SOLNEGRE - Anthems For The Grand Collabse

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VÖ: 03.04.2026
(Meuse Music Records) 

Style: Atmosphärischer Doom-Death

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SOLNEGRE

Verträumt tief in andere Welten eintauchen lassende Klangcollagen, fusionieren mit Epischer Trägheit, elegant geschwungener Melodiestrukturvielfalt und massiv raumgreifender Sphärendoomlastigkeit. SOLNEGRE lassen auf ihrem zweiten Longplayer 'Anthems For the Great Collapse' intensiv unter die Haut gehende Musik sprechen. Einsamkeit, innerer Seelenfriede, bewusste Wahrnehmung des menschlichen Seins, lauten die Inhalte einer in mehreren Teilen sich aufgliedernden Reise, von denen jeder allein für sich schon ein Kunstwerk darstellt. Harrsche Deathgrowls, heroische Zwischenpassagen und rauhe Kantigkeit geben diesem Siebentrackling reichlich Würze, um sich für Größere Taten weiter zu empfehlen.

Weiblicher Gesang bei „For all That I Have could been“ und schleppende Trägheit  die in monolithische Doom-Heavyness umschlägt, zeigen wie fantasievoll und tonnenschwer Heavy Atmosphärischer Doom wirkt. Beim Zweiteiler „A Path Of Aloneness Part I und II“ bleibt Platz sanfte Seiten der Seele im Ozean gefühlter Melancholie tauchend mit zauberhafter Melodie umhüllt zu massieren.„Annihilation of The Self“ erzeugt mittels apokalyptischer Sprechpassagen soviel düster melancholische Aura, deren Intensität sich im weiteren Verlauf des über Zwanzig Minuten-Langriemens erheblich steigert, und zum Ende  in melodische Sphären gleitend, verklingt.

Von einer Schnittmenge zwischen ANATHEMA, PARADISE LOST, MY DYING BRIDE, THE GATHERING, HYPOCRISY oder NOVEMBERS DOOM liegen SOLNEGRE nicht allzuweit entfernt. Schwächen auf lyrischer Ebene verhindern den Anflug in hohe 9er Wertungsbereiche des spanischen Vierers, dem ein mehr als respektables Zweitwerk gelingt, das schon mehr als andeutet, wieviel großartiges Potential in der Band steckt, das künftig lyrisch mehr ausgebaut werden muss.

Fazit: Raumgreifendes Atmosphären Doom-Death Metal-Gebräu, dem noch so etwas wie der letzte Feinschliff zum Aufstieg in höhere Ligen fehlt. 7,5/10