POLDARK - Staffel 5

VÖ: Bereits erschienen
(Edel:Motion)

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EDEL

Klappentext:

Wir schreiben ein neues Jahrhundert, das eine hoffnungsvolle Zukunft verspricht. Doch die Vergangenheit wirft einen langen Schatten über Cornwall. Nach dem Tod von Elizabeth (Heida Reed) beschließt Ross Poldark (Aidan Turner), Westminster hinter sich zu lassen und mehr Zeit mit den Menschen zu verbringen, die er liebt. Als jedoch ein alter Freund um seine Hilfe bittet, sieht sich Ross gezwungen, das Establishment erneut herauszufordern, was die Poldarks in noch größere Gefahr als jemals zuvor bringt. Während sich die Enyses (Luke Norris und Gabriella Wilde) der Sache anschließen, muss Demelza (Eleanor Tomlinson) mit Gefahren in der Nähe ihrer Heimat kämpfen. George (Jack Farthing) umgibt sich derweil mit korrupten Mächten, deren Einfluss das Imperium umspannt.


Kritik:

Ross tritt im Unterhaus in London nach wie vor für die Rechte der unterpreviligierten Landbevölkerung und nun auch für die Abschaffung der Sklaverei ein während Demelza zu Hause in Cornwall den Hof und die Mine führt. Als Edward Despard, ein alter Freund aus Ross‘ Tagen im britischen Regiment, um Hilfe bittet, wird schnell klar, daß das beabsichtigte Familienleben ein weiteres mal auf die lange Bank geschoben werden muß. Wegen seiner liberalen Einstellung in der Frage der Sklaverei und der eigenwilligen Ausübung seines Führungspostens in Britisch Honduras wird Ross alter Freund „Ned“ Despard inhaftiert. Als Ross ihm und seiner Frau Kitty, einer befreiten Sklavin, die Ned in den Kolonien geheiratet hatte, zu Hilfe kommt, ruft er dieses mal weitaus mächtigere Widersacher auf den Plan. Im skrupellosen Mahagoni-Händler Ralph Hanson schaffen sich Ned und Ross einen gefährlichen Feind, da dieser seine Macht und seinen Reichtum auf die Sklavenarbeit in den Kolonien stützt. Niemanden verwundert es, daß dieser nach kurzer Zeit in Ross‘ alten Gegenspieler George Warleggan einen gefälligen Verbündeten findet. Demelza kämpft inzwischen daheim nicht nur gegen Armut und Hunger der Minenarbeiter und Landbevölkerung, sondern auch gegen Aufrührer, welche sich die französische Idee der Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit gegen den Adel auf die Fahnen geschrieben haben. Allen voran Tess Tregidden, welche Demelza in einer Geste der Versöhnlichkeit gutherzig in ihre Dienste nimmt. George Warleggan indes scheint am Tod seiner Frau Elizabeth zu zerbrechen und zunehmend in den Wahnsinn abzutreiben. Ross und Neds Bemühungen treiben ihre Gegner, allen voran Ralph Hanson, zu immer skrupelloseren Maßnahmen. Ross Neffe Geoffrey Charles, der wie sein Onkel eine militärische Laufbahn anstrebt, verliebt sich indes ausgerechnet in Hansons Tochter und versucht mit ihr durchzubrennen. Damit scheint nun der Krieg offen erklärt und Hanson und seine Helfershelfer schrecken vor nichts mehr zurück. An allen Enden spitzt sich die Situation zu, befeuert durch Ned Despards immer wilder und leidenschaftlicher ausufernden Befreiungskampf für die Sklaven und Wiederherstellung seines Rufes. Die Katastrophe steht bevor. Werden Ross und Demelza vom Strudel der Ereignisse mit in den Abgrund gerissen werden ?
Hatte man zuvor stets das Gefühl, die Serie sei aus einem Guß, gerät diese Konformität nun in der finalen Staffel ein wenig ins Wanken. Um für mehr Abwechslung und frischen Wind in der Story zu sorgen, führt man mit Ned Despard und dessen Frau Kitty, Bösewicht Ralph Hanson und der aufrührerischen Tess Tregidden neue Charaktere ein und verstärkt den Fokus auf Ross‘ Neffen Geoffrey Charles. Leider geht diese Rechnung nur teilweise auf. Zwar werden neue Handlungsstränge eingeflochten und neue Gesichter geliefert, um sich nach vier Staffeln von den ein wenig festgefahrenen Themen freizustrampeln. Allerdings wirken diese teilweise zu konstruiert und werden auf hölzerne Stereotype reduziert. Schauspielerisch kann man allen eine tadellose Leistung bescheinigen, vor allem die Figur des stürmische Ned kann den Zuschauer von seinem leidenschaftlichen Kampf überzeugen. Jedoch bleiben alle Charaktere recht eindimensional. Dies ist zwar innerhalb der Serie nicht neu, wird aber nun ein wenig auf die Spitze getrieben. Alle sind bis auf Ausnahmen extrem gut oder extrem böse. Dazwischen bleibt kein Raum für polarisierende Charakter. Einzig in George Warleggan finden wir eine interessante charakterliche Entwicklung gepaart mit einer hervorragenden schauspielerischen Darstellung. Die Serie wird mit einem nahezu dramatischen Bumms abgeschlossen, aber auch hier hat man mehr gewollt, als gekonnt. Man beabsichtigte wohl alles in einem spannenden Finale enden anstatt die Serie nun einfach ausklingen zu lassen. Dabei bedient man sich einer extrem kurzen, leider fast haarsträubenden Story, die an den Haaren herbei gezogen und gefühllos in die sonst stets so schlüssige und flüssige Handlung hinein gezimmert wirkt. Zwar fügt sich am Ende alles rund zusammen, aber der Weg ist kurz und holprig. Produktionstechnisch sowie von Seiten der Schauspieler gibt es wenig zu bemängeln. ITV liefert gewohnt hochwertige Kost. Optisch ist und bleibt „Poldark“ ein opulenter Augenschmaus voller dramatischer Landschaften, überzeugenden Kostümen und liebvevoll gestalteten Sets. Der wunderschöne Soundtrack untermalt von der ersten bis zur letzten Minute jede Szene perfekt und klingt nach dem Abschalten des Fernsehers noch lange nach.
Fazit: Eine großartige TV-Saga findet ihren fulminaten Abschluss mit kleinen Schönheitsfehlern. Fürs Auge und Ohr ein in jeder hinsicht tadelloses Spektakel. Inhaltlich hätte der Schluß, an den meine Erwartungen hoch waren, jedoch ein wenig mehr Sorgfalt erfahren dürfen.
7 von 10

Bonusmaterial:
Portrait einer Ehe/ Die Figuren und ihre Beziehungen/ Besondere Momente/ Hinter den Kulissen
463 Minuten + 81 Minuten Bonusmaterial, 2 Disks
Sprache: Deutsch/ Englisch
Untertitel: Englisch
Ländercode: B
Tonformat: DTS-HD Master Audio 5.1
Bildformat: 1080/ 50i HD 16:19

 

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