GOAT MAJOR - Death Comes Twice

VÖ: 23.10.2026
(Ripple Music)
Style: Psychedelic Okkult Stoner-Doom
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GOAT MAJOR
Zwei Jahre liegt das Debüt des walisischen Okkult-Stoner-Doom Trios GOAT MAJOR zurück. In folgender Besetzung Tom Shortt (Bass, Vocals), Jamie Arnold (Gitarre) und Simon Bonwick (Drums) gründete sich das Trio 2023, dessen 2024 erschienenes 'Ritual'-Debüt nur im tiefsten Underground Bekanntheit erlangend von der zumeist anderen Stilen zugeneigten Normalszene zumeist unberührt blieb.
Aktuell zum 23.10.2026 legt das Waliser Trio sein Zweitwerk 'Death Comes Twice' nach. Dieses Elixier, werte Jüngerschaft harter Stromgitarrenklänge mit Vorliebe für Okkulten Psychedelic Heavy Stoner-Doom kommt aus den tief liegenden Katakomben des traditionellen Okkult-Doom-Underground. Betörender Akustikgitarrenklangzauber trifft Flötentöne, verführerisch liebevoll sanft in den Geist dringend steigt „Vojage of Cetus“ ein, ehe das Okkult-Trio GOATMAJOR mit dem Heavy Rocker „Firewalk“ schwere Doomrhythmen auffährt. Der Titeltrack Mäandert bis zur Mitte langsam schleppend vor sich hin ehe der Übergang zu schrittweise flottem Taktrhythmustempowechsel folgt. „Under The Moonlight“ legt in Sachen Tempo noch mal etwas nach, wie bei fast allen Tracks kommen prägende BLACK SABBATH-Proto Doom-Riffs zum Vorschein, während hingegen das Tempo der meisten Stücke sich oft ähnelt, worin trotz handwerklich bemerkenswerter Fähigkeiten ein markanter, nicht zu unterschätzender Schwachpunkt liegt, den es künftig noch zu verbessern gilt.
Erneut schafft es Bassist/Sänger Tom Shortt mit einprägsamer zwischen elegischer Klartonstimme und leicht garstig kehliger Stilnote liegendem Gesang jedem Song seinen eigenen Stempel aufzudrücken. Gebettet in eine druckvoll ausbalancierte Produktion sollte dieser Achttrackling mit Intro sein Fanklientel sicher überzeugen. Um noch etwas weiter in der Bewertung nach oben zu kommen, sollte künftig noch vermehrt Überraschungsmomente in die Kompositionen fließen, beispielsweise wenn bei „Wheels of Gold“ Sprechparts einsetzen. Merke diesbezüglich: Groove allein genügt nicht, ein gutes Album zu schaffen. „Sirens“ betört abermals auf geradezu verführerisch sanft gediehener Weise, danach lässt „The Sin Eater“ fünf Minuten gediegen schleppende Riffs rollen. Mit „Negative Church“ folgt ein knapp anderthalbminütiger Psychedelic Übergang ins dunkle Reich Böser Kräfte, bis „Detached“ noch finstere Stimmung inklusive wummernder Fuzzgitarren und treibender Drumbeats aufbaut, wovon insgesamt noch etwas mehr zu erwarten gewesen wäre, will heißen: GOAT MAJOR könnten trotz coolem Coverartworks und ordentlich umgesetzter Mucke ruhig um einiges mehr die allein mit dem Namen verbundenen Hörner zeigen.
Fazit: Dieses Album deutet zumindest stellenweise an, dass im walisischen Okkult-Stoner Doom-Trio GOAT MAJOR noch weitaus mehr steckt, um sich irgendwann auf einem Pfad zu bewegen, der sie zu höheren Weihen berufen könnte, dafür bedarf es jedoch einer intensiveren Steigerung.7/10

