EXTINCT - In Conspiracies We Trust

VÖ: Bereits erschienen
(MDD Records)
Style: Thrash Metal
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EXTINCT
Oldschool Thrash und zeitgemäßer Metalanstrich vermischen sich zu einer gut ins Ohr laufenden Suppe. Geprügelt wird reichlich, auffällig ist der starke Hardcore-Einschlag der Scheibe. Phasenweise ziemlich verspielt, dann wieder eingängig mit geradlinigem Zug nach vorne, legen EXTINCT ihr drittes Studioalbum 'In Conspiracies We Trust' vor. Handwerklich ist bei dem norddeutschen Vierer alles ok, allerdings könnte an der schwächelnden Lyrik künftig mehr gearbeitet werden.
So schön das Infoblatt dieses Album hochlobend anpreist, liegt es doch irgendwo zwischen Hop oder Top. KREATOR, MEGADETH, SODOM und eine immer durchblitzende Kante Hardcore-Anteil machen sich bei den Kielern bemerkbar, die neben brauchbarem Songmaterial ebensoviel belanglosen Genre-Standard liefern.
Orchestrale Arrangements geben dem Opener „The Conservative Reactionary Wokeness Strikes Back“ zunächst etwas Besonderes, danach beherrscht Thrash Metal mit kräftigem Schuß Hardcore-Einschlag das Geschehen. „Egoplasma“, das Geschwindigkeitsreduziert beginnende, danach Gewittersturmartig umschlagende „Enlightenment“ und „Seizure of Power“ bestätigen, dass dieser Thrash-Vierer aus Kiel etwas auf der Pfanne hat. Musikalische Durchschnittsthrasher wie „Wladon in Wonderland“„In Conspiracies We Trust“ oder „Bullshit Priorities“ sind technisch gesehen durchaus gute Handwerksarbeit, arttypischer Oldschool Thrash, erfinden jedoch das Rad nicht neu, die Inspirationsquellen hierzu sind und bleiben bekannt.
Fazit: Kein schlechtes Album, auch kein Überragendes. Sozialkritischer Thrash mit stellenweise ausgeprägtem Hardcore-Einschlag der saftig Arschtritte verteilend lyrisch ausbaufähiger ist. 7/10

