HOAXED - Death Knocks


VÖ: 13.02.2026
(Relapse Records)

Style: Dark Okkult Rock/Metal

Homepage:
HOAXED

Doom, Post Punk, Grunge und Metal ergeben eine recht wilde Mischung der sich das Portland-Lady-Trio HOAXED auf Death Knocks bedient. Heftig Kontrast zum charismatischen Klargesang von Kat Keo bildet der zwischen Hochtönend hell bis falls erforderlich in beastialisch derbe Growlfrequenzen ausartende Zweitgesang von Bassistin April Dimmick, zeiweise überkommt mich das zuweilen Gefühl, hier ein Konzeptalbum zu reviewen, dessen Inhalt noch nicht ganz ausgegoren scheint.

Bei genaueren reinhören spätestens ab dem Dritten Song widerlegt sich dieser zunächst den Anschein erweckende Eindruck von selbst. Umso mehr macht sich der sich prägend herausschälende aus dem Metal-Sektor kommende Einfluss von Bassistin April Dimmick deutlich bemerkbar, auch der Tiefenfaktor eines gehalt vollen Tonträgers kommt exzessiv zum Tragen. Beispiel geben der unwiderstehlich kompakt zuschlagende Groovehammer „Promised To Me“ , „Looking Glass“ (als spannungsvoll heroisch okkult-Horrorlastiges Zwischenspiel), oder die düster melancholische von Pferdegewieher und Schwertklängen eingeläutete Epic-Nummer „The Fallen“ wo es zeitweise intensiv heroisch, ebenso von beissender Sphäre umrahmt mächtig auf's Tempodrückend zugeht. „Dead Ringer“ hüllt sich in mystischen Obskuranstrich, rollende Gitarrenriffs,wuchtige Schlagzeugbeats, heroischer Klargesang, Temposteigerung, tiefmelancholisches Flair verteilende Geigenklänge und kompakte Heavyness ergeben allmählich ein sich zunehmend heraus kristallisierendes Bild, Vergleiche zu anderen Bands kaum auszumachen.

Hexisch diabolisch bis zum Wahnsinn sich steigerndes Gelächter, auch die Songtitel lassen erahnen dass es sich um eine schaurig dargestellte Horrorgeschichte handelt. Dieses Album wirkt entgegen stark verkürzter Spielzeit um ein Vielfaches länger als es zunächst den Anschein erweckt, dessen Inhalt sollte vielleicht mehr als Konzept betrachtet werden, statt irgendwelche nicht vorhadenen Hits darauf zu suchen. Periodisch in festen Zeitabläufen wiederkehrende Grundheavyness bildet den Kern eines gehaltvollen, sich zunehmend mehr öffnenden Tonträgers.

Musikalisch ergeben sich keinerlei Vergleichswerte, es wird spürbar, dass die Lady's ihr Neuntrack-Sortiment stramm durchziehen. Hier wirken kompakte Riffs, vielseitige Gesang wechselhaft kontrastreich, verbunden mit inhaltlichem Tiefengehalt. Das Album erzeugt bedrohlich sich schrittweise im Hintergrund lauernd anschleichende Atmosphäre. Es wäre fein, dieses musikalisch wie lyrisch beschlagene Portland-Lady-Trio mal bei passender Gelegenheit live on Stage zu sehen.

Fazit: HOAXED erzeugen ihre völlig unorthodox obskur nachhallende Finster-Aura, die das Portland-Lady-Trio wohltuend aus der breiten Masse zahlreicher Durchschnitts-Kapellen abhebt; dunkel bedrohlich hexenhaft diabolisch! 8/10

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