KAVRILA - Transcend

VÖ: 06.11.2026
(Supreme Chaos Records/Red Flame)
Style: Post Metal/Sludge Doom/Noise/Crust Punk/Black Metal und ne Brise Hardcore
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KAVRILA
Was ist von einer Scheibe wie 'Transcend' zu erwarten? Sobald KAVRILA dahinterstecken ein abgedrehtes Gebräu, dass es deftig in sich hat, egal ob Post Metal, Sludge Metal, Doom oder ne Brise Hardcore. All das verschmelzen KAVRILA mit 'Transcendend' indessen der fließende Übergang nicht immer gelingt, weiß treue Anhängerschaft, was ihnen diese Vertreter schräg noisiger Mucke mit diversen Zutaten wert sind. Obwohl vieles gestückelt erscheint, steckt in dieser Scheibe so etwas wie eine komplett in sich geschlossene Story, womit wir es hier doch vieleher mit einem Konzeptwerk zu tun haben. Beginnend mit der anfänglich noch zurückhaltenden lediglich durch aggressive Shouts unterstützten Reise, geht es dann schwer atmend („Heavy Breathing“) über die in stiller Ruhe durchgeführte Einbalsamierung („Exhume“) führend vom endlosen Nichts zu grenzenloser Leere, über brachialen Zornausbruch in "Tanacity", wo deftig ins Mett gehauen wird, übergehend in den Seelenfluß der Unendlichkeit „The River“ ehe „Cleansing“ den Vorgängertrack steigernd mit mörderischer Brachialität heftig aufräumend für Gedankenreinigung sorgt und ein verlorener Freund wieder getroffen wird, womitdas Stück nach abenteuerlichem Part am Ende gediegen ruhig aussteigt. Das Ausleben innerer Seelenkonflikte wird zur Reinigung eines ruhenden Wesens.
Motive wie Depression, Melancholie, Schwermut, Hoffnung durch reparierend einwirkende Elemente wo etwas zerstört gewesen war, Tilgung abgrundtiefer Wut durch Zerstörung gedanklicher Fesseln führen zu Gedankenbildern die Trauer zu Hoffnung machen. Innerer Kampf um Seelenfrieden – Widerstreit der Gefühle. Fazit; Krass, zeitweise unausgegoren, allerdings mit den für KAVRILA nur allzu typischen Merkmalen. Gewagt, mutig, krude schräg, trotzdem weiter konsequent den bisherigen Kurs fortsetzend. Ein heftiges Wechselspiel der Extreme mit übergangslos fließender Metamorphosen, ebenso zwiespältig wie gelungen. 8/10

