KRÖWNN - Santa Somnia

VÖ: Bereits erschienen
(Subsound Records)
Style: Doom
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KRÖWNN
Auf 'Santa Somnia' dem dritten Streich der italienischen Doomer aus Venice der italienischen Doomer KRÖWNN regiert dunkel mystisch majestätisch schleppender Traditionaldoom, dessen kauziges zugleich intensives Flair allen fünf Haupttracks zwei Intros und ein Zwischenintermezzo-Part inbegriffen, beständig im Takt mitgrooven lässt. Tonnenschwere Riffgewalt, Leadsoloschleifen, kraftvolles zugleich schepperndes Drumming, pumpende Bassriffakkorde geben diesem gerade mal 39:43 Minuten laufenden Silberdeckel Form und Inhalt. An Substanz fehlt es dabei ebenso wenig wie zugehörig spannungsvoll gestalteten Übergangsmomenten. Demzufolge liegen KRÖWNN schon mal gar nicht allzu weit von Kapellen wie SAINT VITUS/ TROUBLE, COUNT RAVEN oder PENTAGRAM entfernt.
Michele 'el Lello' Carnielli singt ausgesprochen kauzig, die Gitarrenriffs braten intensiv auf's Geweih drückend, das goldene Händchen für epische Strukturen ist den seit 2012 aktiven nach nunmehr sieben Jahren ihr drittes Longplayalbum herausbringenden Italienern löblicherweie nicht abhanden gekommen und das KRÖWNN keineswegs allein für schleppend vor sich hin mäandernden Doom stehen, zeigt „Skullknight“, wo dann auch mal durchweg der flotte Gang eingelegt wird, ehe sich in „Moriredormiere“ ein durch rumpelnden Riffs, in tiefschwarzer Melancholie getünchtes viel Spannung erzeugend mittels gehaltvoll spannendem Wendepunkt inklusive forcierter Taktfrequenz aufwartend gedehntes 8:02 Minuten Epos anschließt, das neben dem ebenfalls gedehnten ebenfalls von bruzzelnder Gitarrendynamik packenden Loops, flirrenden Leadsoli, rasanten Ryhmustempo-Wecheln und kraftvollem Drumming bestimmten 6:50 Minüter „The Old Blood“ im Fokus einer stimmungsvoll auf Wegen zwischen Depression, Hoffnung, Verzweiflung, Melancholie, Trauer und Erneuerung wandelnden Scheibe steht. „Permadeath“ rumpelt danach brachial powerrhythmisch in tempogesteigerten zwischendurch mal Bremsklötze einstreuenden Format um das Tempo anschließend erheblich zu forcieren, wie es auch PENTAGRAM oder TROUBLE zu ihrer Frühzeit kaum besser könnten. „Respawn“ bewegt sich nocheinmal auf gemächlicher Ebene, ohne den Faden zu verlieren.
Fazit: Fesselndes Traditional Doom-Kraftfutter wandelnd auf Pfaden von SAINT VITUS/TROUBLE/COUNT RAVEN/PENTAGRAM deren Level in der Tat ohne sie zu kopieren erreicht wird. Fein abgeschmeckt hingebungvoll Melancholischer Düsteremotional-Doompunch aus dem Stieffelland! 8/10

