METALL - Chasing The Truth


VÖ: 30.04.2026 
(Iron Shield Records) 

Style: Heavy Metal 

Homepage: 
Iron Shield Records 

Ein wenig Ostalgie gefällig? Dann liegt ihr mit METALL genau richtig. Sieben Jahre nach 'Metal Fire' folgt der dritte Langdreher 'Chasing The Truth'. Individuell sind alle zehn Stücke auf gestrickt. „The Serpent's Ensemble“ fängt gediegen balladesk an, bis ein Hauch dunkler Horroratmosphäre andeutet, hier ändert sich was (!) und es anfängt metallisch zu werden. „Chasing The Truth“, mächtig Dampf machende Fetzer der Schiene „Dying Hope“ oder „Heaven's Burn“ zeigen, dass auch im Osten damals wie heute qualitativ wertiger Heavy Metal seine Heimat gefunden hat. Stark JUDAS PRIEST verdächtig erscheint „Lord of Flies“, atmosphärisch balledekes Feeling entfaltet „The Realm Inside“ zuerst bedächtig startend, sich im weiteren Verlauf zum kraftvollen Halbballaden-Monster steigernd. Auch mehr im Thrash Bereich wurzelnd treibende Geschwindigkeit fahrende Dampframmen vom Kaliber „Imminent Strike“ und „Solomon's Rage“ hauen wuchtig ins Mett. Damit wäre im Endeffekt schon viel über das Album gesagt.

Dank ausdrucksstarkem Organ von Vocalist Joel Stieve-Dawe bekommt jeder Song ein Prägesiegel mit unverkennbarem Wiedererkennungswert. Gebettet in ein kraftvolles Produktionsraster mengelt es weder an Dynamik noch Groove. Mit Blick auf die wechselhaft sich gestaltende Bandhistorie haben METALL ein erfrischendes Resultat vorgelegt, das alles beinhaltet, was von einer traditionellen Heavy Metalband erwartet werden sollte, wenn das Gesamtergebnis stimmig produziert wurde, das hier, liebe Freunde, ist echter Oldschool Metal! und „Heart of Steel“ obschon es vielleicht den Anschein weckt, kein MANOWAR-Cover sondern geballt formuliertes Statement für die Kraft des wahren Heavy Metal!

Fazit: Oldschool-Metal mit individueller Eigenstilnote, der keinen Anhänger geradlinig verzapfter Heavy Metal-Kost enttäuschen sollte. 7,5/10