KILLER - The Grand Finale

VÖ: 11.09.2026
(High Roller Records)
Style: Hard Rock
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KILLER
Kurz vor offiziell beschlossener Auflösung bringt das belgische Trio KILLER ein Abschlußalbum heraus, getreu dem Motto - aufhören, wenn's am schönsten ist. 'The Grand Finale' beinhaltet alle bekannten KILLER Trademarks, angeführt von Band-Urgestein Shorty, dessen räudiges Gesangsorgan unweit vom Original entfernt liegt. Auf seine Mitstreiter Bassist Jakke (mit dem sich Shorty den Gesang teilt) und Schlagzeuger Vanne ist ebenso Verlass. Seit 1981 bürgt der Name KILLER exakt für eines deutlich in Richtung MOTÖRHEAD/early TANK tendierendem ungeschliffen rohem Hard Rock. Auf dieses Album wäre das Original stolz gewesen, so authentisch nahe kommt es dem bekannten Warpig-Trio. Knarrzende Bassläufe, schwere Riffs mit Kanten, dreckig rauer Gesang und ein sicheres Gespür zu jener Sorte Riffs, die auf Anhieb zünden.
Alles bewegt sich etwa im 3 bis maximal 5 ½ Minuten Bereich. Von krachend schweren Riffs gezeichnete Knochenbrecher knallhartem Zuschnitts der Sorte „Welcome Into the Real World“, „Hard Day Coming“, „Don't Get Me Wrong“ (mit herrlich explosiv quietschender Leadgitarre) und Speedreisser im Format „The Grand Finale“ geben Genrefans die volle Ladung direkt von der Basis mitten auf's Fressbrett! Dafür standen KILLER schon seit den 80ern erfreulicherweise hat sich fast nichts dran geändert. Völlig aus dem Rahmen fällt der gefühlvoll blueslastige sich im weiteren Verlauf als von kraftvollen Riffs, hingebungsvollem Klargesang und kraftvollen Hooks Habballadenschmachtfetzen „Gone To Soon“, Shorty zeigt unmissverständlich, dass weitaus mehr in ihm steckt als ein garstiges Straßen-Rock n' Roll-Organ räudiger Gangart. Wo normalerweise bei vielen derartiger Alben der Schwachpunkt auszumachen wäre, gipfelt es im echten Highlight, dem sich im schnellen Speed n' Roll-Feger „Roll The Dice“ ein Stück anschließt, das nicht nur essentiell puren MOTÖRHEAD Spirit weckend auch vereinzelt an bockstarke legitim das Feld weiter beackernde Acts wie NITROGODS oder CROSSPLANE denken lässt.
Richtig hammergeil kracht „The Fire Still Burn“, was umso mehr zeigt, dass trotz geplanter Auflösung das Feuer innerhalb der Dreierkombination immer noch mächtig brennt (!) ebenso heftig Killerhooks mit derben Widerhaken teilt „In The Eye of The Storm aus“, ehe „What You See Is What You Get“ 1: 1 als Huldigung ans große Vorbild aus England 'The Grand Finale' beschließt. Vielleicht überlegen KILLER sich den Schritt sich aufzulösen vielleicht noch einmal, falls nicht, bleibt die Botschaft hinter der im Fokus vom Coverartwork platzierten Guillotine real. Zwingend intensiver, ebenso ausgereifter wie monströß-granatenstärker und rauer haben KILLER auch seit Gründung nie geklungen.
Fazit: Kann sich eine Band würdiger verabschieden als mit so einem Killeralbum? Nope! Dirty, räudig, heavy, rotzig ungeschliffen roh 100 % Oldschool as Fuck! 9/10

