NAUTILUS - A Castle Full Of Secrets


VÖ: 10.04.2026
(Sireena Records) 

Style: Prog Art Rock 

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NAUTILUS

Der Bandname NAUTILUS erinnert an gleichnamiges U-Boot von Kapitän Nemo, vom Urheber dem französischen Schriftsteller Jules Verne ist die Musik nicht sehr weit entfernt, inspiriert durch dessen Schaffenswerk, führt das Album in die Gebirgswelt der Karpaten, wo sich in majestätischer Höhe die Ruine eines alten Schlosses erhebt, Gespenster im Verborgener Schattenwelt ihr Unwesen treiben.

Ein Schloß voller Geheimnisse vollen NAUTILUS ihren Fans präsentieren. Als Vorlage für den Inhalt vorliegenden Tonträgers diente das Buch „Ein Schloss voller Geheimnisse“ von Bestsellerautor Jules Verne. So anspruchsvoll die Literatur geht es auch bei NAUTILUS zu. „Twilight in Wonderland“ markiert den geheimnisvoll sehnsuchtsvoll ins Abenteuer driftenden Anfang, Keyboardsilhouetten im Stile von „Smoke Above The Castle“, „Sleeping Beauty“ und „Vampire Cathedral“, hüllen alle elf Kompositionen verträumt nachdenkliches Flair. „In The Last Days Of Empathy“ entschwindet hinter dichter Nebelwand. Handwerklich so professionell arrangiert, führt der Albumrelease Anhänger ins Gewirr progressiv ausgefüllter Synthieklanglandschaften, wo schon mal ein Wolf heult, platschende Schritte im Fluß, Spaceeffekte, Sprechparts, Chöre, Sturm und Blitzeinschläge Realität werden.

Seit 1998 bestehend zunächst als Duo unterwegs wurde später weitaus mehr daraus, es entwickelte sich eine auf Märchen und Abenteuer-Konzept basierende nach vorausgegangener Entwicklung im Avantgarde Prog-Rock-Sektor aktive Band. Seit 2020 im konstanten Line Up bestehend aus Bandgründer/Urmitglied Martin Ludwig, Ludwig, der als Hauptkomponist hinter allen Titeln stehend zusätzlich Keyboard, Gitarre und Samples in das Geschehen mit einbringt, Jürgen Dürrbeck (Keyboard), Werner Strätz (Gitarre), Meiko Weigel (Bass, Gesang,Voice-Samples) und Elmar Darimont, der Track 1, „Twilight in Wonderland“ stimmlich veredelte.

Im anspruchsvoll zwischen ALAN PARSONS PROJECT, HAWKWIND, MIKE OLDFIELD, PINK FLOYD und TANGERINE DREAM sich bewegenden Kosmos rotiert hier ein interessantes auf 70 Minuten gedehntes Rock-Album, dessen gefühlt vier bis Zehnminütiger Inhalt seine Anhänger weitgehend fesselt, neugierig macht, fasziniert, sicher zwischen verwinkelte Ecken, durch geheimnisvolle Ortschaften vorbei an zwielichtigen Pfaden mit verschlungenen Wegen sich ans Ziel geleitet. Von GROBSCHNITT-Mitbegründer Eroc produziert, entpuppt sich das Album als abwechslungsreich spannende Vielseitigkeitsreise durch die fesselnd geheimnisvoll abenteuerliche Welt von Märchen, Legenden, Mythen, Fantasyepen und Sagen.

Fazit: Sensitiv fühlens- und erlebenswerte Märchen/Mythen/Sagen/Fantasy-Synthie Rock-Musik deren Inhalte den Geist sanft in andere Welten lenkt, ohne sich selbst zu kopieren. Großes Kopfkino auf spannend intensiv zeitlos erhabenem Level. 9/10