ELVENKING - Rites of Disclosure


VÖ: Bereits erschienen 
(Reaper Entertainment) 

Style: Dunkoler Folk Power Metal mit Bombastanteil 

Homepage: 
ELVENKING

Kürzer wie gewohnt geht es bei der neuen ELVENKING zu Werke, was jedoch zunächst so erscheint, bleibt es aber nicht, da es sich um kein vorllständiges Album, dafür um eine Elf-Track-EP der immerhin auch schon knapp drei Dekaden im Bussiness mitwirkenden Folk Powermetalcombo aus Italien handelt; bombastisch düster folk powermetallisch gehen ELVENKING begrüßenswerter weise bei vorliegender EP weitaus mehr als zuvor Back to the Roots. 'Rites of Disclosure' beinhaltet knapp zweiunddreißig Minuten Spieldauer, bestehend aus fünf Eigentracks und sechs Coversongs. Erst mal die Eigenkompositonen, mal sehen, was geboten wird:

Erwähnenswert ist gleich mal der satt vorwärts gehenden Power Metal auffahrende Opener „Blizzards of Anger“, danach wird’s dunkel-Gothisch zugleich intensiv Bombast-Metallisch, anschließend kommt „The Past Is Forever“ - ein Song (einschließlich Violinenklängen im Hintergrund), der für mich stärkste auf dieser feinen Fünftrack EP, dessen Umsetzung so typisch ELVENKING ist, wie es solche Nummern im Endeffekt sein können. Abenteuerlicher Folk-Metal mit sattem Vorwärtsdrang, melancholischer zum Singen animierenden Hymnencharakter und einem Part, der sich perfekt zum Mitklatschen auf Live-Konzerten eignet.

„Arrival“ kommt dem KING DIAMOND-Original inklusive authentischem Gesang des Diamantenkönigs recht nahe, dafür schon mal Respekt. IRON MAIDEN zu Covern ist ein anderes Ding, das kommt beim schrecklich dünnhäutigen reichlich entstellten ziemlich blassen „No Prayer For The Dying“-Cover deutlich zum Tragen, beim CHILDREN OF BODOM-Cover knicken ELVENKING schon etwas ein, das ganze klingt mehr nach Folk-Metal denn sonst etwas, kommt dem Original trotz geschickt improvisierter Parts immerhin bedingt nahe. Mutig wird’s danach wenn sich „Man of Iron“ draufgepackt wird, eine tief unter die Haut gehende dem Genre Impuls verleihende Akustikperle, die sich dem Original adäquat anpassend, es natürlich nicht erreicht, Quorthon (R.I.P!) war, ist und bleibt einzigartig; sich anschließend einem SKYCLAD-Song zu widmen passt in vielerlei Hinsicht besser, die Wahl fiel hier auf „Salt Of The Earth“ („Another Man's Poison“), während „Prime Evil“ von VENOM keine allzu sehr glückliche Wahl gewesen ist.

Teil I: Äußerst gelungen, abwechslungsreich vielseitig, theatralisch, dunkeldüster filigran zugleich eingängig und harmonisch mit klarer Tendenz nach oben. 8/10
Teil II: Durchwachsen zwischen Hui und Pfui. 6/10

Aus der Gesamtsumme beider Teile ergibt sich nun dieses...

Fazit: Gelungene EP mit vielseitiger mal mehr mal weniger gelungener Kombination aus Eigen- und Coversongs. 7/10

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