SCHANDMAUL - Sternensegler

VÖ: 11.09.26
(Napalm Records)

Style: Folk Rock

Homepage:
SCHANDMAUL

Krtitik:

Album Nummer zwölf steht in den Startlöchern. Mit „Sternensegler“ kehrt man mit Neubesetzung am Mikro zurück. Ein Sängerwechsel ist meist so eine Sache, doch mit Till Herence ist ein absolut genialer Ersatz gefunden worden. Einem Wechsel, der einfach perfekt ist. Da Mastermind Thomas Lindner die Band zudem nie verlassen hat und lediglich das Mikro freigegeben hat, ist der Bandsound zudem völlig gleichgeblieben. Mit allen Vor- als auch Nachteilen. Und hier möchte ich auch gleich einhaken. Schandmaul haben sich in all den vielen Jahren niemals verändert. Sind sich und ihrem Songwriting immer treu geblieben. Keine Weiterentwicklung, keine Experimente. Manchmal ist das gut. Manchmal dreht man sich einfach im Kreis. Und dies greift teilweise auch auf „Sternensegler“ über. Mit leider zu vielen Songs kopiert man sich selbst. Probiert sich mit Neustart-Klonen alter Hits und klingt dabei fast bis in die letzte Nuance gleich wie das Original. Zu oft der Eindruck: „Häh, ist das neu eingespielt?“ Man geht komplett auf Nummer sicher, um Fans erster Stunde nicht zu vergrätzen. Das ist eigentlich schade, denn gerade mit den beiden Stücken „Flagge“ mit starker Toten-Hosen Schlagseite oder „Beide Füße in der Luft“ gewinnt man meine Gunst am meisten. Hier klingt man einfach frisch, unverbraucht und deutlich melodischer. Das sind tolle Songs. Gerne hätte man sich hier etwas mehr trauen sollen und mehr solcher schicken Songs liefern dürfen. Außerdem ist der Schluss der Scheibe mit gleich drei sehr seichten Balladen deutlich schwächer ausgefallen, auch wenn „Zwei Raben“ nach hinten raus noch einmal ordentlich Gas gibt. Sternensegler ist trotz vieler familiärer alter Einflüsse dennoch ein Album, das einige Durchläufe benötigt, um zu begeistern.
Fazit: Alles beim Alten bei Schandmaul. Man bekommt, was man erwartet, exakt wie man es erwartet. Wenig Neues also aus dem Lager der Oberbayern. Ein Album, das klar den Geschmack von Altfans abdeckt, neue Ufer aber nur zart offeriert, was schade ist. 7 von 10 Punkten.

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