THRONEHAMMER - Kill, Slay, Erase!

VÖ: 09.10.1016
(Supreme Chaos Records)
Style: Epic Doom
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THRONEHAMMER
Die Fränkisch-englische Brachialgewalt in Sachen Doom erhebt sich erneut aus tiefster Gruft... in dunkler Zeitspanne vor Helloween wenn Tage kürzer und Nächte länger werden, passt dieser Düsterdoomrelease geradewegs perfekt zur neblig rauen kühlen Herbsttristesse. Düster-gruselig beginnt der Titeltrack 'Slay, Kill, Erase', Düstere Atmosphärenschleier winden sich wie Nebelschleier am frühen Morgen um Bäume, danach folgt das tonnenschwere die Luft zerschneidende Gitarrenriff dem sich stampfende Drums und massiv walzende Grooves anschließen. Kat Shevil Gillham shoutet vom schieren Wahnsinn besessen röhrt heißere tief aus dem Bauch kommende Growls heraus, denen sich leidenschaftlich klagender Hochtongesang anschließt. „No Never Return“ schwankt 8:11 Minuten zwischen tiefschwarzer Depression und in schwachem Licht erscheinender Hoffnung. Alles wie gehabt bei THRONEHAMMER? Jein. Die gewaltigste Veränderung liegt im professionelleren Songaufbau, sowie dem teils veränderten mehr Facetten aufweisenden Gesang.
Der Gesang von Kat Shevil Gillham entpuppt sich als weitaus flexibler als ohnehin, elegisch klagende Schwermut die zeitweise von leichtem Gothic-Unterton gefärbte THE NIGHT ETERNAL-Frontsänger Ricardo Baum oder klassische Doomsänger wie den verstorbenen TROUBLE-Sänger Eric Wagner (R.I.P.) (TROUBLE) und Rob Lowe (SOLITUDE AETURNUS) erinnert, sucht sich umgeben von Massiver Wall of Sound ihren Weg. Das gesamte Emotionsspektrum von beissend aggressiv bitter, garstig, liebevoll nachdenklich, sanft melancholisch bis depressiv-zornig dringt in die jeweils richtige Bahn geleitet, kanalisiert ins Ohr. Faszination weckt der gedehnt in trauermelancholischer Stille verweilend akustisch mit Gefühlvoll sanften Leadsoli gestützte Part, worin sich tiefe Zerbrechlichkeit manifestiert, die von getragen schweren Doomriffs angetrieben durch peitschendes Getrommel abrupt in einen durch gewaltig entfesselte Kraft angetrieben alles in seinem Weg stehend vernichtenden Tornado gewaltig entfesselnder Aggression verbunden mit massiver Tempo sattacke gipfelt. Alle sich anschließenden sechs Langriemen beginnend mit „Rise of Resistance“ über „Destroyer Of Light“, „Blade To The Heart“ und „Thrown Into The Abyss“ endend bei „Onwards To Oblivion“ halten das superbe Niveau locker. Abgrundtief bedrohliche Stimmung steht unmittelbar neben dunkel-Melancholischer Aura. - Was für ein gewaltiges Doom-Manifest! THRONEHAMMER sind und bleiben die gespenstischste Epic-Doom Kapelle.
Immer mal umrahmt von einem Hauch Black Metalatmosphäre die sich gezielt eingewobenen Death Metal-Parts und weltentrückter Gothic-Ambient/Atmosphäre verbindend, ist den Briten spätestens mit dieser 73 Minuten in epischer Dunkelheit verharrenden Gespensterorgie ihr Meisterstück gelungen. Intensiver vor Schwärze überquellend extrem Gänsehaut fördernd finster-melancholischer sind solcherart Fusionen aus Doom/Death/Black/Gothic/Ambient im aller Regel nicht möglich. Fanschichten mit Faible für BATHORY, CANDLEMASS, SOLITUDE AETURNUS, TROUBLE,urgewaltig rohem CELTIC FROST-Zorn oder schwarzmelancholische KATATONIA-Gefühlswellenbäder sollte vor diesem Hammerteil niederknien.
Fazit: Ein tonnenschwer massiv geballtes emotional fesselnd unter die Haut gehend grandioses Finster-Schwermut Opus Magnum aus dem Walzwerk-erzeugt, an dem sich alles Folgende im Doomsektor messen lassen muss. Erfüllt von unheimlicher, mächtig berauschend emotionaler Tiefe, vereinzelt Hoffnung säend über weite Strecken das Gefühl dunkler Bedrohung im Äther verteilend. Epic Doom as it's best: Gespenstisch, rabenschwarz, unheimlich, mystisch-nebulös obskur tiefmelancholisch-emotional - Gigantisch! 9,2/10

