MALIGNANT AURA - Where All of Worth Comes To Wither

VÖ: 26.01.2026
(Memento Mori)
Style: Doom/Death Metal
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MALIGNANT AURA
2022 erschien das 'Abysmal Misfortune'-Debüt von MALIGNANT AURA, vier Jahre danach hauen die Australier ein derart brutal fieses Album raus, das von Fröhlichkeit so weit entfernt liegt, wie der Gesteinsplanet Merkur zum Gasriese Neptun.
Unheilschwanger mit Glockenschlägen, intensiv beissend aggressiv bedrohliches bis zur Beklemmungs reichendes Odeur versprüht der knapp dreieinhalb Minuten dröhnende AlbumOpener „Where All of Worth Comes To Wither“ danach lässt „The Pathetic Festival“ brutale Grinddeathgemetzel im Sinne von SUFFOCATION auf die Gehörgänge los, bei solchen Tracks kreisen die Gedanken um INCANTATION/OBITUARY und bei langsamen Stellen an eine verzerrte Vairante von ASPHYX trifft MY DYING BRIDE mit verzerrten Growls. INCANTATION, OBITUARY, PARADISE LOST HOODED MENACE, MOURNFUL CONGREGATION, CANDLEMASS, KATATONIA, DISEMBOWELMENT, PALLBEARER, ASPHYX, MY DYING BRIDE und SUFFOCATION, allesamt Namen, in deren ungefähren Spektrum sich MALIGNANT AURA auf ihrem Zweitwerk 'Where All of Worth Comes To Wither' bewegen. Düster, bizarr, von unterkühlter Brutalität getragen bleibt dieser schwere Brocken durchweg konstant.
Dieser fiese zwischen Garstig verzerrten Gekeif, tiefen Growls und klagend kehligem Gesang und Traurerelegie befindliche zugleich majestätischen Anstrich beinhaltende Bastard ist nichts für zarte Gemüter noch schwache Nervenkostüme.
„Lanquishing in the Perpetual Mire“ gelingt es in der zweiten Hälfte in der Tat mittels ungewohnt melodischer Passage Hoffnung in den Kosmos finsterer Gefühlswelten zu bringen. „Beneath the Crown of Anquish“ sowie der vierte und letzte von drei die Zehn Minuten Grenze überschreitenden Langriemen „An Abhorrent Path To Providence“ tauchen ebenso in diesen Kosmos tiefschwarzer Finsternis, brutaler Aggression, raumgreifender Melancholie und vereinzelt Hoffnung säenden Keimlingen die schon in Richtung ganz früher PARADISE LOST, KATATONIA, HOODED MENACE oder MY DYING BRIDE zeigen. So manches mal überkommt mich das Gefühl als rotiere ein neuer MOURNFUL CONGREGATION oder HOODED MENACE Tonträger im Playerschacht. Songmaterial derartiger Prägung lässt an eine mitten im weiten Ozean ausgesetzte Rettungsboje denken, die bei hohem Wellengang überspült irgendwie dennoch oben schwimmt, um noch den Eindruck von Hoffnung zu vermitteln, wo keine mehr ist.
Fazit: 53 Minuten übelst brutal Trommelfelle zermürbender Doom-Death, der sich neben eisiger Atmoshphäre und garstiger Dunkelheit in Momenten aus Hoffnung, Melancholie und Trauer suhlt. Intensiv, Beklemmend, obskur und... nebulös. 8/10

