SOMNENT - Heirloom


VÖ: 30.10.2026
(Ardua Music) 

Style: Gothic/Doom/Death Metal 

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SOMNENT

Bei dieser 49:31 Minuten Zeit vereinnahmenden Doom-Death Metalorgie kreist der Gedankenfokus um Acts wie ANATHEMA, PARADISE LOST, MY DYNG BRIDE, THEATRE OF TRAGEDY, SHORES OF NULL oder DRACONIAN.

Klarer Frauen und Männergesangspassagen vermischen sich mit heißeren Deathgrowls zu einer Dramaturgisch dunkelmelancholischen Schnittmenge, deren insgesamter Kern ausgeglichen stabil wirkt. Raumgreifender Schwerefaktor trifft feinfühlige Facettierung. Gedehnt zähfließende Kompositionen im Format „Severed Ties“, „Barren Mother“, „Where Silence Dwells“ oder graben tief in den Abgründen zwischen Hoffnung, Depression, Trauer und Verlust. 'Heirloom' entwickelt sich zur gedehnt schwermütigen Melancholic-Walze mit emotional getränktem Inhalt. Missstände familiärer nie in erforderlicher Weise richtig aufgearbeitet bewältigter Vergangenheit, Skepsis gegenüber dem eigenen Existenziellen Dasein und nicht vorhandener in Ketten liegender Vertrauensbasis der Außenwelt gegenüber schälen sich als Inhalte auf dieser Dunkeldüsteren Reise zu den inneren Abgründen heraus. „The Feeding Hand“ wo das Tempo zwischenzeitlich mal richtig anzieht zeigt inklusive rauhbeiniger Death Growls am Schluß wie verlogen es ist, zu glauben, die fütternde Hand regele alles, wenngleich die Kluft Leerer Lügen, falsche Vorstellungen, selbst verursachten Wahnsinns, hohler Phrasen ohne Substanz und Albträume längst vergessen geglaubter Szenarien gespenstisch wiederkehren, sobald nicht das innere Seelische Wohlbefinden des bewussten im-Einklang-mit-sich-selbst-sein, hinter der entstellten Maske als Fassade gescheiterter Existenz in reparabler weise wieder hergestellt wurde.

Mittels nachdenklicher Gesangspassagen umgeben vom Wechselspiel sanfter Zerbrechlichkeit zu brutal zerstörerischer Wut kreieren SOMNENT auf dem Dritten Studioalbum eine Aura melancholischer Verletzlichkeit, Sehnsuchtsvollen Verlangens nach Liebe, geführter Suche nach sich selbst und innerer Zerissenheit.

Fazit: Doom-Death Metal anspruchsvoller Strukturgebung der sich irgendwo im ungefähren Spielfeld von SWALLOW THE SUN, SHORES OF NULL oder DRACONIAN wiederfindet, manch frühen THEATRE OF TRAGEDY/PARADISE LOST/MY DYING BRIDE-Anstrich ebenso wenig vermissen lässt. 7,5/10