahr schon lange angekündigten Leckerbissen einen heftigen Thrash/Speed/Black-Speed-Punk/Thrash-Hammer wollten viele Metalheads Im Rahmen der 'Speed Invasion Tour' 2026 mitnehmen. In dem Sinne legte das lukrative Dreierpaket auch in Kassel erforderlichen Zwischenstopp ein.

TASKFORCE TOXICATOR
treten pünktlich gegen 20:00 loslegend richtig Arsch! In der bezüglich dieses bereits lange angekündigten Hammerbillings für die Metalfraktion harter Gangart mit rund 180 Leuten fast vollständig gefüllten (nicht ganz) ausverkauften Goldgrube herrscht bereits mächtig Andrang im Saal. Stilistisch mischen TASKFORCE TOXICATOR Einflüssen von Crossoverlastigen SUICIDAL TENDENCIES, 80er Oldschool-Thrash (zumeist Bay Area) EXODUS, TESTAMENT, auch SLAYER mit N.Y.H.C. (= New York Hard Core) im Sinne von AGNOSTIC FRONT sowie Crossover-Thrashgeschwedern rotzigerem Gehalts der MUNICIPAL WASTE-Liga was den besonderen Reiz der schrägen Mischung ausmacht.

Eine voll ins Mett hauende Rhythmussektion mit dem bei PRIPJAT aktiven Bassisten Fabian Klaholz und Schlagzeuger Bela Schlieper macht mächtig Dampf, indessen das Gitarrenduo Dominik Rothe (kennen wir von DARKNESS!), Lars Wenning (Ex-MARAUDER) heftiger Leadsoli verbunden mit BrachialRiffattacken aus dem Ärmel schüttelt.

Was immer gebracht wird knallt an sämtlichen Ecken und Kanten. Shouter Fabian Koch wechselt viel in Bewegung die Bühnenseite, stachelt das Publikum an, hat wie seine WreckingCrew mächtig Hunger auf diesen Livegig, was ihm bei heftigen Skatepunk/Hardcore/Crossover/ThrashMassakern der Sorte „Mindbreaker, „The Nightbreaker“ oder „Acid Terror“ (inklusive Sireneneinsatz) jederzeit anzusehen ist.

Beim letzten Stück „Laser Samurai“ fragt Fabian Koch mit grün leuchtendem Laserschwert (Star Wars lässt grüßen) bewaffnet in der Hand, ob sich in der Goldgrube Kassel auch SLAYER-Fans finden? Antwort folgt unüberhörbar direkt auf dem Fuße - es gibt eingefleischte SLAYER-Fans unter den Anwesenden! Geschickt mit Parts vom bekannten SLAYER-Genreklassiker „Angel Of Death“ kombiniert wird ernaut noch mal ne ganz fette Kelle ausgepackt, die das hPublikum in der vollgefüllten Goldgrube abermals mächtig in Stimmung bringt. Selten und das meine ich ernst - hat eine Vorband auf dem extremeren Härtnersektor in der Goldgrube so abgeräumt wie der Fünfertrupp aus Münster! Auftakt deutlich mehr als gelungen – TASKFORCE TOXICATOR haben sich für Weiteres empfohlen. - Amigos, - ihr könnt jederzeit gern wieder in die Goldgrube zurück kommen!

WARRANT
servieren ein kraftvolles Speedbrett (Licht und Sound stimmen), durchsetzt mit sattem Heavy/Powermetalanteil, dass sich gewaschen hat. Dafür, dass man lange nicht mehr aktiv erst im vergangenen Jahr 2025 ein Album par Excellence veröffentlichte, das kurz vor Jahresende gar völlig unerwartet auf den letzten Drücker in meine Jahres-Top20 reinrutschend für mächtig Wirbel sorgte, erleben die Düsseldorfer zur Zeit ihren Dritten Frühling, klingen um einiges frischer als in den 80ern. Drummer Marius Lamm, holt einen gefülltes Glas zum Aufwärmen einen sogenannten Kurzen aus der Hosentasche, prostet den Fans kräftig zu, leert das Hochprozentige Getränk was wohl immer drin war - in einem Zug, dass einige Tropfen zwecks Einweihung auf die Bühne fliegen,danach folgt der amtliche Start. Eine bunt gemischte Setlist aus WARRANT-Heavy/Speedkrachern der 'First Strike'-EP, dem 'The Enforcer'-Album sowie dem aktuellen 'The Speed Of Metal' erwartet ihr hungriges Fanklientel, darunter Leute, denen WARRANT in Kassel zum aller ersten Mal Live on Stage begegnen. Zeit für ne krachend fette Portion heftiger Teutonen-Speed!


Jau! Da gibt’s bei Oldschool-Maniacs wie mir gar kein Halten mehr, zumal dieser Auftritt von Anfang bis Ende richtig fett rüber kommt. Bassist Jörg Juraschek bildet mit den zwei links und rechts platzierten Gitarristen Michael Dietz und FORCES AT WORK/SUBORBITAL/Ex-GLORYFUL-Seitenhexer Adrian Eric Weiss eine sich gegenseitig rifftechnisch wie Solierfähig hervorragend ergänzende Gitarrensektion, während Schlagzeuger Marius Lamm, seinen Vorderleuten hinter Kesseln und Becken heftig Dampf machend, wie ein Berserker auf Becken und Felle haut. Manche Ansagen wirken für solch ein gestandenes Underground-Speedkommando vom Typ WARRANT doch zeitweise befremdlich.


Am bockstarken Auftritt einer im erlesenen Kreis von 80er Teutonenstahl-Kulturschätzen zwischen ANGEL DUST, GRAVE DIGGER, IRON ANGEL und RUNNING WILD zu verortenden Heavy/Power/Speed-Kapelle ändert es nichts. „Come and get It“, „Nuns Have No Fun“, „Satan“, „Falling Dawn“, „Demons“, „Bang Your Head“ - bei solchen Heavy/Speed- hämmern geht es oft straight zur Sache. Bassist Jörg Juraschek hält sein Getränk hoch, erhebt aus gegebenem Anlass einen Toast auf den 2025 verstorbenen Gitarristen Thomas Klein (R.I.P.) um dem Verstorbenen für Bandgründung und viele Jahre Freundschaft zu danken, der, zusammen mit dem Bassisten im Jahr 1983 die Band gründete, 2025 verstarb.
Das in kraftvollem Groove peitschende „Betrayer“ gefolgt vom satten Speedkiller „Torture In The Tower“ werfen Rückblick auf – jene Zeit, in der WARRANT im weiten Ozean zahlreicher Teutonenstahlacts ihr Glück versuchend, noch im tiefen Niemandsland, damals zu 80er Zeiten nur ganz wenigen, dafür echten Szene-Insidern bekannt - herum krebsten. „Scavenger's Daughter“, „Scream For Metal“ und „The Rack“ bringen zahlreich erschienenes Fanklientel mächtig in Stimmung. Auch das Bandmaskottchen - zum zweiten Mal das auf allen WARRANT-Alben zu findende Zweiklingen-Beil in Händen haltend (symbolisch) sein Unwesen treibende Masken-Mann erhält sein Ständchen. „The Enforcer“ löst Jubel im Publikum aus, ganz wie auf dem Coverartwork der Scheibe – 'The Speed of Metal' - is alive... von gedoppelten Gitarren und wuchtigem Schlagzeugbeat vorwärts getrieben bleibt es schließlich dem durchschlagskräftigen Speedfetzer „Ordeal Of Death“ gegen Ende vorbehalten, einen tollen Auftritt zu beenden. Jubel in der Goldgrube, dazu noch anschließendes Fanfoto sind bei derart sattem Auftritt beinahe selbstredend Pflicht. 

Zwischendurch erwähnt:
Am Merchstand von TASKFORCE TOXICATOR herrscht ordentlich Betrieb, mein von der Band unterschriebenes Vinyl ist ebenso Pflicht, wie der lockere Plausch mit Frontmann Fabian Koch. - Cooles Ding! Am WARRANT am Stand tut sich etwas, während KNIFE ihren Stand hinten am Ende der Theke, ebenso ihr Kundenklientel. Bevor KNIFE die Location erwartungsgemäß zerlegen heißt es noch etwas warten, kurzen Zwischenplausch führen, Getränk am Tresen holen und Position beziehen.War das Ambiente bei den zwei Supportacts bereits ansprechend gefüllt, zieht es dann spätestens bei KNIFE noch eine ganze Reihe mehr Leute in die Location.

KNIFE
setzen zwei bis dato guten Vorstellungen das ultimative Abrissfinale oben drauf, geben mörderisch Vollgas bis der Arsch platzt! Spätestens jetzt wird es nocheinmal richtig voll in der Goldgrube. Das Marburger Black Speed-Punk/ThrashQuartett hat sich mittels fleißiger Livepräsenz vielerorts gewaltige Fanschaaren erspielt, beissend knisternde Stimmung liegt bereits im Saal ehe das Marburger Quartett auch nur einen Fuß auf die Bühne setzt. Mit gerade mal zwei Alben - 'Knife' und 'Heaven Into Dust' gelang den Universitätsstädtern das irrsinnige Kunststück dank fleißiger nahezu omnipräsenter Live-Aktivität etwa binnen knapp fünf Jahren enorm hohen in jeder Hinsicht unangefochtenen Kultstatus in der Heavy Metalszene zu erreichen, wie es nur selten einer anderen Schreddertruppe seit Genrebegründung in den 80ern gelang. Respekt! Entsprechend vielschichtig ist das zahlreich anwesende Pulikum in der Goldgrube vertreten. Obschon für beide Vorgruppen tolle Livedarbietungen zu Buche standen wird alles wie von von gigantischer Hand kompromisslos mit unbändiger Wucht weggefegt!


KNIFE-Bassist Gypsy Danger im krassen grün-rosa TASKFORCE TOXICATOR-Shirt legt zusammen mit Schlagwerker Ferli Coltello das undurchdurchdringbare Rhythmusfundament, während Gitarrist Laz im kultigen 80er WASP-Shirt Serien tödlicher Riffkaskaden, flirrender Soli, Killerhooks in die Menge feuert, Headbangt als sei der Leibhaftige persönlich hinter ihm her, dabei durch irres Posing besticht! Massenhaft in die Luft gereckte Fäuste, Headbangen bis der Notarzt kommt, im Kontrast dazu noch ein beweglich tobender Pit, alles steht geschlossen in Reihe. Frontmann Vince Nihil ist die Kampfsau schlechthin auf den Brettern, wenn er loslegt, den Kopf nach unten Faustreckend oder das Publikum permanent auffordert alles zu geben, während dessen die Masse sich in Bewegung setzt, Fäuste zu recken, Mähne schütteln und richtig abzugehen, dabei sackenass geschwitzt das gesamte Bühnenareal für die dreckverkrustet rotzräudige Darbietung nutzt, dann ist das allererste Sahne und mit nichts mehr zu Toppen! So geht permanent Seitenhiebe austeilender Extrem Metal. Das Publikum dreht regelrecht durch, ebenso die völlig wie entgeistert ein aberwitziges Blackened Speed Thrash Punk-Inferno in der Goldgrube zelebrierende von den Reaktionen in Kassel ebenso überwältigte Band!

 

Alles niedermähend rotzräudig rumpelig röhrend von scharfen Gitarrenriffdrive, rasenden Bassläufen, kraftvollem Drumming und infernalischem Gesang  bestückte Geschosse vom Kaliber “Behold The Horse Of War“, „Inside The Electric Church“; „I am The Priest“ (inklusive satt ins Gebälk einschlagender  Midtempopassage),  „The Hallowed Chamber“, „Black Leather Hounds“, „With Torches They March“ ebenso die Bandsignaturhymne „K.N.I.F. E “ schlagen mit geradezu tödlich vernichtender Wucht im Ambiente ein, hinterlassen nichts als 'verbrannte Erde!'

Selbst mittendrin massiv tempo gedrosselte Rhythmusmonsterparts bringen das Ambiente gewaltig zum Beben. Licht und Sound - erneut optimal eingestellt - kommen dem alles wegblasend rumpelig die Nackenmuskulatur massierenden Geballer entgegen. Die Marburger Messerschmiede reissen gnadenlos mit. Und wie könnten KNIFE mit derart randvoll gepackter Setlist (17 Stücke!) diesen bombastisch derben Mega-Abriss vor frenetisch abgehnder Fanmasse frenetisch headbangend, faustreckend sowie im kleinen Pit sich austobender Fanmeute treffsicherer beenden als mit dem spannungsgeladenen überall die Luft zum Vibrieren bringenden den Maschinenmotor Schrittweise im zunehmend tempo forcierten Rhythmus laufen lassend ratternden Faustrecker „White Witch/Black Death“ (?!?) dem sich „Power Thrashing Death“ anschließt. Angesteckt von der Begeisterung ihrer zahlreichen Fans beschließt der Mittelhessen-Vierer ein komplett grandioses Gastspiel in der 'Grube' wie das gestandene Fanklientel sein Wohnzimmer stets allzu gerne bezeichnet mit „Mentalized Blood“ als wahrhaft krönenden Abschluß eines von allen dabei Anwesenden gefeierten amtlichen Total-Abrisses! Jedes Tönchen bis zum Schluß ausreizend haben KNIFE am Ende vor ausnahmslos tobendem Fanmob Kassels kultige Szenelocation ganz nach Belieben in Schutt und Asche gelegt! Restlos geflasht begibt sich unser ViererGrüppchen anschließend auf den Heimweg.

Folgende Songauswahl zeichnete für den KNIFE-Totalbriss verantwortlich:
1. Behold The Horse Of War
2. Chromium Player
3. Black Leather Hounds
4. No Gods in The Dark
5. The Hallowed Chamber
6. Inside The Electric Church
7. I am The Priest
8. Night Vision
9. Possessed By The Knife
10. Heaven Into Dust
11. With Torches They March
12. Nightmare
13. Sword Loser
14. K.N.I.F.E.
15. White Witch/Black Death
16. Power Thrashing Death
Zugabe:
17. Metalized Blood 

Fazit: Feiner Abend mit lohnendem Dreierbilling, das jeden Cent Eintritt wert war! Ein kräftiges Danke an Markus Moshpit & Moshpit Crew Cassel, das freundliche Personal an Eintrittskasse, Garderobe, Getränkebar, Kasseler Punkrockkollektiv e. V. und für solche harten Metalabende großartiges, begeistert alle drei Bands abfeierndes Publikum. - Heavy Metal to the Max..!!!

Bericht Michael Toscher, Fotos: Melissa Hart und Michael Toscher