TOXIKULL - Turbulence

VÖ: 24.04.2026
(Dying Victims Productions)
Style: Stadion Hard Rock/Heavy/Speed/NWOTHM
Homepage:
TOXIKULL
Nach dem den Portugiesen TOXIKULL mit ihrem vor zwei Jahren innerhalb meiner TOP 20 Liste der stärksten Jahreshiglights als bestes Traditional-Metalalbum 'Under The Southern Light' landend eine faustdicke Überraschung gelang, liegen die Erwartungen hoch, ob sie dieses Resultat abermals erreichen geschweige wiederholen oder eventuell gar noch toppen? Mittels verlockendem simpel zugleich aussagekräftig den Blick auf sich ziehendem Coverartwork liegt schon mal optisch alles im grünen Bereich. Mal schauen, was die Musik dazu sagt.
Eines vorweg: Enttäuscht werden beinhart auf die Band eingeschworene Fans erneut nicht von TOXIKULL. Am allermeisten sind es wieder unbändige Power und Spielfreude, wodurch dieses Album sich in die Herzen seiner Fans rockt.
Mit Hochspannung unterziehe ich das Ding seinem fälligen Test, mal schauen, was kommt... „Midnight Fire“ startet gleich fett groovend in die Vollen gehend, beim Titeltrack „Turbulence“ wurde merklich Tempo zurückgefahren ehe krafvolle Gitarrenwände einsetzen. Lex Thunder schafft es mit charismatisch am Stadion Rock-Faible ausgerichteten Gesang zu fesseln. Bei „Dragon Magic“ offenbaren sich erstmals deutlich Schwächen, im Besonderen, wenn's extrem übertrieben theatralisch wird, wo selbst ein großartiger Sangesvirtuose wie Lex Thunder ins Straucheln kommend mehr als einmal unwiderruflich an seine Grenzen gerät.
Heroisch das Gänsehautmoment hervorbringende Parts sind ebenso auszumachen, prägnante Gitarrenakrobatik und klassisches Stadionrockflair ohnehin - dafür sorgen „Blessed By The Night“ (mit krachenden Gitarren und phasenweise hektischem Gesang), „Strike again“ oder „Hard To Break“. Mit „Dying Star“ kommt abermals ein unmittelbare Parallelen zu DEF LEPPARD, JUDAS PRIEST und KEEL hervorrufendes Powerballadenstück, während im Gegensatz dazu der schnelle Heavy/Speedfeger „Strike Again“ kräftig den Arsch versohlt mittendrin einen hammergeilen Faustreckpart integriert, ehe Schrittweise Fahrt aufgenommen in kraftvolle Stadionrockflair übergeht - das bisher beste Stück auf 'Turbulence', im knackigen Midtempostadtionrocker „Hard To Break“ schließt sich ein TOXIKULL-Hymnenkracher an, dessen Refrain sich (inklusive Faustreckgymnastik) regelrecht im Schlaf mitgröhlen lässt. „Burning Spark“ fängt vielversprechend an, verliert zwischendurch etwas die Luft, um gegen Ende noch kräftig Boden gut zu machen. „King Of The Hammer“ variiert geschickt zwischen Heavy-, Speed und Thrash mit Bezügen zu ProtoThrashigen JUDAS PRIEST, stellenweise an MERCYFUL FATE bzw. Diamantenkönig erinnerndem Gesangtimbre „Flames of Glory“ brettert zum Schluß noch mal unwiderstehlich fetzig schnell in die Gehörgänge, kombiniert den Vorwärtsdrang mit abrupt das Tempo runterschraubenden Riffs um in MelodicSpeed überzugehen. So viele Hymnen wie auf dem Vorgängerwerk gibt es diesmal nicht zu verzeichnen dennoch gehen hier noch am ehesten „Strike Again“ (Yeah, Yeah, Yeah!) und „Hard To Break“ als großartiger Stadion Rock/Metal-Hymnentobak durch.
'Turbulence' rockt furios, qualitativ immer noch nur nicht durchweg so stark, wie die Hymnenfabrik 'Under The Southern Sun'. TOXIKULL haben viele Bands ähnlichen Kalibers in die Schranken weisend, erneut mitreissenden Stadion Hard Rock und kraftvoll voluminös vertakteten Traditions Heavy Metal/Speed kombinierendes Gesamtergebnis geliefert, dass ihren Fans reinlaufen sollte wie Öl.
Anspieltipps: „Midnight Fire“, „Turbulence“ „Hard To Break“ und „Flames Of Glory“.
Fazit: Erneut starker Hard n' Heavy-Tobak, der jedoch gegenüber dem Debüt leichten Abstrich verzeichnen muss. Rockt weiter nachhaltig und straight. 8/10

