CLOVEN HOOF - Never A Prophet In Your Own Land

VÖ: 25.09.2026
(High Roller Records)
Style: NWOBHM/US (Power) Metal
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CLOVEN HOOF
Endlich, die neue CLOVEN HOOF! Vorab noch einiges zum Band Line Up, bevor es ins Eingemachte geht. Chris Dando der zwischenzeitlich auf dem KEEP IT TRUE als Ersatzsänger einen unglaublichen Job hinlegte betätigt sich diesmal als Tastenmagier am Keyboard, indessen Harry 'The Tyrant' Conklin das Album erneut stimmlich veredelt. Des Weiteren agiert das bewährt kampferprobte Gitarrenduo Luke Hatton/Criss Cross brilliant an den Sechssaitigen währemd Bandurgestein Lee Payne als Bassist zusammen mit Drummer Ash Baker die Rhythmussektion bildet.
Vom Propheten, der im eigenen Land nicht viel gilt, - jenes Kreuz das zahlreich andere Bands tragen (worauf das Coverartwork symbolisch abzielt), die überall höher gewerteter sind als in ihrem Heimatland, können auch die international erfolgreicher gewerteten CLOVEN HOOF ein Liedchen singen, deren zehntes Studioalbum laut Übersetzung diesen Titel trägt.
Nur allzu gern erinnere ich mich an das bärenstarke 'Heathen Cross'-Album zurück, das nach der 'Invincible Shield' von JUDAS PRIEST Platz 2 meiner Jahres Top 20 belegte. Können CLOVEN HOOF das enorm hohe Level von 'Heathen Cross' halten?Meine Antwort darauf lautet Ja! Der Einstieg von Harry 'The Tyrant' Conklin hat CLOVEN HOOF einen dritten Frühling beschert, eine Frischzellenkur, durch deren Einfluss die seitdem gewaltigen Powerschub entwickelnd richtig durchstartende Band zu großen Taten fähig ist. Mein Gefühl sagt, dass CLOVEN HOOF bei Festivals wie dem KEEP IT TRUE, HEADBANGERS, TRVEHEIM oder MUSCLEROCK gewaltig abräumen werden, zumal deren seit geraumer zeit wieder neu gewonnene Stärke der Heavy Metal-Underground-Szene richtig wohltut, weil sie neue Impulse setzt! Genug des Lobes zur aktuellen Situation bei CLOVEN HOOF, jetzt zur Musik:
Auch Songwritingtechnisch harmoniert das Ganze prima zwischen Lee Payne und Harry 'The Tyrant' Conklin. Songauswahltechnisch könnte das Material nicht vielseitiger sein. „Never a Prophet“ markiert einen packenden Progressive-Song mit dramaturgischen Stimmungs- und Tempowechseln, „The Man In The Iron Mask“ gipfelt in heroisch verpackter Dramaturgie, mit zwischenzeitlichem Hang zu Bombastischem Rokoko-Barockflair gepackt in Progressive Spannungsbögen. „Conquistador“ ist ein von Flamenco-Gitarrenklängen eingeläutet feinfühliger exzellent mitreissend epischer Up-Tempo Heavy Metal-Hymnenkracher einschließlich Ohoho-Piraten-Singalongs auf erlesenem Topkaliber! „Prodigal Son“, „The Bigger They Are“, „Phantom Chaser“ und „Flying Duchman“ tendieren deutlich in Richtung JAG PANZER können es jedoch in punkto Durchschlagskraft aber ebenso deutlich mit dem Jagdpanzer aufnehmen! Dem stehen in „Gypsy Roller“ und spätestens im epischen Schlußhammer „Seven Sacred Wonders“ zeitlose Heavy Rocker gegenüber wo die Hammondorgel erneut stark Akzent gebend ist, kommt das Faible für gestandene 70er Classic Hard Rock-Heroen alter Schule - DEEP PURPLE/URIAH HEEP lassen grüßen, - stärker zum Vorschein.
Somit steht ein Album ohne nennenswerten Ausfall zu Buche, an dem sich dich sowohl NWOBHM, Heavy Metal und US-(Power)Metal-Fans alle Finger lecken!
Harry 'The Tyrant' Conklin singt wie ein junger Gott – besser geht’s nicht mehr, die flexible Gitarrenarbeit mit gefühlvollen Leadsoli, kantig nach vorn gehenden Riffs, eine topsichere Rhythmussektion und mannschaftsdienlicher Keyboardklangzauber erschaffen hier ein impulsgebendes Gesamtkunstwerk, das qualitativ ein riesiges Meer auf dem traditionellen Heavy Metal-Feld veröffentlichter Releases weit abgeschlagen hinter sich lässt. Eingängiger, zeitloser und besser waren CLOVEN HOOF selbst zu ihrer Frühphase nicht. Ist damit der Zenith ihres Könnens erreicht?CLOVEN HOOF stecken weiter nach wie vor tief im Underground verwurzelt, gehören zu den sträflich unterbewerten und mit Abstand besten NWOBHM und generell U.K.-Bands (die großen Genredinos IRON MAIDEN, SAXON, JUDAS PRIEST oder DEF LEPPARD mal völlig außen vorgelassen). Auf dieses vortrefflich druckvoll produzierte Album hat allem voran der wahre Heavy Metal-Underground gewartet: - Heavy Metal von echtem Schrot und Korn! Ertappe mich gerade dabei, wie der Finger auf die Wiederholen Taste drückt...
Fazit: Erneut exzellent. Abwechslungsreich, Hymnenhaft, Vorwärts. Wieder ein topsicherer Kandidat für das Traditions Heavy Metalalbum des Jahres! 9,2/10

