APRIL ART - Red

10 aprilart

VÖ: 02.10.26
(Reaper Entertainment)

Genre:
Alternative Rock

Homepage:
APRIL ART

Als veröffentlichungsfaul kann man die aus der hessischen Wetterau stammenden Alternativ Rocker APRIL ART wahrlich nicht bezeichnen. Mit „Red“ steht nach dem Debütalbum „Rise & Fall“ (2019), der EP „Fighter“ (2021), den Longplayern „Pokerface“ (2022) und „Rodeo“ (2024) jetzt Album Nr. 4 an. Wenn man bedenkt, dass das Quartett bis 2024 alles selbst gelenkt hat, um die Erfolgsleiter Jahr für Jahr weiter zu erklimmen, dann verdient das jedermanns Respekt und definitiv auch Gehör. Seit Ende letzten Jahres wurden bereits die ersten Vorabsingles "Karma Is A Beach", „Panic Stations“ „Big Bubble Buillshit" und zuletzt „Bulletproof“ aus dem jetzt neuen Album veröffentlicht, was wiederum den Fan freuen durfte, der eben auf den vielen Konzerten und Festivals war, auf denen die Band diese Stücke gespielte, um u.a. die Live-Tauglichkeit der Stücke zu testen. Kennt man die ersten Alben, konnte man auf den neuen Singles bereits sehr gut feststellen, dass die Vier erstmals mit externen Produzenten zusammenarbeiteten, die den ein oder anderen positiven Impuls von außen ins Songwriting mit einbrachten. Allem voran macht sich das am Gesang von Frontfrau Lisa-Marie Watz bemerkbar, die jetzt endlich variabler klingt. Auch musikalisch geht man offener ans Werk, wie der Album Opener „Bulletproof“ direkt aufzeigt. Definitiv ist da wo APRIL ART draufsteht auch APRIL ART drin, nur eben etwas moderner und ausgereifter wie man auch beim folgenden „Fall Into Pieces“ gleich feststellen wird. Schlagzeuger und Produzent Ben Juelg sagt dazu: „Für uns toppt dieses Album alles, was wir bisher gemacht haben. Wir haben endgültig zu uns selbst gefunden und sind noch enger zusammengewachsen“. „Silent War“, aber auch „Unbreakable“ oder „Blink Of An Eye“ schlagen dabei in eine ähnlich modernere Kerbe, was durchaus an den Synthie-Samples festzumachen ist. Was ebenfalls an den neuen Stücken auffällt, sind die Hooklines und Refrains, die mehr denn je auf Earchatching getrimmt zu sein scheinen, den Songstrukturen im Gesamten dadurch aber auch merklich mehr Aufmerksamkeit zukommen lassen.

Alles in allem ein hörenswerter, moderner, vierter Rundling, auf den die „Vier in Red“ durchaus stolz sein dürfen.

Punkte: 8,5 /10

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