THE NEPTUNE POWER FEDERATION - Mondo Tomorrow


VÖ: 10.04.2026
(Cruz Del Sur Music)

Style: Classic Hard Rock/Metal/Punk/Rock n' Roll und vereinzelt Glam Rock 

Homepage: 
THE NEPTUNE POWER FEDERATION

Wie liesse sich der musikalische Inhalt einer derart schrägen Combo wie THE NEPTUNE POWER FEDERATION direkt beschreiben? Räudiger MOTÖRHEAD-Charme trifft satt knallendes Punkfeeling, Rock n' Roll und Metalreferenzen. Seinem Erfolgsrezept ist der durchgeknallte Down Under-Fünfer treu geblieben, mehr noch: Auf das heftig experimentielle nicht immer durchweg zünden wollende Vorgängeralbum 'Good Night My Children' folgt nun eines, dass wieder um ein vielfaches direkter zu beschriebenem Stil hinführt. Fordernd, eingängig, direkt lautet die Devise. Screamin' Lotz Sutch weiß genau, wo's langgeht, zielstrebig drückt das öfter einen Schuß Glamrock beinhaltende Songmaterial auf die Zwölf.

'Mondo Tomorrow', Album Numero Sieben der Australischen Hopefuls ist wieder gespickt mit fetten Abreissern, dreckigem Rock n' Roll und kernigem Gitarrendrive. 37:29 Minuten tobt mächtig der Bär – Party bis nichts mehr geht und keiner mehr steht. Dafür garantieren der zunächst von düster Okkultsphärenlastik umhüllte in bester RUNAWAYS/ROCK GODDESS/GIRLSCHOOL-Tradition stehend loswummernde Titeltrack- Rock n' Roller von Titeltrack „Mondo Tomorrow“, dem sich in „The Grip Of Death“ ein krachender Hard Rocker im Stile bewährter 70er/80er Hard n' Heavy-Heldencombos (KISS, GOLDEN EARRING, DEEP PURPLE, BLACK SABBATH) dem von unterschwelligem HAWKWIND-Flair und knorrzig arschtretender Punkkante zusätzlich ergänzt wird, anschließt, „In The Bones Decay“ rumpelt kompromisslos brachial eingäng nach vorne gehend mit irrsinnigem vom Start weg packendem Drive. Frontfrau Screamin Loz Sutch präsentiert sich mit ihrer energiegeladenen Neptun Power Federation in Topform.

SWEET, STATUS QUO, SLADE und natürlich MOTÖRHEAD-Spurenelemente sind ebenfalls dickflüssig vorhanden, die zwischendurch auf Düsterrockig epischen DANZIG-Vibe dessen Aura sich mit doppelt vertärkten JERRY LEWIS -GreatBallsofFire-Einschüben paart, feststellbar spätestens bei „And The Bones Decay“. Der tempogedrosselte Grooveknaller „Living In The Gutter“ führt einschließlich markantem Grundriff erneut zu den prägnanten selbst über 70 Jahre immer noch prägenden Pioniertaten der frühesten Rock n' Roll-Protagonisten zurück, gewürzt mit einem unterkühlten Touch gegenwärtigem Postpunks einschließlich siedend heißer Lavablues-Eruptionen und Hippiesken Gesängen.

„Mind Controller“ rockt in prägnanter AC/DC-Manier, ehe bassgroovende JOAN JETT-Gedächtnispassagen und ein an den JUDAS PRIEST-Evergreen „Living after Midnight“ erinnerndes Leadsolo folgen. Dem gebotenen schließen sich die Rock n' Roll mit krachendem Postpunk, Glam Rock, Spacerockversatz und kantigem Hard Rock verschmelzende Nummer „Cybernetic Times“, ein blueslastigen Rock, HAWKWINDSCHE'S Spacerockflair und Classik Hardrock mit Blickrichtung KISS/early JUDAS PRIEST aufeinanderprallen lassendes „Rhapsody In Blue“ und „The Barbarian Dominion“ als mehr in Richtung dunkelblueslastiger THE DOORS tendierender fette Rockvibes nach allen Seiten austeilende Abschlußgroover mit eingewobenem Nostalgiepart problemlos an. Durchgedrehter als Australiens Finest auf dem traditionellen Rock/Classic Hard und Rock n' Roll sektor THE NEPTUNE POWER FEDERATION es zelebrieren, lässt sich für soviel Bock auf Rock auslösend knackig-erdiges 70er Classic- und Spacerock-Feeling kombiniert mit vereinzelt (wenn auch selten) durchscheinendem 80er Hard n' Heavy-Sound nicht kombinieren. Schön das T.N.P.F. wieder zu alter Stärke zurück gefunden haben! 

Authentisch abgefahren ehrlich schräg kompromisslos zwischen die Augen mit purer Rock n' Roll-Energie angetrieben von intensiver Leidenschaft – das macht THE NEPTUNE POWER FEDERATION unvergleichbar in jeder Hinsicht einzigartig und so darf es gerne bleiben. 

Fazit: Hochexplosives Classic Rock/Hard Rock/Rock n' Roll/Punk-Elixier mit unwiderstehlich durchschlagender Wirkung! 9/10