ROTH - Alles Endet

01 roth
VÖ: 30.01.2026
(Massacre Records)

Style: Dark / Gothic / Extreme Metal

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ROTH

M.ROTH, die „Blutkehle“ von Eisregen hat hier nach „Nachtgebete“ ein neues Album am Start, das mit dem Opener „Am Leben“ den extremen Metal wie bei seiner Hauptband weiter lebt, aber auch mit elektronischen Einschüben und viel Atmosphäre arbeitet, wo seine extreme Stimme noch besser zur Geltung kommt. Das Stück paart Härte und Melodie zu einer morbiden Eimheit doch danach gewinnt der „Kriegstourist“ einiges an Härte und haut einem kräftig im Mid Twmpo vor den Latz, doch auf einmal setzen klare Vocals ein und erneut kommt da starke Atmosphäre auf, die klar aus einem Horror Streifen stammen könnte. Zu Beginn von „Mein Schwesterlein“ ist sogar Dark Gothic angeagt, bevor sich harte Riffs hinzu fügen, die den Song mit einer starken Enigängigkeit versehen und es gegen Ende des Stücks sogar erhaben wird. Dann kommt ein stampfender Hammer namens „Stirb!“, das mit fettem Riffing genau so durchzogen ist wie auch mit lieblichen, fast schon düsteren Melodien bestückt ist und das ich mir live als Brett vorstellen kann. Auch bei „Keine Zeit Für Tränen“ kommt die Nummer auf der einen Seite mit gesunder Härte daher, doch die Keys machen da eine mordsmäßige Atmosphäre, die mit dunkler Melodie und cleanen Vocals verstärkt wird. In hervorragender Ekeligkeit kommt „Zahl Den Preis“ rüber, richtig fettes Mid Tempo erneut mit wabernden Keys aus dem Background, abwechslungsreicher Gesang und anfangs fats tanzbar, ein erneuter Brecher vor dem Herrn. Teils balladesk passt ein Tital wie „Novembermord“ wie die Faust aufs Auge, wenn es dann auch mal härter wird, ist die Mucke erneut voller Eingängigkeit und der „Gruß Aus Der Küche“ ist eine glasklare Gothic Metal Nummer total makaber gestaltet und ein weiterer Hammer für mich. „In Den Wurzeln Der Eichen“ kommt dank der Atmosphäre eine klare Paralelle zu einem düsteren Eisregen Song auf, den ich als meinen Fave ansehe, düster, morbide, makaber und trotzdem voller Härte. Auf jeden Fall griffiger und härter ist „Du Blutest Heute Nicht Allein“, aber die Melodien sind trotzdem allgegenwärtig und auch die Samples / Keys passen sauber hier rein. Umwerfend, wie sich bei der „Leiche Im Schrank“ das Horror Feeling mit abgehenden Parts vereint und auch hier bei den Lyrics der kranken Phantasie freien Lauf gelassen wird. Zum Schluß kommt noch der Titelsong, der viele elektronische Spielerein in sich hat, aber auch zu einem monumentalen Brett mutiert.
Im Gegesatz zu Eisregen kommt ROTH hier auch ohne Raserei aus, vielmehr wird dieses Werk mehr auf düstere Melancholie ausgerichtet und das kommt bei mir hervorragend an, was auch 9 von 10 Punkten macht.