KILL RITUAL - In My Head


VÖ: 21.11.2025
(Massacre Records)

Style: US-Heavy/Power/Thrash (Oldschool)

Homepage:
KILL RITUAL

Drei Jahre mussten sich US-Metalfans gedulden, bis der nächste Studiooutput nach 'Kill Star Black Hand Marked Pierced Heart' folgt. 'In My Head' heißt das Teil und es wird trotz deutlicher US-Traditionsmetalreferenzen vergleichsweise zur Entwicklung vor drei Jahren vermehrt drauflosgethrasht, denn eigentlich sind KILL RITUAL eine kompromisslos den Knüppel kreisen lassende Thrashband. Was jedoch den Sound bei diesem Kampfgeschwader aus San José ausmacht, sind zahlreich immer mal wieder einfließende Querverweise auf traditionellen US Heavy/Power Metal irgendwo zwischen ARMORED SAINT, METAL CHURCH, SATAN'S HOST, IRON CROSS, JAG PANZER, OMEN und VICIOUS RUMORS
der sich mit knüppelharter Thrashfokussierung im Stile von DEATH ANGEL, FORBIDDEN, EXODUS, SACRED REICH, TESTAMENT usw. kreuzt.

Das zeigt sich u. a. im gewaltigen Riffmonster „1000 Years“, „Shadow On Your Grave“, „More Than Pain“ oder „My Love Is Hate“, wo es mit der Urgewalt einer Plannierraupe gerifft wird. KILL RITUAL haben eine wilde zugleich düster-theatralische von spannenden Wendungen erfüllte Achterbahnfahrt zwischen Leben und Tod geprägt von Liebe, Rache, Überlebenswille und für die Normwalwelt an reichlich Irrsinn grenzender Alien Theorien kreiert, der es weder an packenden Stimmungsbildern, fetzigen Rhytmus-Tempo-Wechseln, geschweige Powerdynamischem Feuer zwischen Schatten und dunkle Seiten der Seele öffnenden Enthüllungen mangelt, aus jeder noch so kleinsten Ritze dringt. Zeitweise wird’s dann mitunter schon mal heftig chaotisch, ansonsten regiert das Prinzip geradlinig mit maximaler Durchschlagskraft bis zum oberen Anschlag.  Steve Rice' flexibel beissend-aggressiv, garstig, harschen Shouts, Hochton oder Pathos eingesetztes Organ röhrt, schreit, brüllt, singt und keift sich intensiv die Seele aus dem Leib. Gewohntermaßen druckvoll produziert holt dieses Album sein Fanklientel zwischen US-Heavy/Power und Thrash Metal erneut sicher ab. Knochenharte Gitarrenwände, druckvolle Bassrhythmen, donnernde Schlagzeugtakte im Strickmuster exzessiver sich zeitweise auf dem Feld verspielter Melodieführung, schwerer Grooves sowie schmalem Grad zwischen Depression und Hoffnung im Spannungsfeld beklemmender Szenarien und gefahrvoller Zerrüttung bewegend ergeben schon ein heftiges Zerrbild von Miteinander kämpfenden Emotionsladungen. 

Dass dieses für Metalpuristen trotz dichter undurchlässig fett arrangiert zeitgemässer Produktion Oldschoollastige Album richtig Tiefgang offenbart „I Pain't In Death“ umso mehr, wo ein stiller Part in den Kopf des Protagonisten hinter der Geschichte blicken lässt. Entgegen aller Brutalität eine Reise ins Innere der Seele, deren verschiedene zwischendurch gewaltig rotierender Extrem-Gefühlsregungen, menschliche Schwächen verbunden mit dem Wandel an Abgründen des gefühlten Wahnsinns unterliegt, auf hingebungsvoller Weise des Protagonisten schmerzhafte Qualen in diverser Facettenvielfalt wieder spiegelt.

Fazit: Brutal kompromisslos derbes keine Gefangenen machendes US-Heavy/Power/Thrash-Elixier! 8/10

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