RADIAN - Subterfuge


VÖ: 20.03.2026
(El Burno Records) 

Style: Psychedelic Stoner-Sludge-Doom 

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RADIAN  

Das Psychedelischer Stoner Sludge-Doom keineswegs zahnlos ist, zeigt schon der kraftvoll walzende seinem Titel ad absurdum führende Einsteiger „Toothless Wolf“, dem sechs weitere gern heftiger am Temporad drehende Sludge-Doom-Walzen folgen, deren über weite Strecken angenehm ins Gehör laufender Klartongesang markantestes Markenzeichen von RADIAN darstellt einer vierköpfigen aus den USA (genauer: Akron Ohio) kommenden Sludge-Doom-Band, die fleißig ihre Hausaufgaben in Bezug auf's Genre gemacht hat. Das wird gerade an „Spiraling Ash“ deutlich, wo nach abrupter Tempoforcierung urplötzlich mitten drin das Tempo in schleppendes Doomfaible übergehend rungefahren wird. Spätestens mit dem zehnminütigen Sphärenmonster „Fathom“ entwickelt sich dann so richtig psychedelisches Feeling, was zeitweise in Richtung KYUSS, LAKE OF TEARS oder umschlägt – Kapellen deren Alben dieses hier schrittweise annähert, was an schrittweise vollführter Steigerung des Heavynessfaktors in Kombination zur Tempoerhöhung und aggressivem nicht mehr widerstandslos ins Ohr gehgendem sich mit Klartonstimmband-Akrobaik wechselnd heißerem Gesang erkennbar wird. „Etherial Thirst“ knallt mit pumpenden Gitarrenrhythmen die unmittelbaren Hang zu Faustreckdynamik gehen, sofern diese Nummer Live aufgeführt werden sollte. Qualitätstechnisch wie inhaltlich bewegen sich die restlichen drei Tracks „Etherial Thirst“, „William“, „Suberfuge“ und „Fluidity“ in recht ähnlicher Schnittmenge.

Fazit: Alternativelastig verspielter Sludge Doom der etwas anderen, elegant geschwungen beissend räudigen ziemlich nachhaltig dennoch ungewohnt leichter verdaulich als im Regelfall bei Sludge-Doom-Alben ins Ohr gehender Art. 8/10