KONGH - Dissolved In Time

VÖ: 25.09.2026
(Trust No One Recordings)
Style: Bleischwerer Psychedelic Sludge Doom
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KONGH
Genau das Gegenteil vom cheesigen Heavy Pop Power Metal bieten KONGH auf 'Dissolved In Time' wo lediglich drei Songs ausreichen, knapp 40 Minuten Gesamtspielzeit am Stück auszufüllen. Zunächst kommen düster Klänge, danach geht es in den dystopisch zähfließenden Sektor, das erste Riff setzt ein, jetzt wird es tonnenschwer zermalmend. So kennen bzw. mögen Fans dieses ausnahmslos heftig schädelspaltende Trio, wo vom verzerrtem Growlgesang über brutal heavy in den Schädel dringende Riffstruktuen bis zum letzten Schlagzeugakkord alles mit intensiver Passion zelebriert wird. Gesanglich ist D. A. Johansson betreffs Klartonlage mindestens genauso durchschlagskräftig bei Stimme - muss er auch, wenn ihm derart schwer drücken tiefergelegt Schädelspaltendende Gitarrenwänd-Eruptionen um die Ohren fliegen, deren zermürbendem Nachhall das Ohr grundsätzlich nie entkommt. Bei Klartonfrequenz wirkt es beinahe als würde der Mann ein Evangelium predigen. Was disharmonisch erscheint wird harmonisch, was harmonisch erscheint, offenbart sich im Disharmonischen Drang. Alle drei Songs umgibt von beissender Aggression geradezu knisternder Vibrationsalarm. Themen wie Existenzängste, Horror und Abgründe der Menschheit sagen alles, wie auch der Name vom Label Trust No One Recordings, KONGH bleiben lieber in ihrer eigenen für Austenstehende allenthalben schwer bis kaum zugänglichen Welt.
Auf den gedehnt schwermütigen 18:52 Minuten Koloss „Staining The Ether“ folgt das umso mehr stark am Temporad drehende „Guided To The End“, bis der Titeltrack „Dissolved in Time“ nocheinmal gedehnt sich ziehende 13:21 Minuten bedrohlich tief in morbide weltentrückte Strukturen hinab taucht. Allen Paradoxa beharrlich trotzend fließt dieser als Full Length-Album durchgehende Dreitracker ungemein effektvoll zusammen als wären dreizehn zwischen 'Dissolved In Time“ und 'Sole Creation' als bis dato letzter offiziell getätigter Veröffentlichung liegende Jahre überhaupt nie vergangen. Das nötigt immensen Respekt vor diesem Silberling ab. Auf den Punkt fokussierte Wellen purer Zerstörung aussendenderSludge-Doom dessen ziemlich spezieller Fankreis nicht ohne Grund Mark und Bein auf diese sich seit knapp über zwei Dekaden im Extremsektor wohlfühlenden Kapelle schwört.
Fazit: Massiv bleischwerer Genretobak abstrakt bizarr vorgetragener Musizier- Kunst, vor deren zermürbender Schwere gar kein Entkommen möglich ist. 8/10

