DISTORTED REFLECTION - Doom Zone


VÖ: 27.02.2026
(Iron Shield Records)

Style: Progressive Doom

Homepage:
DISTORTED REFLECTION

Selten genug, dass beim IRON SHIELD-Label ein Doom-Album zu reviewen ist. DISTORTED REFLECTION (feat. Jack Starr) werfen ihr zweites Album auf den Markt. Darauf enthalten ist eine Ladung Epic Doom, dessen Erkennungsmerkmal kraftvolle Gitarrenriffs, druckvolle Bassläufe, sattes Drummung und heroischer Gesang umrankt von mystischer Atmosphäre sind. Nummern wie der Opening Track „3000 A. D.“ein herrlich melodisches „The Second Father“, mystische Schwermutwalzen vom Typ „Gates of Paranoia“ und „Morbid Reality“ lassen gar keinen Zweifel daran, dass es sich bei DISTORTED REFLECTION um ein ambitioniertes Projekt handelt, dass nunmehr zu einer Band gewachsen ist. Zeitweise hat es der schleppend klare Gesang schwer, muss heftig darum kämpfen, nicht vom kompakten Gitarrengrundgerüst übertönt zu werden. Das kommt den mehr als ordentlich durchdachten oft ins Progressive gleitenden von Kostas' getragenem Gesang veredelten Kompositionen zeitweise nicht immer entgegen.

Musikalisch lässt das Album für Anhängerschaft epischer Doomklänge in Sachen Qualität nicht sehr viel zu wünschen übrig auch der lyrische Sektor ist mehr als ordentlich abgedeckt, das kurze Zwischenintro „Forecourt To Death“ passt sich dem progressive-doomenden Songmaterial an. Es wäre sicher nicht richtig, dieses Album bereits nach einem Hördurchlauf zu bewerten, das Material braucht etwas Zeit, wächst danach umso mehr. Das Trio um Sänger Kostas Salomidis macht schon vieles richtig, wenngleich es an mancher Stelle noch ein wenig holprig klingt, besitzt dieses Album durchaus Reiz, um seine Anhängerschaft zu überzeugen. Technisch hat die Hellas-DoomCrew aus der Hauptstadt Athen so einiges auf der Pfanne, ist allerdings bei manchen Stellen, wo das Schlagzeug neben dem Takt liegt oder die gefühlt leidenschaftlich klagende von stimmlich viel Wiederkennungswert geprägte Vocalistik ins Stocken gerät, zuweilen ausbaufähiger.

Fazit: Fast 39 Minuten spannungsvoll heroischer Schwermutsound, die viel zu schnell vorüber ziehen. 7,5/10