SHORES OF NULL - Homesick


VÖ: 16.10.2026
(Dusktone) 

Style: Melancholic Death/Doom Metal 

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SHORES OF NULL

Frühe ANATHEMA/MY DYING BRIDE/PARADISE LOSTiger Gothic Doom-einfluss ist ebenso präsent, wie das Gespür feine Melodien mit krachender Härte auf spannungsvollem Level zu verbinden. „Two Mountans“ gibt bestes Beispiel wie sich all diese Komponenten effektiv miteinander vereinend zusammenfügen. Feine das tempo drosselnd, dann wieder anziehende Melodic-Brücken zeichnen diesen Song, dem sich weitere Genre-Verbindende Edelperlen anschließen. Alles klingt in sich stimmiger, weitaus geschlossener, demzufolge professioneller was ein wenig zu Lasten deutlich ausgrprägterer Kanten geht, sich jedoch nicht weiter auf's Gesamtresultat auswirkt. Dafür sorgt allein geschicktes Taktryhtmus-Wechseln, womit alle Songs trotz anspruchsvoll gestalteter Inhalte griffig bleiben. Ebenso prägnant sind gedämpfte Songstrukturen, die vor allem bei gemässigtem Zuckerguß vermehrt aufblitzen. Davide Straccione drückt mit prägend flexibel zwischen Deathgrowls, Klarton, sanfter Stimmfacetten und Theatralik-Gesang, allen Stücken seinen Stempel auf.

„Bleed To Life“ integriert verstärkt harrsche Deathgrowls, „Homesick“ hüllt sich dicht in empathisches Düstermelancholie-Gewand, Auf diesem fünften SHORES OF NULL-Album treten vor allem PARADISE LOST-Einflüsse omnipräsent hervor.„Dream of A Tide“ baut mittels Pianoklängen, Geige und zerbrechlicher Sanftheit wo die Gitarren mal weite im Hintergrund stehen, Momente proportional schwelgender Epik auf, ehe das Stück zumastreinen Gothic-Doomrocker motiert, um wieder in den zigfach vorhandenen PARADISE LOST-Strom zu münden, indessen harrschen Shouts sowie gedehnte Klartonpassagen mehr in Richtung AMORPHIS tendieren, beim theatralischen Gesang fließt noch etwas besonderes ein. Momente mal, dieses Stilraster kenn' ich! Selbiges gilt für die flotten Tempoattacken, indessen sich immer mal THEATRE OF TRAGEDY-Anteile hinzumischen. „Society of a Murder“ fährt das Härtelevel wieder etwas herauf, das Grundschema indessen bleibt erhalten, spätestens bei diesem Stück erkenne ich etwas, das schon länger im Kopf rumspuckt – markant weinerlich-melancholischer Gesang verbunden mit leicht experimentieller Note, - HIM! Die Finnen-Institution ist ebenfalls präsent, was zu einer kaum weniger Grenz überschreitenden Combo ausgezeichnet passt. Das prophetische „The Numbing Void“ und ein kräftig auf's Tempo drückendes „Another Breath“ schließen sich an.

Weiterhin Musik, die AMORPHIS, HIM, (Frühe) ANATHEMA, PARADISE LOST/MY DYING BRIDE, THEATRE OF TRAGEDY und SWALLOW THE SUN-Anhängerschaft berührt.

Fazit: Starkes The Loss of Beauty-Nachfolgewerk, dass Melodie, Härte, Emotionen und Gothic-Doom auf imposante Weise verbindet. Feiner Fusions DunkelMelancholic Death/Doom, der mühelos Grenzen sprengend verknüpft. 8/10

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