CHRIS CAFFERY - Pins and Needles

VÖ: Bereits erschienen
(Metalville/Edel)
Style: Progressive Heavy Metal
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CHRIS CAFFERY
Mit 'Pins and Needles' schickt SAVATAGE-Gitarrist CHRIS CAFFERY sein nächstes Soloalbum das insgesamt dritte ins Rennen, allerdings tut er das nicht anno 2026. Dieses Album erschein bereits 2007; es handelt sich um sein drittes Soloalbum, das aktuell als Wiederauflage neu erscheint. Härter denn je gibt sich CHRIS auf diesem knapp siebenundfünfzig Minütigen Solo-Album außerhalb gewohnter Spielwiese.
Seine Gitarrentechnik blieb ohnehin erstklassig, kennt man so nicht anders bei SAVATAGE, doch warum sind viele Nummern selbst wenn das Album neunzehn Jahre zurückliegt, so derart überfrachtet? War das wirklich notwendig? Handwerklich gibt’s an sich überhaupt nichts zu bekritteln, da stimmt bei CHRIS CAFFERY ziemlich alles. Klar, dass es auf 'Pins and Needles' verschachtelt Progressive zugeht. Vieles wirkt auf dem 2007er-Album einfach nur zusammengebastelt. Immerhin gibt es auch einige Passagen wo Herr Caffery Beweis dafür gibt, dass er zu singen im Stande ist. Nummern wie das Titelstück „Pins and Needles“, „66“, „Reach Out and Torment Again“, „Walls“ (mit zeitweise melancholischen Gothic-Darkwave-Gesang als Kontrast), leben zwar phasenweise von ihrer Spannung, verlieren sich jedoch in zuviel Detailverliebtheit gipfelnd in Frickelorgien bis zum ultimativen Exitus, vergessen dabei zumeist das Grundgerüst - Rhythm and Beat, wodurch es oft recht schwer fällt, sich derartig überladenes Songsmaterial reinzusaugen, ohne schon nach wenigen Minuten die Skip-Taste zu drücken. Ich hab's nicht getan und komme zu einem klaren Urteil: Handwerklich nicht schlecht, was gerade bei „Chained“, „The Time“, „“The Temple“, „Once Upon The Time“( mit fesselnden Chorarrangements!) und im eleganten unmittelbar nach SAVATAGE müffelnde Zwischenspiel „“Quaaludio“ intensiv zum Ausdruck kommt, über weite Strecken klingt alles extrem verschachtelt, schwer zugänglich, wenig eingängig. Beispiel davon gibt u. a. „Worms“ wo sich jeglicher Zugang verwehrt, was ist das für ein verquert gemischter Salat? Wo liegt die Struktur, dazu noch ausufernde Funkrhythmen? Uuups! Kaum verdaulich. Ob „Pisses Me Off“ (bereits 2004 auf dem Vorgängeralbum 'Faces' veröffentlicht) und „The Temple“als Alterna-Version mit drauf mussten, ist strittig, im Grunde sind beide Songs als Bonus überflüssig.
Fazit: Viel Spielzeit, jede Menge Songs und zu viel Progressive-Überfrachtung, bekommen dem Gesamtwerk nicht immer. SAVATAGE-Fans könnten etwas damit anfangen, alle anderen sollten das Ding antesten, sich selbst ihr eigenes Bild machen. 6/10

