JIM PETERIK & WORLD STAGE - River Of Music Vol. 1

02 jimpeterik

VÖ: 12.12.2025
(Frontiers Music)

Genre: Melodic Rock

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JIM PETERIK

Nimmermüde wird der SURVIVOR-Kempe, da seine Stammcombo nur noch auf dem Papier existiert. Allerdings lag da das Songwriting in seinen Händen, von daher kann er mit jedem Projekt daran anknüpfen. Mit WORLD STAGE bietet JIM PETERIK schon länger vielen illustren Gästen eine Bühne, jedes Mal mit einem anderen Schwerpunkt. „River Of Music“ läuft unter dem Untertitel „The Power Of Duets“, womit bei „Vol. 1“ zwei Dinge klar sind: Bei jedem Lied gehen zwei Leadvokalisten an den Start und Teil 2 liegt bereits in der Schublade.

Das klingt schonmal nach einem Plan und bei der Veröffentlichungsflut muss man den auch haben. Beim titelstiftenden Opener macht sich das aber erst einmal negativ bemerkbar, denn der wirkt allzu konstruiert. Peterik teilt sich den Gesang mit Sohn Colin, hinter den beiden schneien noch ein paar Chöre rein, aber die Melodie will nicht in den Fluss kommen. Was vielleicht auch am phrasierten Riff liegt, dass recht prominent heraus gemischt wird. Den Job übernahm mit Ron Nevison jemand, der sich bestens in dem Genre auskennt.

Da machen es die beiden aus Chicago stammenden Dave Mikulskis und Bree Gordon deutlich besser, vor allem weil sie gesanglich stärker zu Werke gehen. Speziell die leicht soulige Stimme von Gordon verleiht viel Glanz, ebenso wie in „Soul Of My Being“, wo sich die Dame mit Toby Hitchcock duelliert. Den kennt der Melodic Rockfan aus vielen anderen Projekten aus dem Frontiers-Stall.
Mit Kaity Heart, die schon seit den Siebzigern im Business unterwegs ist, weiß der Mann den SURVIVOR-Klassiker „In Good Faith“ gut in die heutige Zeit zu transportieren. Da sich jene Sängerin damit für die Weihen qualifiziert hat darf sie mit dem Mastermind beim flottesten Titel „I´m A Survivor“ ran, wo die Gitarren mal mit ein paar passenden Leads daherkommen.
Wieder etwas aufgesetzt klingen die Riffs von „The Cadence Of Things“, wo Jason Scheff von CHICAGO mit dem Meister ran darf. Den stärksten Eindruck hinterlässt mit Kevin Cronin der bekannteste Name, der mit REO SPEEDWAGON lange Weggefährte war. Mit folkigen Akustikklängen beginnend erhebt sich der Chorus kraftvoll aus der dezenten Melancholie.

6,5 / 10