MENTALIST

08 Mentalist Inti

Mailer vom 20.08.21
Interviewpartner: Thomas „Thomen“ Stauch (dr., 1. v. li.) und Peter Moog (g., Mitte)

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MENTALIST

FFM-Rock:
Moin ihr beiden, Glückwunsch zum neuen Album „A Journey Into The Unknown”. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich MENTALIST überhaupt noch nicht auf dem Schirm hatte. Bestimmt geht es einigen anderen auch so. Also ist es an der Zeit die Band mal näher zu beleuchten und vorzustellen. Was könnt ih uns zur MENTALIST Bio alles erzählen?

Thomen:
Hallo Mike! Umso erfreulicher ist es, dass Du uns jetzt endlich entdeckt hast. Danke für die Glückwünsche! Naja, was soll ich sagen? Peter und Kai haben MENTALIST 2018 gegründet. Durch Connections bin ich schon 2016 von Peter zu seiner gigantischen Geburtstagsparty in Saarbrücken eingeladen worden, um dort mit ihm und vielen weiteren Musikern, wie unter anderem Alex Landenburg (KAMELOT), ein paar Songs zusammen zu spielen. Das war eine mega Party. Seitdem sind wir befreundet und Peter fragte mich Monate später, ob ich nicht Lust hätte, auf ein paar Songs zu trommeln, die er schon seit Jahren in der Schublade liegen hat. Als sich die Sachen hörte, wusste ich sofort, dass das mal geiles Material wird. So stimmte ich zu und bin mittlerweile festes Bandmitglied. Nach und nach kamen dann noch die anderen Bandmitglieder, wie Florian und Rob dazu. Florian war auch schon ein alter Freund von Peter und Kai und Rob wurde uns von der Gesangslehrerin von Peter empfohlen, die ihn aus YouTube kannte. Als wir ihn uns auf seinem Channel anhörten, wussten wir, wenn dieser Bursche zusagen würde, wäre er unser neuer Sänger! Und so kam es auch. Jetzt ist er unsere Nachtigall. :) Tja, nachdem wir dann monatelang gemeinsam an den Songs des Debütalbums arbeiteten, welches übrigens den Titel „Freedom of Speech“ trägt und im August 2020 veröffentlicht wurde, ließen wir durch Corona nichts anbrennen und arbeiteten direkt an neuen Songs fürs zweite Album, nämlich „A Jounrney Into The Unknown“!

FFM-Rock:
Was wird den Musik-Fan auf „A Journey Into The Unknown” musikalisch alles erwarten?

Thomen:
Ehrlich gesagt, so einiges! Härte, Melodie, tolle Gesänge, spaßige wie auch ernsthafte Texte, treibendes und kraftvolles Drumming, so wie einfach geile Songs vom Anfang bis zum Ende. Ich stehe zu 200 % hinter diesem Album. Das Debütalbum war schon cool, aber dieses schlägt das erste Album noch mal um Längen, finde ich. Es ist halt noch melodischer, härter und songwritingmäßig einfach besser. Es beinhaltet ziemlich alles, was ein Metallerherz begehrt, wenn man auf melodischen Power Metal steht.

Peter:
„A Journey Into The Unknown” enthält alles, was mir als Musiker, aber selbst auch als Fan der Musik, sehr gut gefällt. Tolle Gesangs- und Gitarrenmelodien, sehr viel Dynamik (welche natürlich vor allem durch Thomens innovatives Drumming vorangetrieben wird), sehr viel Atmosphäre, von düster bis fröhlich – je nach Thema des Songs und viele Ohrwürmer. So gehen mir oft unsere eigenen Passagen tagelang nicht aus dem Kopf und ich muss sie immer wieder summen oder singen. So ist es übrigens auch bereits bei dem dritten Album, welches wir aktuell gerade komponieren.

FFM-Rock:
„A Journey Into The Unknown” ist bereits das zweite MENTALIST Studioalbum. Wenn es überhaupt Unterschiede gibt, in welcher Form sind diese auf dem Album musikalisch wahrnehmbar?

Thomen:
Ups, sorry, das habe ich dann wohl gerade schon in Frage zwei beantwortet. Wir haben uns einfach weiterentwickelt, als Musiker noch mehr zueinander gefunden und unsere gegenseitigen Macken kennengelernt, mit einbezogen und MENTALIST einfach mehr und mehr MENTALIST werden lassen. Das wird man sicherlich auch auf dem dritten Album bemerken. Ich kann das guten Gewissens sagen, denn wir haben jetzt schon einen Großteil der Songs fürs dritte Album grob fertig komponiert. Tja, wie Du siehst, hinterlässt das nicht Touren können durch Corona seine Spuren. Allerdings hoffen wir, dass wir uns 2022 dann endlich mal Live präsentieren dürfen. Sei es als Supportband oder irgendwo auf einem Festival. Ich drücke uns allen die Daumen, dass dieser Wahnsinn mit Corona endlich ein Ende nimmt.

FFM-Rock:
Neben deinen recht erfahrenen MENTALIST Mitstreitern standen als Gastmusiker Oliver Palotai (key., KAMELOT), Mike LePond (b., SYMPHONY X) und Henning Basse (b.voc., Ex-METALIUM, Ex-FIREWIND) zur Verfügung. Da die drei weitestgehend bei jedem Song mitgewirkt haben, kann man Namedropping nicht unterstellen. Wie kam es zur Verpflichtung dieser Gäste?

Peter:
Mit Oliver stehen wir seit seinen tollen Arbeiten am ersten Album im engen Kontakt und deshalb war es logisch, dass er auch die Keyboards und Orchestration zum zweiten Album beisteuert. Da unser Bassist Florian Hertel Vater wurde und keine Zeit hatte, das Album einzuspielen, sind wir sehr froh, dass Mike LePond freundlicherweise eingesprungen ist. Der Kontakt zu ihm wurde von unserem gemeinsamen Freund Alex Landenburg vermittelt. Da ich selbst seit vielen Jahren großer Fan von dem Ausnahmesänger Henning Basse bin und wir zeitgleich auch befreundet sind, war es nur eine Frage der Zeit, bis wir mal gemeinsam Musik machen. Das hat jetzt glücklicherweise auf diesem Album geklappt.

FFM-Rock:
Wie liefen bei so vielen Beteiligten die Aufnahmen und die Produktion durch die unterschiedlichen COVID 19-Beschränkungen zum neuen Album ab?

Thomen:
Das war ehrlich gesagt gar kein großes Problem. Jeder von uns weiß, was er zu spielen hat, so hat man teilweise die Instrumente im eigenen Studio aufgenommen. Kai und Peter arbeiten sehr oft eng zusammen, wobei es bei mir und Rob schon etwas schwieriger wird, aber das tut der Sache keinen Abbruch. Denn wir alle sehen uns zwischendurch immer wieder mal alle gemeinsam, schon alleine um das Bandgefüge beisammen zu halten und die Laune oben zu halten. Aber das Arbeiten auf Distanz ist zur heutigen Zeit keine Seltenheit mehr, wie Dir bestimmt auch ganz viele andere Bands bestätigen würden, vor allem wenn einige Bandmitglieder aus anderen Ländern kommen. So war es dann auch bei unseren Gastmusikern.

FFM-Rock:
Zählt man das alles zusammen und rechnet den Mix und das Mastering durch Jacob Hansen dazu, bekommt der Albumtitel „A Journey Into The Unknown” fast eine besondere Bedeutung. Habt ihr mit eurem Zweitwerk alles auf eine Karte gesetzt? Die bislang guten Pressereaktionen würden euch da zumindest schon mal recht geben.

Peter:
Wir entwickeln uns als Musiker und von daher würde ich sagen, dass es einfach das logische zweite Album nach unserem Debüt darstellt, aber die Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist. Insofern versuchen wir in Zukunft – trotz der bereits sehr guten Kritiken - noch einen draufzusetzen.

FFM-Rock:
Gerade in der konzertarmen bzw.-losen Zeit ist das Thema audiovisuelle Darstellung ein großes (Werbe)Thema, um sich zu präsentieren. Ihr habt das mit verschiedenen Videoformen bereits genutzt. Wie stehst du zu dem Thema im Allgemeinen?

Thomen:
Ich würde es mal so ausdrücken. Die Zeiten haben sich geändert und man muss irgendwie mit der Zeit gehen, wenn man heutzutage mit einer Band auch nur noch annähernd Fuß fassen möchte. Audiovisuelle Darbietungen, sei es als Video, irgendetwas auf Facebook oder Instagram, lassen sich heute eigentlich nicht mehr vermeiden und sind wichtiger geworden als eh und je. Da wir für uns natürlich auch alle Möglichkeiten nutzen möchten, haben wir auf vier Single Veröffentlichungen mit jeweils einem Video gesetzt. Unsere Fans lieben es bisher und so gibt es auch keinen Grund, dass in Zukunft anders zu machen.

FFM-Rock:
Ich weiß, so eine Frage ist immer schwer zu beantworten, aber versuche es trotzdem mal. Welcher Song steht für dich charakteristisch für das neue Album und welche Stücke empfiehlst du hiervon als Anspieltipps?

Thomen:
Ich denke, „Live Forever“ steht charakteristisch am stärksten für das neue Album, da er sehr viele Elemente enthält, die den globalen Stil der Band ausmachen. Mir persönlich gefällt „Evil Eye“ am besten. Der Titeltrack ist natürlich auch nicht zu verachten, da er einfach mit seinen extrem geilen Melodien besticht. Aber man kann kaum einen Song hervorheben, da sie alle geil sind, wenn ihr mich fragt. Hört euch das Album einfach im Ganzen an und ich hoffe, ihr erfreut euch daran genauso, wie wir es tun.

Peter:
Das Album hat sehr viele Facetten, mittelschnelle und schnelle Songs, viele Gesangs- und Gitarrenmelodien, atmosphärische Parts. Ich würde deshalb sagen, dass „Live Forever“ als längster Song charakteristisch für das Album steht, dass er alle Elemente beinhaltet. Ich mag nach vielmaligem Anhören immer noch alle Songs gleich gerne. Als Anspieltipp würde ich die schnelle Power Metal Hymne „A Journey Into The Unknown“ empfehlen, sowie das langsamere, atmosphärisch dichte und dennoch dynamische „Modern Philosophy“. Dennoch glaube ich, dass man das Album als Ganzes hören sollte, weil man sonst spannende Momente verpasst.

FFM-Rock:
Wie all meine Interviewpartnern bekommst auch du die Pleiten, Pech und Pannen-Frage gestellt. Kannst du bitte mal eine Anekdote aus deinem Musikerleben, am besten natürlich unveröffentlicht, von irgendeinem Konzert oder aus einem Proberaum zum Besten geben?

Thomen:
Oh, da gäbe es bestimmt so einige, aber irgendwie fällt einem in so einem Moment meistens nicht das passende ein. Ach warte, ich glaube ich habe eine, die ganz amüsant ist. Als wir mit BLIND GUARDIAN für das „Imaginations“-Album 1994 im Bunkerstudio in Duisburg (wo wir auch unser erstes Demo-Tape mit LUCIFER’S HERITAGE in den Achtzigern aufnahmen) ein 4-Track Demo zum Album aufnahmen, welches auch „Welcome to dying“ beinhaltete, hatte ich „kleine“ Startschwierigkeiten bei den Schlagzeugaufnahmen mit meiner Doublebassdrum! Ich bekam vier Klickvorzähler und sollte mit diesem Doublebass-Intro einsteigen, doch versagte mehrmals beim sauberen Einstieg mit der Doublebass. Ich war halt nicht gut drauf an dem Tag und sehr nervös vor den Aufnahmen, was ich mir aber selbst wohl nicht eingestehen wollte. Also, war es natürlich die Anzahl der Klickvorzähler schuld und ich forderte für die nächste Aufnahmerunde acht Vorzähler, um in das Intro cooler und relaxter reinzukommen :-) Doch das sollte bei weitem noch nicht alles sein. Bei jedem weiteren Scheitern addierte ich dann vier weitere Vorzähler hinzu, bis ich dann irgendwann bei 16 Vorzählern war und der Rest der Band schon lachend auf dem Boden lag und der Engineer sich vehement weigerte, noch weitere Vorzähler hinzuzufügen und lieber um eine etwas längere Pause bat. ? ? ? O.k., vergessen wir die Geschichte besser. War das peinlich! Nach der Pause lief es auf jeden Fall etwas besser und wenn dann etwas nicht ganz rund lief, waren es einfach nur die Fußmaschineneinstellungen schuld! Ist doch klar, oder!

FFM-Rock:
So, dann sind wir auch schon am Ende der Fragerei. Zum Schluss bitte noch einige persönliche Worte an unsere Leser und eure Fans.

Thomen:
Klar, liebend gerne! Erst mal vielen Dank an dich für dieses Interview und weiterhin viel Erfolg mit FFM-Rock. Hoffentlich beim dritten Album wieder. Euren Lesern und unseren Fans möchte ich noch mal den Kauf unserer CD empfehlen, denn es lohnt sich wirklich, wenn ihr auf melodischen Power Metal steht. Vielen Dank für eure Treue und Unterstützung! Wir hoffen, euch nächstes Jahr endlich mit Konzerten beglücken zu dürfen und hoffen euch dort zahlreich zu sehen. Bis bald. Stay metal!

Danke für das Interview und euch alles Gute für die Zukunft!

Mike von FFM-Rock                                                                                                      Foto Mentalist


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