SMOKE MOUNTAIN - The Rider
VÖ: 28.03.2025
(Argonauta Records)
Style: Stoner-Doom
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SMOKE MOUNTAIN
Einer EP, zweier Singles und einem annehmbaren Debüt ('Queen Of Sin') folgt frisch eingetrudelt das zweite Studioalbum vom Stoner-Doom Trio aus Tallahassee (Florida). Bestehend aus Sarah Pitt (Gesang), Lee Pitt (Gitarre) und Brian Pitt (Drums) wurde aktuell frisch das zweite Studioalbum 'The Rider' herausgebracht.
Hölle oder Paradies? Eine schwer zu beantwortende Frage, die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen. „Hell or Paradise“ so fühlt sich das Album 'The Rider' tatsächlich an. Acht Stücke düster-okkultem Zuschnitts präsentieren die seit 2015 aktiven Stoner-Doomer SMOKE MOUNTAIN dem für solche Klangorgien zugänglichen Fanklientel zum zehnjährigen Jubiläum. Dröhnt schon der Einsteiger „Hell Or Paradise“ schleppend mit richtig intensiv nachhallenden Bratgitarrenriffs, lässt sich das Trio gar nicht erst lumpen und setzt munter den Reigen schwerblütig heavy Psychdelisch auf den Punkt kommender auf Fuzzgitarrenriffs, kraftvollem Drumming und tiefgelegten BLACK SABBATH-Riffs baundem Faktor fort.
Zu Nummern wie dem epischen „Bringer Of Doom“, „Demon“, „Violent Night“ oder „Smoke Mountain“ lässt sich gepflegt mitgrooven. Sarah Pitt verfügt über das lethargische, der Musik Gehalt gebende Organ. Ihr klagender Gesang bleibt meist gleichförmig, doch vermittelt ihr fließend zäher phlegmatisches Timbre das Gefühl für das Ausleben der epischen Momente den Songs soviel Wiederkennungswert, den sie brauchen. Nach soviel schleppender Trägheit, knallt „The Rider“ von flotten Rhythmuskaskaden vorwärts getrieben amtlich, dazu lässt sich dann mal richtig intensiv Mähneschütteln, ehe bei „The Sun and Heaven's Fall“ wie schon bei den drei ersten Tracks knarrzig pumpende Bassrhythmen ergänzt durch Singalongs weitestgehend den Takt bestimmen. „Demon“ ist auch so ein schleppender definitiv keinen Geschwindigkeitsrekord brechen wollender Stonerdoom-Groover zu dem sich gepflegt per Kopf oder Fuß mitwippen lässt. Hier und dort machen sich immer mal wieder Einflüsse wie bei zahlreichen Stonerdoomacts von BLACK SABBATH bemerkbar, ein andermal erinnern sich mich auch schon mal etwas an KJUSS.
Handwerklich ist das von SMOKE MOUNTAIN gekochte Süppchen keineswegs schlecht, was fehlt ist das Salz in Form des großen Hymnenausreißers nach oben.
Fazit: Nichts außergewöhnliches. Handwerklich bemerkenswert kraftvoll in Szene gesetzter Stoner-Doomtobak, dem bei aller zweifellos vorhandenen Klasse bedauerlichermaßen allzu sehr häufig das große Überraschungsmoment fehlt.7/10