MACE N CHAIN - Crowned In Grey Skies


VÖ: 26.06.2026
(No Remorse Records) 

Style: Heavy Metal/Epic Metal

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MACE N CHAIN 

Drei Jahre liegt das Vorgängeralbum 'Among Ancient Pillars' zurück, hat David Nilsson in 'Crowned In Grey Skies'. Im gleichen Jahr 2023 erfolgte dann eine Kooperation mit echtem Drummer, denn Hauptkriterium auf dem Erstlingswerk war gerade das künstliche Drumming womit der Computer überflüssig wurde. Das ist sehr begrüßenswert, ebenso die Tatsache, dass sich DIAMOND HADDER-Drummer Joey Mancaruso effektiv zu David Nilson ergänzend ins Geschehen einbringt, u. a. durch verstärkt gesangliche Unterstützung des Hauptgesangs.

Einflüsse von HEAVY LOAD, VISIGOTH, ETERNAL CHAMPION sind nach wie vor präsent aber auch etwas bisher anders. Beim fetten Opener „On The Howling Gale“ überkommt mich der Eindruck skandnavische Acts wie AMON AMARTH oder ALTAR OF OBLIVION in abgeschwächter Version machten sich bei diesem knalligen Auftaktopener breit. „Through Blood Red Vails“ kracht in klassischer Schwedenstahl-Manier á lá HEAVY LOAD auch diesmal sind epische AMON AMARTH-Brücken mit drin und so manches mal reicht der Blick hinüber zu den Dänen ALTAR OF OBLIVION, deren Soundvolumen ähnlich druckvoll gelagert ist. So verspielt das Album ist bietet es dennoch Platz für Improvisation, was gerade bei 'Through Blood Red Vails' durchkommt wo geschickt mit der Geschwindigkeit varriert wird. Epische Gesangsparts wechseln sich mit deftig auf's Gaspedal drückender Komponente. „In Open Defiance“ drückt abermals auf die Tube, legt dann Temporeduzierung nach hier macht sich erstmals ein veränderter Songaufbau bemerkbar. Dieser Schritt zieht sich wie ein roter Faden durch's Album.

Das Tempo zieht gesteigert an, galoppierende Gitarren, auch mal garstige keifenden Modus touchierende Zwischentonlagen, Temporeduzierung, epischer Spirit, Bombastanteile auch mal tieferer Gesang, das alles kommt schon mal gar nicht schlecht. „Triumphant of Death“ walzt im schweren Heavy-Rock-Gewand, hier macht sich der unterstützende Zweitgesang von Joey Mancaruso bemerkbar. „The Spine of Night“ beginnt zunächst mystisch obskur danach folgt die rasante ins Heavy/Speedtempo tauchende von ratternden Gitarrenriffs foracierte Abfahrt, zwischendurch sorgt pfundschwere Epic-Heavyness für Abwechslung.„The Portal Of Power“ bricht nach mystischem Einstieg in satte Speederuption aus, zwischendurch kurz mittels epischer Parts unterbrochen, ansonsten regiert überwiegend rasante Speedballerei. Mit dem knapp über Siebenminütigen „Rise Above The Light“ schwelgt spannungsvoll in heroisch epischen Pathosregionen.

Fazit: Um Längen besser als das vor drei Jahren noch unausgegorene Debüt liegt ein ambitionierteres Werk vor, das Lust auf mehr weckt. - Nicht schlecht, Herr Specht! 8,2/10