EVILDEAD - The Underworld


VÖ: 27.03.2026
(Steamhammer)

Style: Oldschool Thrash

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EVILDEAD

Nachdem bereits das Debüt seinen Weg hierher fand, war auch der Anninhilation of Civilizaton-Nachfolger 'The Underworld' als Rerelease aufgestockt durch Live-Bonustracks fällig.
Schlug der EVILDEAD-Erstling 1989 'Annihilation of Civilization' wie eine Bombe in der allmählich ihre Vorherrschaft verlierenden Thrashszene ein, schaffte der zwei Jahre danach erschienene 1991er Zweitling, 'The Underworld', es leider nicht ganz, den vorgelegten Status zu halten, bleibt dennoch als Release mit dem Prädikat gut zurück, was mitunter der unerwartet progressiven Stilistik geschuldet sein mag, wodurch ein Teil der Wucht vom Debüt Flöten ging, obwohl das Album ebenso seinen Reiz besitzt, dafür sorgen schon der tonnenschwer schleppende Grower „The Hood“, „The Underworld“ oder „Labyrinth Of The Mind“. Über das SCORPIONS-Cover „He's a Woman, She's a Woman lässt sich geteilter Meinung sein, m. E. nach passt sich das dem Gesamtnivau der Scheibe gelungenerweise an, zumal Gitarrenryhthmen und Klartongesang etwas schneller gezockt allerdings nicht all zu sehr weit vom Original entfernt liegen. 'The Underworld'  bestätigt das im Vorgängerreview bereits festgehaltene.

Wären beide Alben drei bis vier Jahre früher erschienen, könnte der Name EVILDEAD auf dem Thrash-Sektor allein durch das 'Annihilation of Civilization'-Debüt heute in aller Munde sein. So hingegen krebst die Band weiterhin im Underground herum und muss zweier Szenekompatibler Nachfolgescheiben ('The Underworld') und der im Pandemiejahr 2020 entstandenen Kampfansage 'United States Of Anarchy' hart darum kämpfen, im Gespräch zu bleiben, obwohl mit Anstieg der Thrashsezene weltweit durch zunehmende Popularität von US-Acts Marke ANTHRAX, EXODUS, OVERKILL, TESTAMENT, SLAYER etc., ebenso durch Erfolge Szeneprägender Euro-Thrashacts (vornehmlich aus dem Teutoneland KREATOR, SODOM, DESTRUCTION, TANKARD), der Bekanntsheitgrad ein wenig angestieg. Die zwei als Bonus hinzugefügte Livetracks machen ebenfalls keine schlechte Figur.

Fazit: Auch diese Neuauflage darf überzeugten Thrash Metalfans als Kaufempfehlung nahe gelegt werden. 8,2/10