WOLFCHANT - Echoes Of A Time Once Past

VÖ: 13.02.2026
(Hamburg Records)
Style: Pagan-Folk Metal
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WOLFCHANT
Gibt bereits der kraftvolle von catchy Refrains umgebene Singletrack „Goddess Of Fire“ prächtigen Vorgeschmack auf ein Album, das Spannung bei Pagan Folk Metalfans wecken dürfte, zieht sich im Rahmen eingehenderer Betrachtungen der Griffigkeitsfaktor durch's gesamte Album. Schräge Rhythmustempo und Stilwechsel dürfen bei den Süddeutschen auf deren neunten Studiorelease 'Echoes of a Time Once Past' ebensowenig fehlen, wie Gesangsvariationen und auch so manch ausgefallenes Instrumentarium.
Ok, alles mal von vorne: Ein Filmsoundtrackreifes Intro „Arcades of Time“ sorgt für stimmige Eröffnung des flotten durch wechselhaft harrschen Pagan-Gesang (garstige Keifvocals, Growlen und Klartonstimme) flott voran getriebenen Power-Speedopeners „Under a Twilight Star“. Solche garstig nach vorn gehenden zugleich immens eingängig gestaltenen Hymnen die manch episches Moment offenbaren lieben Genrefans! Spannungsgeladen monumental episch beginnend schließt der von catchy Refrains bei wechselhaft variabler Geschwindigkeit vorwärts getragene Powergroover „Goddess of Fire“ an, „Lifeblood“ weckt durch vermehrten Traditional Folkanteil mittels feiner Melodieführng regelrecht Abenteuerlust im großen Stil. Zeitweise erinnern WOLCHANT hier wesentlich deutlicher an Combos wie ENSIFERUM, TURISAS und HEIDEFOLK in dieser Nische sind die Bayuwaren angeführt von Seehb und Skaahl bestens aufgehoben. Auch wenn nicht alles auf diesem Silberteller wirklich greifen will, bleibt es ein abwechslungsreich spannendes Gesamtwerk.Deutsch gesungene Lyriks und mehr ins Traditionell wie True Metallische tendierender Einschlag sorgen für weitere Besonderheiten, machen es bei aller Lockerheit nicht immer leicht, dieses Album zu konsumieren. Wenn's zu sehr ins threatralisch geht, gerät der Hauptgesang an seine Grenzen. Ein wenig bedauerlich, dass zum Kontrast noch etwas weiblicher Klargesang fehlt. Ansonsten zeigt das Album, dass nicht nur in Skandinavien Viking/Pagan/Folk Metal auf prickelndem Level produziert wird.
Mutig ins Ungewisse „Dem Sturme voraus“ segeln feierliche Gesänge anstimmend, Wikingerhorden hart am Wind, stramme Seebären mit Bärten, Langen Haaren, Helmen, Schild, Schwert, Axt und Horn! „Witchfinder“ knallt nach kurzem Keyboardintro umso heftiger zumal geradlinig ins Gebälk, gleitet zwischenzeitlich stark ins Heroische. Keyboardeinsatz erfolgt effektiv nie aufgesetzt. Der manchmal fast schon ein wenig symphonisch wirkende Anteil mag vielleicht das ein oder andere Gemüt abschrecken, doch irgendwie passt solcherart Pathos-Anstrich ins Gesamtgefüge einer vielseitigen Angelegenheit, auch die letzten drei Stücke „Wildhunt“, das von spannender Epik inszenierte „Shadows of Doom“ und der Titeltrack "Echoes of a Time Once Past" passen sich dem Gesamtniveau deutlich an.
Fazit: WOLFCHANT haben erneut Genrekompatible Kost abgeliefert, deren Inhalt sich hinter hochkarätiger Konkurrenz nicht ansatzweise verstecken muss. Kraftvoll intensiver Pagan Metal für stolz den Spirit der Vorfahren ehrende Anhängerschaft Naturmystischer Legenden. Das heidnische Erbe der Ahnen ist nicht vergessen, Odin und Freya zum Gruße! - Darauf gilt es, das Horn zu erheben. - Skol! 7,5/10

