TUNGSTEN - Ashes


VÖ: 09.10.2026
(Fireflash Records) 

Style: Hard Rock/Heavy Metal/Progressive Metal/Modern Metal und noch so einiges mehr 

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TUNGSTEN

Bitte nicht schon wieder TUNGSTEN... mal schauen, was da wohl exzessiv kreuzverquertes Zeug kommt... durch das sich mein Gehör quälen muss... lautet der erste Gedankengang. „The Joker“ leitet das neue Album dieser durchgeknallten Truppe krass ein, - Leute! Wer braucht KASTELRUTHER SPATZEN auf Heavy Metal? Bei derartiger Plörre wird's einem ganz anders. Experimentieren schön und gut, dieses Zeug ist definitiv eine Nummer zu viel. Obwohl ich mir schon bei den Vorgängeralben grundsätzlich nie leicht mit TUNGSTEN tat, gab es ihren Vorgängeralben wenigstens immer noch etwas abzugewinnen, das ist hier bedauerlicherweise kaum der Fall. 'Ashes' gibt sich in der Tat ungewöhnlich vielseitig. Zeitweise geht mir der zum bisherigen Heavy Hard Rock/Heavy und Progressive Metal hinzugenommene Modern Metalanstrich gehörig auf den Sack. Sorry, bin halt nicht die Zielgruppe für solche Musik. Derartig seicht gespülter Discopop meets Stampfbeat wie „Byte My Tongue“, „Fuego Del Sol“oder „The Forge“ ist für Klientel, das nicht meinem Heavy Metal-Spektrum angehört. Handwerklich muss der Band fairerweise zugestanden werden, dass sie etwas kann.

Mangelnde Abwechslung gibt es ebenfalls nicht zu bekritteln, vielmehr sind es die neuen Elemente von denen die Band spricht. Für eine Nummer wie „Ted The Exorcist“ muss man solche Musik wirklich mögen. Uffta Uffta Uffta Uffta Kleister läuft mir einfach nicht rein. Dieses Album fühlt sich so an als würden BEAST IN BLACK, BATTLE BEAST, SABATON und SONATA ARCTICA eine Hochzeit auf stark verpoppter Ebene feiern... da wussten die TUNGSTEN-Vorgängeralben weitaus besser zu gefallen. Viel kann ich dem Ding nicht abgewinnen. Dass die Band schon immer Hang zu vertrackten Rhythmus/Stil und Tempo-wechseln hatte, sei ihr logischerweise zugestanden, das gehört bei TUNGSTEN unweigerlich dazu. Sobald allerdings Disco-Pop Chartbeats oder Dicke Backen Musik-Einflüsse hinzukommen... - ist Schluß mit Lustig! Immerhin drückt der von SONATA ARCTICA mitkomponierte Song „The North Will Fall“ phasenweise kräftig auf's Tempo wirkt mitunter deutlich thrashlastig, ehe raumgreifende Modernbeats den vielversprechenden Ansatz komplett zerstören, immerhin behält man sich dieses Element im weiteren Verlauf wechselnd mit der Modernchoose bei, was den Song noch einigermaßen erträglich macht.. Das folkige „For Thee“ sorgt für etwas Ergebniskosmetik, ansonsten ekelt mich das Ding an. So und jetzt raus damit!  SLAYER – Decade of Aggression auf den Vinylteller, - umgehend Kopf freiblasen...

Fazit: Ungemein Experimentiell durch den Wolf gedrehter Vielseitigkeits Hard Rock, Heavy und Power Metal, der neben bisheriger Prog-Zutat um Moderne Metal-Komponenten, seichte Keyboardbeats und ähnliches Geschwurbel inklusive Discobeats aufgestockt ein bestimmtes Fanklientel ansprechen mag, Hat man mal gehört, ansonsten...  I.D.G.A.F, - Wer die Bedeutung kennt, sollte natürlich wissen, wofür das Kürzel steht... 5/10