MARKUS STEFFEN - La Tristeza Del Mar

10 markussteffen

VÖ: 04.09.2026
(7classics/7us media group)

Genre: Klassik

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MARKUS STEFFEN

Wie es derzeit mit SUBSIGNAL weitergeht steht in den Sternen, zwar hat MARKUS STEFFEN ein neues Line-Up um sich geschart, von dem aber bislang nur ein Song kam. Angekündigt ist momentan nichts, aber der Mastermind hat ja noch andere Baustellen, auf denen er tätig ist. Eine davon ist seine Leidenschaft für die klassische Konzertgitarre, die auch lehrt und sich in Projekte einbringt. In der Pause bei seiner früheren Band SIEGES EVEN veröffentlichte er 2000 das aus eigenen Kompositionen bestehende „Unsheltered Places“. Nun war die Zeit wieder reif für so ein Unterfangen, das auf den Namen „La Tristeza Del Mar“ hört.

Spanische Titel sind in der Vergangenheit des Künstlers nichts Ungewöhnliches, denken wir nur an die Scheibe „La Muerte“ seiner Stammcombo. Auf dem neuen Werk betreibt er nach eigenen Angaben Storytelling ohne Worte, versucht den Hörer nur mittels seines Instruments in fantastische Welten zu entführen. Vom Ansatz her erinnert das an „A Midsummer´s Night Dream“, bei dem STEVE HACKETT Shakespeare auf die klassische Gitarre übersetzte. Steffen geht noch einen Schritt weiter und verzichtet vollständig auf andere Instrumente und Musiker, entwirft alles im Alleingang.

Den Auftakt macht das älteste Stück aus dem Zyklus, „On The Wonderous Sea“ entstand bereits 2013, und wurde vorab als digitale Single veröffentlicht. Bemerkenswert schon hier sein Spiel mit der Dynamik, von verträumten Klängen wechselt er auch mal in fast dissonante Töne. Der dreiteilige Titeltrack hingegen verbleibt in seinen zehn Minuten in sehr lyrischen Gefilden, die zwischen hypnotisch und entspannend pendeln.
Etwas besonderes ließ er sich bei „Canciones Fáciles For Alto Guitar“ einfallen, wo er eine Altogitarre verwendet. Jene Klampfe verfügt über elf Saiten, dadurch einen erweiterten Tonumfang, und wurde in den 60er Jahren entwickelt. Den weiß er im dritten Satz „La Lumiére Restante“ am besten zu nutzen, wo er fast in barocke Weisen vorstößt. Nicht allzu weit weg dürfte Ritchie Blackmore auf den Instrumentals von BLACKMORE´S NIGHT sein.

In „Plainte I“ und „Plainte II“ lässt er den Tönen mehr Zeit zum Schwingen, geht noch spartanischer zu Werke als ohnehin auf „La Tristeza Del Mar“. Am Ende nimmt MARKUS STEFFEN bei den „Etudes Of Remembrance – Book 1“ etwas Fahrt auf. Gerade in „The Ides Of September“ und „Winterbourne“ zockt er schon fast Arpeggien herunter, öfter benutzt er die Gitarre auch perkussiv, klopft auf deren Körper herum. Das ist alle meisterhaft dargeboten, man sieht seine Hände über den Hals gleiten, wobei der gute Markus sich kaum dem annähert, wofür er bekannt ist. Man muss also schon ein Faible für solche Klänge haben, um sich daran zu wagen, aber man wird mit wunderschönen Stimmungen belohnt.

7 / 10

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