METAL CHURCH - Dead To Rights


VÖ: 10.04.2026
(Rat Pak Records) 

Style: Heavy Metal/Power Metal/Thrash 

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METAL CHURCH

Ohne Bandgründer Kurdt Vanderhoof würde es METAL CHURCH nicht geben, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Der Bandmastermind hält seine kampferprobte Metal Kirche trotz immenser Schwierigkeiten innerhalb der vergangenen zwei Dekaden weiter effektiv in Schuß. 'Dead To Rights' das vierzehnte Studioalbum bestätigt erneut, wieviel harte Arbeit darin steckt.

Zusammen mit Rick van Zandt an der zweiten Axt, EX-MEGADETH-Bassist Dave Ellefson der nun für METAL CHURCH das Langholz schwingt, FIFTH ANGEL/ FLOTSAM & JETSAM-Drummerkoryphäe Ken Mary und TRAUMA/DARK ARENA/Ex VICIOUS RUMORS/EX-TWO HEADED BEAST-Stimmband-Malträtierer Brian Allen komplettieren das momentan aktuelle METAL CHURCH Band Line Up, das hoffentlich längeres Haltbarkeitsdatum hat als die Vorgänger.

So arschtight geradewegs zwingend wie auf 'Dead To Rights' haben METAL CHURCH bei Killern wie „Brainwash Game“, „F.A.F.O“, „Deep Cover Gitarrendrive Shakedown“ oder „No Memory“ gepflastert mit diesem für METAL CHURCH so stilprägend kernig fetzigen Gitarrendrive hat die Vanderhoof-Truppe lange nicht geklungen, was wohl kaum allein der fetten Produktion geschuldet sein dürfte; vielmehr sind es klug durchdachte Songstrukturen, die genau wieder spiegeln, wofür der Name METAL CHURCH seit Bandgründung steht: - Schwere teils hart schreddernde Riffs, kraftvoll dynamisch rollende Gitarrengrooves, rasante Rhythmus-Tempowechsel, furios fesselnd explosive Leadsolieruptionen, hymnenhafte Facetten, rauer dennoch intensiv unter die Haut gehend heroischer Gesang mit heftigem Nachhall, gefasst in packende Übergänge voller Hymnenhaftem Flair in feine Melodiebögen umschlagend, bauen immense Spannung auf.

Sicher werden sich am Zehntracker wie bei den Alben zuvor heftig Gemüter spalten, - sei's drum. „Feet to Fire“ nimmt abrupt zwischendurch alles Tempo raus, um es danach kraftvoll anzuziehen. Im Rennen mit dem doch mindestens eine Spur schwächeren 'Congregation of Annihilation'-Release' von 2023 hat 'Dead to Rights' die Nase vorn. „Blood and Water“ groovt entspannt blueslastig, hat genau den irrsinnig heroisch melancholischen Touch weg, der schon immer bei METAL CHURCH seine Berechtigung hatte. Hier dreht sich ein Album im Schacht, das nicht durch astronomische Kreativität besticht, dafür sich näher demzufolge unmittelbarer an den Bandwurzeln orientiert als die von Kurdt Vanderhoof geführte METAL CHURCH es innerhalb der letzten zwei Dekaden je war. Die US-Metal-Institution gibt imposantes Beispiel, dass ihre seit jeher vorhandene Mischung aus Heavy-, Power Metal und Thrashversatz seit den 80ern unter dem Spartenbegriff US-Metal zusammengefasst - immer noch funktioniert.

METAL CHURCH haben sich ihrer wichtigsten Stärke besonnen, jegliche Form von Spielerei oder überflüssigen Bombast über Bord geworfen, gehen extrem tief zurück zu ihren Basiswurzeln, bleiben ungekünstelt ehrlich durchweg scharfe Zähne zeigend über alle Maßen beissend rebellisch; ruhigere zum Nachdenken anregende Parts garantieren Abwechslung u. a. „The Show“ oder „My Wrath“, ehe das Inferno losbricht. 'Dead To Rights' liefert genügend Beweis, warum METAL CHURCH unbestreitbar zu den wichtigsten überdies zuverlässigsten Konstanten des US-Metal-Sektors zählen. Knapp von einem vollständigen Meisterwerk entfernt, jedoch für METAL CHURCH ein verdammt wichtiges Album.

Fazit: Keine Frage, sondern Fakt: In dieser Metal Kirche wird das Evangelium schwerer Stormgitarrenmusik hingebungsvoll zelebriert - Kantig, schonungslos brutal, hart, rebellisch laut und explosiv, - ein Fest für eingefleischte US-Metal-Maniacs! 8,7/10