JOSEPH THOLL - It Might Be Art


VÖ: 12.06.2026
(High Roller Records) 

Style: Hard Rock 

Homepage: 
JOSEPH THOLL

Für griffig-pfiffige Hard Rock Musik ist JOSEPH THOLL von diversen Bands u. a. TRIBULATION, TYRANN, ROBEERT PEHRSSON'S HUMBUCKER und (ehemals) ENFORCER, bekannt. Entsprechend erfrischend erdig rockt sich 'It Might Be Art' ins Gehör. Was beim Vorgängeralbum 'Devil's Drum' noch etwas weniger flexibel klang, ist um einiges variabler geworden. JOSEPH THOLL der neben Gitarre und Gesang zugleich am Piano auf dem Zehntracker zu Gange ist, hat seinen Stil weiter ausgebaut, sprich intensiviert. Eingängige Riffstrukturen und Kreative Leadsoli sind prägendes Element, für dieses tolle Album. Zur Erreichung eines runden Gesamtergebnisses holte sich der Macher ein halbes Dutzend befreundeter Musiker ins Boot. Robert Eriksson von den HELLACOPTERS und Jakob Ljungberg der bei SECOND SUN aktiv mitwirkt, helfen unterstützend mit. Gastauftritte von befreundeten Musikern und -rinnen wie ROBERT PEHRSSON, TRIBULATION, TYRANN und SERPENT OMEGA geben dieser knackigen Hard Rock-Scheibe das notwendige Feuer.

Vergleichsweise zum 2019 erschienenen 'Devil's Drum' Erstling 'zeigt 'It Might Be Art' vielmehr als bisher das ungeheuer vielfältige im Künstler JOSEPH THOLL steckende Kreativ-Potential. Auf zackig nach vorn gehende Rocker vom Typ „New Dawn“ oder „Oh Madness“ folgt schleppend nachdenklich tempogedrosselt melancholische Verarbeitung eines moralischen Tiefs während „I'm in a Darkness“ geht es wieder kraftvoll rockig bei „Invocation By the Evening Star“ zu. Auch das gediegen balladesk beginnende „Walking“ weiß zu gefallen allem voran durch schrittweise Spannungserzeugung verbunden mit düsterer Melancholie. Dass der Titelsong qualitativ etwas abfällt ist schade, dafür frisst sich das dynamisch rockige den Guten Morgen kraftvoll begrüßende „I syrenes Tid“ auf Anhieb ins Gehör. „Rebirth“ steht für eine mystisch zelebrierte Auferstehung des zuvor gestorben zurück liegenden, somit rockt es sich bei „On Velvet Waves“ wieder abenteuerlich erfrischend. „The Burial“ mit dunklen Sakral-Orgelklängen eingeleitet weckt abschließend gehörig intensiv 70er-Jahre,Spirit, danach röhrt es satt Abenteuerlich Früh 80er Odeur einschließlich SISTERS OF MERCY-Prägung verteilend.

Fazit: Facettenreich wechselhaft düster melancholisch mit viel Raum für Kreativität ist JOSEPH THOLL ein starkes Zweitwerk gelungen, das bei Fans vielseitiger Hard Rock-Musizierkunst effektiv einschlagen sollte. Fazit: Guter Genre-Tobak! 8/10

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