WASTELAND CLAN - A New Era

VÖ: 13.03.2026
(Lucky Bob Records)
Style: Heavy Metal/Thrash Metal
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WASTELAND CLAN
Eine Neue Ära lautet der Titel des WASTELAND CLAN-Zweitlings 'A New Era' übersetzt, das klingt vielversprechend. Nun, drei Jahre liegt deren Debüt 'The End Of Time' zurück. Am eigens gewählten mehr zeitgemäss ausgerichteten und produzierten Melodic Heavy/ Thrash-Stil hat sich im Prinzip überhaupt nichts geändert. Nummern wie „All For One“ vereinen epischen Abenteuerspirit, flotte Stakkatorhythmusattacken, melodische Metalgroovepassagen und Thrashfaible fließend. Beim WASTELAND CLAN hüpft der Takt, rollen Serienweise Beats, integrierte Gangshouts und kraftvoll monolithische Riffs lassen bei diesem fett auf Transparentklarsound setzenden Album für ihre Fans nicht viel zu wünschen übrig.
Wie konsequent sich die Band weiterentwickelt hat, zeigt sich ebenso deutlich daran, dass sie u. a. Bühnen mit SEPULTURA, TESTAMENT, ARCH ENEMY, OVERKILL, DIRKSCHNEIDER, RAGE oder SUICIDAL ANGELS teilte...
Alle Songs bewegen sich etwa zwischen drei bis fünf Minuten, wodurch unnötige Längen ausgespart werden, was dieser von druckfrischer Produktion, knalliger Tempodynamik und Jessabell Blake's markant wechselhafter sowohl Cleangesang wie harrsche Tonlagen rausbrüllender Stimme. „Stronger Than Ever“ kommt direkt auf den Punkt, ehe abrupt progressiv das Tempo rausgenommen in Stampfryhthmus übergegangen wird, „Survive This Night“ groovt geradlinig ehe in flotten Thrash anschließend in Heavy Metalmodus umgeschaltet wird. Besonders beeindruckt der Spagat zwischen postapokalyptisch-Fiktonaler Atmosphäre, dem Kampf gegen Ungerechtigkeit, Tyrannei auf der Welt und Zurückfinden zu emotionaler Stärke.
„Burn In Hell“, „Jekyll and Hide“ oder „Unleash The Demon“ bewegen sich ungefähr im beschriebenen Schnittmengenfeld, womit eigentlich alles gesagt wäre. Zugegebenermaßen tue ich Oldschoolmaniac mir ziemlich schwer mit der ekligen, phasenweise arg plastischen Produktion, dieses Album zu Reviewen ist in der Tat ein Kampf, dennoch ziehe ich vor dem, was die Band hier vorlegt den Hut. Das Songmaterial wirkt etwas professioneller als auf dem 2023er 'The End Of Time'-Debüt. Das zeigt sich ebenso am kraftvollen Schlußbrecher „United in Metal“, der sowohl schleppend epischer Ausrichtung, satten Powergrooves und forcierten Thrashgewittern mit harrschem zeitweise doch immens verzerrtem Shouting Platz einräumt, ebenso den Fokus auf Filigrane Songkonstrukte legt. Ich würde mir diesen Tonträger nicht zulegen, gebe jedoch für's Fanklientel folgenden Tipp im... Fazit: Anhängerschaft mit Faible für zeitgemäß abgemischt produzierten, dem Digitaljahrhundert angepassten Metal/Thrash Metal, sollte dringend reinhören. 7/10

