CREMATORY - Greatest Hits (English Hymns & Deutsche Hymnen)

VÖ: bereits erschienen
(ROAR! / Rock Of Ages Records)
Style: Gothic Metal
Homepage:
CREMATORY
Die Gothic Metal Legende feiert 35 jähriges Jubiläum und da macht eine Best Of 12 Jahre nach der ersten Greatest Hits auch absolut Sinn.
Auf der ersten CD sind die englischen Hits wie die Klassiker „Eyes Of Suffering“, die absoluten Hits „Tears Of Time“ und Shadows Of Mine“ natürlich vertreten, aber auch solche Gassenhauer wie „The Fallen“ oder „Greed“ und „Pray“ sind auf so einem Album unverzichtbar. Besonders freut mich, dass es „Ravens Calling“ mit drauf geaschafft hat, das ist für mich ein absolutes Highlight. Aus dem neueren Repertoire der Band sind Inglorious Darkness“, The Future Is A Lonley Place“ oder auch „Destination“ eine absolute Top Auswahl, aber CREMATORY wären nicht CREMATORY, wenn es da nichts spezielles geben würde. So ist bei den englischen Songs mit „Born“ das neue Stück, das im Mid Tempo verdammt fett drückt, dank den Keys von Katrin aber auch die herrlichen und unverkennbaren Melodien der Band einschiebt. Die harten Riffs von Eolf Munkes, der pumpende Bass von Oliver Revilo sind geil, die Vocals von Felix Stass und das tighte Drumming von Markus Jüllich einfach grandios. Das Stück vereint Härte, Gefühl und Melodie gleichermaßen, so dass dieser Track klaren Hitcharakter hat. Neues Stück Nummer zwei ist „Wrong Side Of The Mirror“, hier treibt es erst mal gewaltig nach vorne, danach wird es etwas vertrackt, bis die Melodien einsetzen und mich direkt wieder packen.
CD Zwei sind die deutschen Hymnen und das sind auch solche, was kann ich mich an die unberechtigten Verisse erinnern, als das „Deutsche Album“ damals raus kam. Hier sind für mich auf jeden Fall „Ist Es Wahr“, „Ticktack“ oder auch „Kein Liebeslied“ wahre Hymnen, denen „Haus Mit Garten“, Tränen Der Zeit“, „Kommt Näher“ dank seiner elektronischen Elemente und auch „Das Letzte Ticket“ in nichts nachstehen.
Aber auch hier geizen CREMATORY nicht, sondern hauen mit dem sher elektronisch ausgerichteten „Blind“ ein neuer Track daher, der im Refrain klar mitgegröhlt werden kann und der mich sofort in seinen Bann gezogen hat. Auch neu ist das „Flammenmeer“, das auch gleich ins Blut übergeht, der Track treibt mal hart mal sanft nach vorne und wenn dann die süßliche Melodie mit den Vocals mit Felix zu einer Einheit verschmelzen, bin ich von den Socken.
Den Vogel schießen CREMATORY aber auf CD Nummer drei ab, hier gibt es das längst verschollene und bisher nur auf LP erschienene, erste Demo der Band und da war „Engulfed In Darkness“ erst mal sehr schwerfällig, atmosphärisch, bevor sich daraus rasanter Death Metal entwickelt hat. „Face The Unknown“ fuhr damals ein paar Melodien auf, um dann möächtig im Mid Tempo zu stampfen. Bei „Prophecies Of The Last Days“ steht Bass am Anfang im Verdergrund, hier und da wird mal flott drauf gedroschen, um dann mit geilem Drive vorwärts zu preschen und das steigert sich in klassischen Up Tempo Death. Das Highlight damals war auf jeden Fall „Burry All Life“, da erkannte man schon das Potential der Band, wie hieß es so schön, „Death Metal mit Keyboards“ zu vereinen und mancher wird es nicht glauben, hier waren sogar Blastbeats vorhanden.
Leider gibt es bei Best Of Platten keine Wertung, aber das ist ein Brett für alle alten und neuen CREMATORY Fans und alle, die es noch werden wollen, für mich gibt es hier das Prädikat „Besonders wertvoll“ und ich wünsche CREAMTORY noch viele Jahre in der Szene, die sich buchstäblich mitgeprägt haben.

