HEAVY TEMPLE - Live From The Inner Sanctum

VÖ: 09.10.2026
(Magnetic Eye Records)
Style: Psychedelic Doom Metal
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HEAVY TEMPLE
Endlich ein Live-Album des Psychedelic Doom Trios HEAVY TEMPLE, dem in 'Lupi Amoris' und 'Garden of Heathens' zwei Kapitale Kracher auf dem Psychedelic-Doom-Sektor gelungen sind, umrahmt von mehr als einem halben Dutzend hochkarätiger 7 Inch-Singletracks, zweier EP's und Split. 2012 gegründet nun seit vierzehn Jahren bestehend war es eigentlich schon lange überfällig.
Auf 'Live From The Inner Sanctum' wirkt das Philadelphia-Trio reichlich kompakt, erschafft gleich zu Beginn mit dem Auftaktintro „Enter The Heavy Temple“ eine düstere tief Gänsehaut auslösende Sphärenlastik von der sich zahlreich in dem Sektor aktive Kapellen mal gern etwas abschauen und lernen dürfen. Mit Einsetzen des ersten Gitarrenriffs zur Doomwalze „Extreme Indifference To Life“ sind alle möglichen Zweifel umgehend beseitigt. Dem gelungenen Auftakt schließen sich sieben weitere Doomschellen wie der über sieben Minuten sich ziehend sich tief in 70er Einflüsse von Kapellen wie DEEP PURPLE, BLACK SABBATH, LED ZEPPELIN oder BLUE ÖYSTER CULT hineingrabend zeitweise kantig rockende Landgriemen „Divine Indiscretion“, ein heftig Tempo machendes „Key and Bone“ das auf gehaltvolle Düstermelancholie verbunden mit raumgreifend schleppender Tiefe basierend sich zur gigantischen Rauschorgie entwickelnde „The Maiden“ (wo erwähnte 70er Roots besonders zum Vorschein treten) oder das abschließend mächtig Vollgas gebend traditionellen Hard Rock/Heavy Metal phasenweise in Thrashterrain (!) vordringend koppelnde Instrumental „Psychomanetum“ an. „Return to the Garden of Eden“ erzeugt als gelungenermaßen mitten drin eingestreutes Zwischenintro vor dem kraftvollen Ausklang dunkel-melancholische Stimmung.
Wie hoch die Flammen auf Altar und Beckenkörben im Tempel vor dem Altar lodern, zeigt sich an packenden Loops, griffige Melodiebögen, Kauzflair, kraftvoll getakteten Schlagzeugrhythmen, brennender Leadgitarrenfeuerwerkrasanz, charismatischem Klagegesang und satt wummernder Gitarren. Abgemischt im kompakt analogen Soundgewand wirkt alles handgemacht, so wie Musik eben klingen muss, die bewusst auf künstlichen Firlefanz verzichtet. Raumgreifend in den Äther dringend bleischwere Düstermelancholie zieht sich wie ein roter Faden durchs gesamte Livealbum, das auf eine Spieldauer von 46:18 Minuten kommt.
Fazit: Mit jeder Note absolut empfehlenswerter Live-Release einer kauzig skurill bizarren seine Nische grabenden Band zwischen BLACK SABBATH, TROUBLE, SAINT VITUS und COUNT RAVEN, wo das beschlagene Philadelphia Trio aller bestens aufgehoben ist. - Fette Kaufempfehlung für Psych-Doom-Lunatics! 9/10

