CORELEONI - Generection

09 coreleoni

VÖ: 11.09.2026
(Reigning Phoenix Music)

Genre: Hard Rock

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CORELEONI

Wegen seiner Beschäftigung mit der Hauptband GOTTHARD lag das Seitenprojekt von Leo Leoni ein wenig auf Eis, nachdem es in den ersten Jahren sehr aktiv war. Nur verständlich, dass da auch mal vier Jahre ins Land gehen, bis neues Material erscheint. In der Zeit ist die Besetzung von CORELEONI jedoch konstant geblieben, der Albaner Eugent Bushpepa singt sein zweites Album mit der Formation ein. Nach durchnummerierten Scheiben trägt das mit „Generection“ einen eigenständigen Titel, emanzipiert sich auch die Musik mehr vom Schwesterschiff?

Auf den ersten Blick nicht, denn den Schwenk hin zu einer moderneren Produktion hat auch die Zweitband vollzogen. Was immer noch unverständlich erscheint, wenn man bedenkt, wozu Leoni einst ausgezogen ist, um sich nun zeitgemäßen Hörgewohnheiten anzubiedern. Wenn der Druck hochgehalten wird wie in „Generation Rock“ oder „Rock´n´Roll Rebel“, fällt das gar nicht so ins Gewicht, weil die Feinheiten da nicht so gefragt sind. Bei letztgenannten Stück hört man den OZZY-Einfluss heraus, der einst ein gleichnamiges veröffentlichte.

Bereits der Opener „Last Goodbye“ könnte in einem luftigeren Klangbild seine lässige WHITESNAKE-Schlagseite besser zur Geltung bringen. Im Refrain könnte Bushpepa schön croonen, aber auch er vermag den Songs keinen richtigen Charakter einzuhauchen. „Sex On The Beach“ pumpt ordentlich, das abgehangene Riff könnte sich irgendwo zwischen Delta und Südstaaten seine Heimat suchen, so fehlt die Orientierung.
Wie erwähnt auch ein Problem des Frontmannes, der nur versucht zu shouten und nicht mal mit gekonnten Phrasierungen mehr Atmosphäre reinzubringen. Gerade wenn es mal traditioneller wird, gehen hymnischen Titeln wie „Don´t Tell Me“ die melodiösen Höhepunkte ab. Bezeichnend die GOTTHARD-Coverversion „Vision“, die ebenfalls nur auf massiven Druck setzt und das gefühlvolle Original zerfetzt.

Wo auf „Stereo Crush“ vieles in der Kompression untergeht, wird hier jeder Emotion von vorneherein förmlich der Hals abgeschnürt. Was dann so Soundeffekte im schleppenden „Howling At The Moon“ sollen, die an „Mama“ von GENESIS erinnern, erschließt sich mir auch nicht. Kompositorisch ist „Generection“ keinesfalls schlecht, noch mehr die Musik für die man Leo Leoni schätzt als bei seiner größeren Combo.
Bezeichnenderweise haben sich CORELEONI mit „Lady Marmalade“ dann einen Coversong ausgesucht, der sich an die Arrangements der „Moulin Rouge“-Version anlehnt. Für mich der schwächste Song von dessen starken Soundtrack, weil er eben auch komplett überzogen ist. Da leider auch der größte Hit, versteht man, warum die Schweizer in diese Richtung tendieren, für Musikliebhaber ist das keine gute Entwicklung.

5,5 / 10