SPIRIT ADRIFT - Infinite Illumination

VÖ: Bereits erschienen
(20 Buck Spin/Believe)
Style: Epic Heavy Metal/Doom
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SPIRIT ADRIFT
Warum nur geht dieses Album an unserem Zine vorbei? Da hat wohl jemand bei der CD-Verteilerstelle heftig gepennt. Aufwachen... Das Nickerchen ist vorbei... darf ich vorstellen? Infinite Illumination! Bedauerlicherweise soll dieses Album das letzte von SPIRIT ADRIFT der zeitgemäßen Doom-Variante um Nate Garrett, für deren Tour ich im letzten Jahr das Ticket bereits gebucht hatte..., sein und traurigerweise entfiel die dazugehörig angekündigte Tour. Nun also noch ein Abschiedsalbum dieser besonderen Band, in deren Händen es lag, traditionellen Heavy Metal mit schwerer Doombreitseite auf fantasievoll-spannungsgeladene Art zu verknüpfen. Dieses Unternehmen gelingt hervorragend. 'Infinite Illumination' ist quasi der verkündete Abschied einer phantastischen Combo, angeführt von Nate Garret, der auch bei den Gothic Doomern NEON NIGHTMARE mitspielt, die es nun endlich verdient, in unserem Zine gewürdigt zu werden. Wenngleich das Album schon einige Zeit zurückliegt, ist es immer noch nicht zu spät, die Rezi reinzubringen.
Fließende Melodic Strukturen verbinden sich mit spannende arrangierter Wendung eine Hauptstärke von SPIRIT ADRIFT, die sich bereits im einleitenden Titeltrack offenbart. Raum für sanfte Raumklangästhetik bleibt zwischendurch ebenfalls, beim nur 4:40 Minuten benötigenden „Window Within“ treffen fette CROWBAR-Gitarren auf düstermelancholische PARADISE LOST und frühen METALLICA-Spirit was allein stilistisch einem schwierig zu bewältigenden Spagat gleich kommt... den einzig nur SPIRIT ADRIFT so hinbekommen. Opulent sich über sieben Minuten ziehend von üppigen Choralgesängen eingebettete Doomwalzen schwerem Kalibers - „You Will Never Hold The Key“ oder „Where Once There Was An Ocean“ - killen genauso heftig wie der kürzere auf den Punkt kommende Songteil bestehend aus dem kantigen Hard Rocker „Born in a Bad Way“ sowie der zwischen Melancholic Doom Rock und Metal sich bewegenden Planierraupe „Buried in the Shadow Of The Cross“, wenn Nate's kraftvoll charismatisches Organ einsetzt, bekommt jeder Song ein gehaltvoll ureigenes Prägesiegel.
„White Death“ markiert als flotter deutlicher in Richtung SOLITUDE AETURNUS/TROUBLE tendierender Groovehammer im Gegenteil zu den schleppenden Tracks ein Albumhighlight, wo die Gitarren satt quietschen, röhren und kreischen währen erneut charismatischer Gesang das hymnenhafte Flair dieses tollen in mächtig satten METALLICA-Vibe in Melodiebögen von Feinsten getränkten Stückes hervorhebt das ab der Hälfte noch mächtig nachhaltigen Doomgroove auffährt. Heavy Doomig kommt „I am Substained“ inklusive markantem Schrei am Eingang, ehe düster balladesk schleichend extrem Gänsehaut erzeugender Atmosphärentouch raumgreifende Sphärenlastik verteilt indessen das Stück zur krassen Düsterdoomorgie mutierend zum Schluß noch kräftig Tempo aufnimmt. Verpackt in ein schönes zur Musik passendes Fantasy-Coverartwork haben SPIRIT ADRIFTgroßes geleistet.
Fazit: Mit einem echten Knallerwerk verabschieden sich SPIRIT ADRIFT. Bleibt nur zu hoffen, dass sich der begnadete US-Vierer um Nate Garrett diesen Schritt hoffentlich nocheinmal gut überlegt. – Zeitloser Epic Metal/Doom-Kult! 9/10

