ROXXCALIBUR – Mannheim

03 Roxxcalibur Flyer

Konzert vom 29.02.20
Support: JAMESON RAID

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ROXXCALIBUR
JAMESON RAID

Knappe fünf Jahre spielten ROXXCALIBUR jetzt keine Show mehr. Einige Freunde und Bekannte hatten sich deswegen für ein Erscheinen angesagt bzw. sich sogar hierfür aus dem benachbarten Ausland auf den Weg gemacht. Wenn das mal kein Grund war, ebenfalls mal wieder im 7er zu Mannheim aufzuschlagen. Für ein solches Event in unseren Breitengraden die exakt richtig gewählte Location.

03 Jameson Raid

Wie sagt man heute so schön, wenn du was nicht weißt: “google es aus”. Na dann mal JAMESON RAID eingegeben und erstaunt festgestellt, dass es die Engländer bereits seit 1975, damals noch unter dem Namen NOTRE DAME, gibt. Herrjesses, hier standen ja NWOBHM-Dinos auf der Bühne. Befasst man sich dann näher mit dem Quartett, stellt man schnell fest, dass ihre erste EP auf den Namen “Seven Days of Splendour” (1979) hörte, somit also einen der Songs darstellt, den ROXXCALIBUR 2009 für ihr Tribut-Debüt “NWOBHM For Muthas” aufgenommen hatten. Tja, und das war letztendlich auch der Auslöser, dass sich die damals über lange Zeit stillgelegten Ex-EU-Bürger reformierten und seit dieser Zeit wieder Konzerte spielen. Aufgrund eines unbeständigen Line Ups halfen vor ein paar Jahren die Herren Eric „Kalli“ Kaldschmidt alias Kalli Coldsmith (git.) und Schlagzeuger Andreas „Neudi“ Neuderth (ROXXCALIBUR) für ein paar Festivals dort aus, um Terry Dark (voc.), dem einzig verbliebenen Originalmitglied, zu helfen, seine Geschichte weiterschreiben zu können. Den Unkundigen erwartete mit den alten Songs (“It’s A Crime”, “Getting Hotter”) zunächst Blues-orientierter Heavy Rock, ehe sich das neuere Songmaterial über das 45-minütige Set tatsächlich doch in Richtung NWOBHM wendete. Terry Dark schien, seinem fortwährenden Lächeln nach zu urteilen, sichtlich Freude an diesem Auftritt zu haben. Er machte Späße und erzählte zwischen den Songs kleine Anekdoten. Anwesende und gut informierte Kenner der Band zollten dem Gebotenen nach jedem Stück lautstark Tribut, aber warteten auch förmlich auf den “einen” Song, der normalerweise wohl immer am Anfang des Sets steht und heute den Schlusspunkt des offiziellen Teils der Show bilden sollte: “Seven Days Of Splendour”. Das Stück wurde nicht nur abgefeiert, sondern auch lautstark mitgesungen. Ich für meinen Teil fand den Song auch gut, aber die Zugabe mit “Straight From The Butchers” hat mich noch mehr erreicht und veranlasst, gleich bei Terry am Merchandisetisch die zwei für 10 €/Stück angebotenen CDs zu kaufen und ganz nebenbei mit diesem Urgestein noch ein paar Takte zu plaudern. Ein Hero zum Anfassen – cool.

Setlist JAMESON RAID:
I'm Not Waiting For You
It's A Crime
The Hypnotist
Getting Hotter
Hard Lines
The Raid
Catcher In The Rye
Seven Days Of Splendour
--------
Straight From The Butchers

03 Roxxcailbur

Die Philosophie von ROXXCALIBUR bestand schon immer darin, mehr oder weniger unbekannte Perlen des NWOBHM neu aufzunehmen und nach außen zu projizieren. Die Reproduktion dieses Genres findet heutzutage leider nur noch in einer relativ überschaubaren Szene statt, und so gleicht ein ROXXCALIBUR-Konzert nicht nur wegen der Engagements einzelner Bandmitglieder in anderen Kombos eher einer Seltenheit. Das heutige Konzert fand in der Besetzung des 2. Original Line Ups Alexx Stahl (BONFIRE, Ex-VIRON, Ex-MASTERS OF DISGUISE), Kalli (ABANDONED, MASTERS OF DISGUISE), Mario Lang (SAVAGE GRACE), Neudi (MANILLA ROAD, TRANCE, SAVAGE GRACE), Holger Ziegler (ABANDONED, SCEPTOR) statt und umfasste einen repräsentativen Querschnitt aus den bislang drei erschienenen Alben (“NWOBHM For Muthas” 2009, “Lords Of The NWOBHM” 2011, “Gems Of The NWOBHM” 2015). Nach einem fulminanten Start mit der JJ’S POWERHOUSE Nummer “Running For The Line” und dem beeindruckenden gesanglichen Höhenflug von Alexx Stahl bei “The Gates Of Gehenna” (im Original von CLOVEN HOOF von 1984) wurde deutlich, dass hier und heute der Spaßfaktor eine deutliche Rolle bei den Akteuren spielen sollte. Fürs Auge wurde ebenfalls viel geboten, denn ständig war irgendjemand mit Stellungswechseln oder neuen Posen beschäftigt.

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Allen voran wieder Bassist Mario Lang, der nicht nur jeden Song lauthals mitsang, sondern dem sie, so vermute ich mal, die Mundwinkel für sein Dauergrinsen an den Ohrläppchen festgetackert hatten. Wie auch schon bei Terry Dark wurde zwischen den einzelnen Stücken von Alexx einiges an Informationen zum Besten gegeben. So ist z. B. ein viertes Album in Planung… Ein kleines Tonproblem an der Bassanlage (hatten JAMESON RAID auch) wurde so recht schnell überbrückt, und die insgesamt 135 Minuten der NWOBHM-Party mit anwesenden Familienangehörigen, den Freunden und Wegbegleitern wurde unbeirrt vorangetrieben. So flogen bevorzugt bei den Fans die Matten zu Stücken wie “Rainbow Warrior” (BLEAK HOUSE), “Witchfinder General” (WG), “22 Acacia Avenue” (IRON MAIDEN), “Let It Loose” (SAVAGE) oder “See You In Hell” (GRIM REAPER), wobei ich für mich als Highlight “Somewhere Up In The Mountains” (MARQUIS DE SADE) und die “Princess Of The Night” (SAXON) ausgemacht hatte.
Die Krönung, und da waren sich alle einig, stellte der nicht eingeplante und spontan eingefügte Schlusspunkt mit “Seven Days Of Splendour” dar. Bis auf das Schlagzeug waren somit alle Parts wie Gitarren, Bass und sogar die Mikros doppelt besetzt. Wie schrieb ein guter Bekannter danach in den sozialen Medien “vor Terry Dark geht sogar der „Stählerne“ Anm.: (A. Stahl) in die Knie”. Dem ist und war nichts hinzuzufügen.
Ein wirklich unterhaltsamer und kurzweiliger Konzertabend, der ein paar Gäste mehr sicher verdient hätte, aber sicherlich schlug hier die Corona-Hysterie beim Fernbleiben schon zu Buche.

Setlist ROXXCALIBUR:
Running For The Line
The Gates Of Gehenna
Hellbound
Rainbow Warrior
Destiny
Witchfinder General
Blitzkrieg
Atomic Rock
Flying High
Why Don’t You Kill Me?
Stormchild
Somewhere Up In The Mountains
22 Acacia Avenue
Let It Loose
Lady Of Mars
Emergency
If I Were King
-----------
Helpless
Don’t Break The Circle
See You In Hell
Princess Of The Night
Seven Days Of Splendour

Fotos mit freundlicher Genehmigung von Marco Magin

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