SINSID - All That Remains


VÖ: 10.07.2026
(Pitch Black Records) 

Style: Oldschool Heavy Metal 

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SINSID

Frisch erschienen ist das vierte Studioalbum der norwegischen Heavy Metalcombo SINSID. Das Norwegersextett um Sänger Terje Singh Sidhu, dessen kraftvoll röhrendes Organ allen Stücken seinen Stempel aufdrückt,  spielt astreinen Heavy Metal der sogar irgendwo in den 80ern enstanden sein könnte. Als Schnittmenge werden Acts wie ACCEPT, BLIND GUARDIAN, JUDAS PRIEST, HELSTAR und SYRON VANES angegeben, ein Schnittmengenfeld, wo sich das Songmaterial in der Tat einpendelt, hinuzufügen ließe sich eventuell noch GRAVE DIGGER und RUNNING WILD von denen die Gitarrenstrukturen bei Stücken wie dem „Sacrophagus“ und „Pioneers“ um stellvertretend nur mal zwei zu nennen, gar nicht allzu weit entfernt liegen, dafür sprechen auch Singalongs, und majestätisch fette Backgroundvocals. Als echtes Albumhighlight entwickelt sich der mit akustischem Part gefühlvollen Leadsoli und Hymnenflair komplett aus dem Rahmen fallend längste nachhaltig im Ohr hängen bleibende Track „Somewhere In The Dark“.

Spielzeittechnisch wurde nichts in irgendeiner Form gestreckt, die Spieldauer liegt im Durchschnitt zwischen drei bis maximal knapp über fünf Minuten, alles wirkt kompakt auf den Punkt gespielt, perfekt passt auch das druckvolle Soundvolumen, wodurch krachende per Midtempo gezockte Fistraiser wie „Running“, „Lawless Hunter“, „Templars of Metal“ oder „The Horror (I Know), die zwischendrin mal kurz das Tempo anziehend schnell wieder in Basismodus zwischen schleppend und stampfend zurückzukehren. Zwar kennt auch dieses Album zwei Mankos, jedoch fallen die nicht so sehr ins Gewicht; zum einen das oft gleichbleibende Tempo zum anderen gerät der Gesang schon mal ein wenig an seine Grenzen, das lässt sich im Regelfall verschmerzen, zumal derart direkt ins Ohr gehendes Songmaterial top ausbalanciert keinen Wunsch für Genrefans offen lässt, die es gern brachial heavy, mit Schmackes im Flügel und viel Saft auf der Wumme voll auf die Zwölf mögen.

Fazit: Oldschool-Heavy Metal-Fans, denen ACCEPT, BLIND GUARDIAN, JUDAS PRIEST, GRAVE DIGGER, RUNNING WILD und SYRON VANES problemlos reinlaufen, werden hervorragend bedient. So funktioniet grundehrlich kraftvoll Riffbasierender Oldschool-Heavy Metal zum Faustrecken mit Vorwärtsdrang, hohem Epikfaktor, Überzeugung und reichlich aussagekräftiger Attitüde. - Toll! 8/10

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