SIEGE PERILOUS - Becoming The Dragon


VÖ: 27.03.2026
(Chrunchtronic Records) 

Style: Zeitgemäß produzierter Epic Metal mit Power Metal-Anteilen 

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SIEGE PERILOUS

Konnte der 2024 in EP-Form produzierte „Ruf des Drachen“ (Call of The Dragon) mächtig Eindruck schinden, folgt nun das erste vollständige Longplayalbum der in Evans (Colorado) beheimateten US-Epic Metalband SIEGE PERILOUS.

Stilistisch ist sich die irgendwo im Schnittmengenfeld zwischen BATTLE ROAR, ETERNAL CHAMPION, GATEKEEPER, IRON MAIDEN und RHAPSODY OF FIRE sich wiederfindende US-Epic Metalband SIEGE PERILOUS auf ihrem Full Length Debüt dem eingeschlagenem Weg konsequent folgend treu geblieben. Inhaltlich geht es um ein als Prophet geborenes Kind, ein Drachen zu werden, den sie geschworen haben, zu zerstören. Paradoxe Form von Build to Destroy?

Gewissermaßen ja. Spannung weckt das düster-melancholische Intro „Overture“. Statt unmittelbar direkt in die vollen zu gehen, beginnt „Ancient Rite“ verspielt episch ehe galoppierende Riffskaskaden und heroischer Gesang folgen. „As The Dragon Falls“ tendiert zum klassischen mit Orchestralem Bombast unterstützten Power Metal, von galoppierenden Gitarrenakkorden vorwärts getragen, schließt sich das heroisch-epische „Child of Prophecy“ an, dem in „Shattered Mirage“ noch ein durch gesteigerte Bombast-Epik, Melodie und Melancholie aufgewerteter Heroic Track folgt. „Chieftain“ baut das Theatralik-Spannungsmoment aus, „Cut Down“ hingegen deutlich das Geschwindigkeitslevel. Gastauftritte von Fabio Lione (RHAPSODY/ANGRA) und Kristin Starkey (TWILIGHT FORCE) verleihen der Dramaturgie-Handlung mehr Kick, werten die Qualität der Scheibe zusätzlich auf.Daran ändert sich selbst im knapp achtminütigen Schlußfinale „Eschaton“ nichts. Handwerklich ist das Ding einschließlich zugehöriger Basis wirklich gut umgesetzt.

Mit „Becoming The Dragon“ gelingt es bedingt durch zeitweise bei extremeren Theatralikpassagen heftig an seine Grenzen kommenden Gesang nicht den Status der phantastischen 2024er EP zu halten geschweige daran zu kratzen, weil das lyrisch feine, Bombastreich ergänzte Material oftmals nicht so zwingend rüber kommt, wie es gemessen am dahinterstehenden Albumkonzept sein sollte.

Fazit: Zeitgmäß produzierter Orchestral-Power Metal mit feiner Story, dafür klarem Qualitätsabstrich im Gesang und mangelnder Durchschlagskraft. 6,3/10