LEGIONS OF THE NIGHT

08 Legions of the night inti

Mailer vom 13.08.21
Interviewpartner: Jens Faber (git., b., key., links)

Homepage:
LEGIONS OF THE NIGHT

FFM-Rock:
Moin Jens, meinen Glückwunsch zum Album „Sorrow Is The Cure“. Einem SAVATAGE-Fan mit einem solchen Album Gänsehaut und feuchte Augen zu bescheren verdient eine nähere Beleuchtung dieses Albums. Stelle bitte LEGIONS OF THE NIGHT und deine Person zunächst mal vor?

Jens:
Hallo Mike, ich bin in erster Linie Songwriter und Bassist bei DAWN OF DESTINY, meiner Stammband. Darüber hinaus habe ich unter dem Namen EXOS ein Solo Album veröffentlicht, u.a. mit Fabio Lione (RHAPSODY OF FIRE), Tommy Johansson (SABATON, MAJESTICA) oder Piet Silck (IRON SAVIOR). Letztes Jahr konnte ich mit MALEFISTUMM ein Projekt auf den Markt werfen, bei dem hauptsächlich Melissa Bonny für die Vocals verantwortlich war. Zur gleichen Zeit habe ich Henning Basse kontaktiert und mit ihm ein Album aufgenommen, was eine Mischung aus Black und Power Metal war. Das wird vielleicht eines Tages veröffentlicht, aber eigentlich wollten wir beide ein Album in Richtung SAVATAGE machen, was wir nun auch gemacht haben. Dafür habe ich meinen DOD Drummer Philipp Bock dazu genommen.

FFM-Rock:
Da du die meisten Instrumente selbst eingespielt hast liegt der Verdacht nahe, dass es sich bei LEGIONS OF THE NIGHT erstmal nur um ein Projekt handeln dürfte. Ist dem so?

Jens:
Für den Moment ist das ein Projekt. Sollte es aber konkrete Live Wünsche geben, könnte sich das ggf. ändern. Das müsste ich dann mit Henning thematisieren.

FFM-Rock:
Unter welchen Gesichtspunkten hast du die beiden Mitmusiker zur Umsetzung dieser Platte ausgesucht?

Jens:
Henning und ich haben menschlich schnell zueinander gefunden und darüber hinaus uns beide als große SAVATAGE Fans outen können. Ich liebte schon zu METALIUM Zeiten seine Stimme und habe sie mir einfach genial zu meinen Songs vorstellen können. Philipp kenne ich durch DAWN OF DESTINY natürlich schon seit Jahren, und er hat immer Lust, an neuen Projekten teilzunehmen.

FFM-Rock:
„Sorrow Is The Cure“ enthält zehn eigene Stücke, die aus musikalischer Sicht sehr oft an SAVATAGE oder auch TRANS-SIBERIAN ORCHESTRA erinnern. Hast du dich hierbei an vorhandenen Stücken orientiert und eigeninterpretiert oder alles selbst neu komponiert. Welche SAVA-Phasen (mit oder ohne Zak Stevens) haben dich hierbei besonders inspiriert?

Jens:
Nee, die sind schon eigenständig komponiert, aber ich habe mich von allen Phasen deren Schaffens inspirieren lassen. Das trifft sowohl auf „Poets and Madmen“ zu, als auf „The Dungeons are Calling“, wobei ich sagen muss, dass „Streets“ und „Dead Winter Dead“ meine Favoriten sind.

FFM-Rock:
Mit „Sirens“ habt ihr einen der bekanntesten Songs der Band gecovert. Ich ziehe vor so viel Mut meinen Hut und sage gleichzeitig Danke für diese geniale Interpretation. Gerade Henning Basse hat stimmlich hier mega abgeliefert? Warum hast du bzw. habt ihr gerade diese Nummer ausgesucht?

Jens:
Wir haben das gemeinsam entschieden. Wir hatten sehr viele Überlegungen, welchen Song wir covern. Darüber diskutieren wir auch gerade hinsichtlich des zweiten Albums. Henning gefiel allerdings eher die Live Version von „Sirens“ und mir die Studioaufnahme. Daher haben wir im Prinzip eine kleine Mixtur aus beiden Versionen aufgenommen.

FFM-Rock:
Um Musik im Stil von „Sorrow Is The Cure“ zu schreiben und zu veröffentlichen muss man eigentlich schon ein großes Faible für SAVATAGE haben, um so nah am Original zu komponieren. Das ruft auf der anderen Seite aber auch die Musikerpolizei auf den Plan, die so etwas gerne in Frage stellt und kritisiert. Hattest du so etwas zu irgendeinem Zeitpunkt der Produktion auf dem Schirm und jetzt während der Presse zum Album vielleicht sogar schon erlebt?

Jens:
Bisher ist des Feedback ca. 90 % gut und 10 % durchschnittlich. Ich habe einmal die Kritik gelesen, dass wir versuchen würden SAVATAGE nachzuahmen, da aber in allen Belangen nicht dran kämen. Letztendlich kann ich dem auch nur bedingt widersprechen. Wir sind nicht SAVATAGE und an deren Genialität reichen wir auch nicht heran. Wir sind aber auch keine Tribute Band, sondern eigenständig und ich denke, diese Eigenständigkeit ist auch herauszuhören.

FFM-Rock:
Bislang hast du mit „Lie“ und „Find The Truth“ zwei offizielle Audio-Videos zur neuen Platte am Start. Wie wichtig ist für dich das Medium Video im Vorfeld einer Veröffentlichung generell?

Jens:
Ich denke zumindest, dass man Material braucht, um das Ganze im Vorfeld ein bisschen zu bewerben. Es ist ja nun leider nicht gerade so, als dass die Videos sehr viele Klicks hätten, dafür braucht man meist auch neben dem Label noch eine eigene Marketing Abteilung.

FFM-Rock:
Deine vermutlich bekannteste weitere musikalische Spielwiese dürfte DAWN OF DESTINY sein? Wie sieht es dort und natürlich auch bei deinen anderen Bands in denen du noch aktiv bist, mit neuen Veröffentlichungen aus?

Jens:
Wir sind bei DAWN OF DESTINY mit den Aufnahmen zu unserem 8. Album fast fertig und in heller Vorfreude. Die Songs machen extrem Spaß, unser langjähriger Gitarrist Veith ist wieder fest in der Band und wir sind in Gesprächen mit einem für uns bekannten Label. Ich habe ansonsten noch andere Ideen in der Pipeline, aber die stehen für den Moment hinten an.

FFM-Rock:
Wie all meine Interviewpartnern bekommst auch du die Pleiten, Pech und Pannen-Frage gestellt. Kannst du bitte mal eine Anekdote aus deinem Musikerleben, am besten natürlich unveröffentlicht, von irgendeinem Konzert oder aus einem Proberaum zum Besten geben?

Jens:
Wir hatten mal einen Auftritt in Paderborn, bei dem das Publikum interessiert, aber eher verhalten agiert hat. Ein Moshpit Rambo war hingegen etwas temperamentvoller und stürmte irgendwann die Bühne, was uns etwas verdutzt zurück ließ. Offenbar hatte er den Drang, sich als Crowdsurfer zu versuchen. Wir ahnten schon was passiert. Das irritierte Rest Publikum fing den jungen Mann natürlich nicht auf und er knallte auf den Boden und brach sich wohl den Arm. Das hat uns natürlich etwas leid getan.

FFM-Rock:
So, dann sind wir auch schon am Ende der Fragerei. Zum Schluss bitte noch einige persönliche Worte an unsere Leser und eure Fans.

Jens:
Vielen Dank für das Interview und Euer Interesse. Ich hoffe sehr, dass die Leser sich die Zeit nehmen, sich mit LEGIONS OF THE NIGHT zu beschäftigen. Viele Grüße

Danke für das Interview und alles Gute für die Zukunft!

Mike von FFM-Rock                                                                                                   Foto by LEGION OS THE NIGHT


                             Der Schallplattenladen    mr flat logo    in Offenbach  am  Main

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.