TEMPLAR - Conquering Swords


VÖ: 27.02.2026
(Jawbreaker Records)

Style: Heavy Metal 

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TEMPLAR

Endlich mal wieder Schwedenstahl alter Schule von einer jungen hungrig wilden Truppe aus der schwedischen Hauptstadt Stockholm. TEMPLAR lassen gleich nach stimmungsvollem Intro „Gates of Angmar“ überhaupt keinen Zweifel daran, dass Kapellen wie HEAVY LOAD, GOTHAM CITY, JACKWAVE, GOTHAM CITY, OVERDRIVE oder TYRANN zur Zeit verstärkt im Kommen sind, was überaus begrüßenswert ist. Von einer Art 'Revival' zu sprechen ist dabei nicht übertrieben.

Hell Yeah! Das ist METAL für Leute wie meinereinen! Rasante Gitarrenabfahrten, rumpelnde Bassläufe, taktsicheres Schlagzeugspiel (wo das Schlagzeug nicht nach fu..in' Drumcomputer klingt!) gebettet in heroischen Gesang dem Hymnenhaft ausgerichteten Material reichlich Würze gibt, obwohl dessen Timbre auch seine Eigenheiten besitzt. Das oftmals treibend schnelle Schema bildet ebenso Grundlage für ein wahrlich respektables Debüt, das mitreisst, packt und begeistert, zumindest sollte dies für Metallerschaft gelten, die sich wie das rezessierende Individuum Oldschool-Fanklientel des wahren Heavy Metal-Undergrounds zurechnen lässt.

Trotz viel Hang zu flotter Speedattacke („Excalibur“, „Rainbow's End“, „Exiled in Fire“) hat das Album seine epischen Momente, spätestens, wenn „The Sorceress“ ihre Kräfte wirken lässt. Wie sehr Englands NWOBHM nach Schweden rüberkam, zeigt sichfrüh bei „Witchking“ dessen markante Riffs durchaus an BLITZKRIEG/ SATAN denken lässt. Bezaubernde Melodieführung, fesselnde Songstrukturen, langsamer, sich zunehmend schrittweise steigernder Songaufbau, ab der Hälfte von gediegen träge sich regelrecht in einen Rausch hinein spielendes Tempo umschaltet. Traumhafte Twinleadsoli fehlen ebenso wenig. Majestätisch galoppierende Classic Heavy Metal-Bretter wie „Trident“ oder „Conquering Swords“ machen dieses Album für mich zum puren Genuss. Upsi! Ertappe mich beim Luftgitarre spielen. Frühlingsgefühle? Wer weiß? Das sind Hymnen, die ins Blut gehend, Faustrecken, Hörnergabel zeigen und innerliches Wohlgefühl erzeugen. Bei den gedehnteren Tracks „Shipwecked“ und „White Wolf“ geht der Scheibe am Ende ein wenig die Luft aus, dafür sorgt der spannungsvoll epische nocheinmal alle TEMPLAR-Stärken bündelnde Titeltrack „Conquering Swords“ für prächtigen Abschluß.

Fazit: Packender Heavy Metal im Schweden Oldschool-Style, wie ich ihn liebe! Rasant, heavy, druckvoll, melodisch, von feinem Hymnenflair beseelt. Pure Underground! 8/10